| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Gerolstein.jpg | Lage Gerolstein in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Landkreis: | Landkreis Daun |
| Verbandsgemeinde: | Gerolstein |
| Geografische Lage: | |
| Einwohner: | 8.430 (01. Januar 2006) |
| Postleitzahlen: | 54568 |
| Vorwahl: | 06591 |
| Kfz-Kennzeichen: | DAU |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 33 026 |
| Stadtgliederung: | 9 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kyllweg 1 54568 Gerolstein |
| Website: | www.gerolsteiner-land.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Karl-Heinz Schwartz (CDU) |
Gerolstein an der Kyll ist eine Stadt in der Eifel und liegt im Landkreis Daun in Rheinland-Pfalz. Sie hat mit den Stadtteilen etwa 8400 Einwohner (Stand: 01/2006). Im Ort befindet sich eine große Getränkefirma (Gerolsteiner Brunnen). Gerolstein liegt malerisch in einem Tal voller geologischer Überraschungen. Abgesehen von den vulkanischen Ursprüngen kann man hier auch Fossilien aller Art finden. Gerolstein ist ein Luftkurort.
Die Stadtrechte wurden Gerolstein 1336 verliehen. 1691 wurde die Stadt fast vollkommen zerstört. Nach dem Wiederaufbau vernichteten Brände 1708 und 1784 die Stadt wiederum fast vollständig. An der bereits von den Kelten und Römern genutzten Mineralquelle wurde nachweislich seit 1724 Wasser abgefüllt und verkauft. Diese bildet bis heute die Basis für die Gerolsteiner Mineralwasserindustrie. Am Ende des zweiten Weltkrieges (1944/45) wurde Gerolstein auf Grund seines Eisenbahnknotenpunktes durch Bombardement zu 80 Prozent zerstört. Die Wiederverleihung der Stadtrechte erfolgte 1953.
1670 wird die Burg durch einen Blitzeinschlag in den Pulverturm stark beschädigt. Am 6. Juli 1691 wird sie von den Franzosen besetzt, aber schon am 5. August im gleichen Jahr zurückerobert. Dabei wird sie und die Stadt zerstört. Die übrig gebliebenen Mauerreste werden im 18. Jahrhundert teilweise abgetragen und im 2. Weltkrieg weiter zerstört. Heute stehen nur noch wenige Überreste, die aber restauriert wurden.
Am Rande des Stadtteils Lissingen liegt diese ehemalige Wasserburg unweit der Kyll. Die ältesten Gebäudeteile stammen aus dem Jahr 1280, obwohl die Burg schon 1212 urkundlich erwähnt wird. Sie wurde - anders als die meisten Eifler Burgen - nicht zerstört. 1559 wurde sie in eine Nieder- und eine Oberburg geteilt. Die Unterburg erfährt in der Gegenwart eine Nutzung als Veranstaltungs- und Kultureinrichtung.
Der Römer Marcus Victorius Pellentius ließ diesen Tempelbezirk im Jahre 124 nach Christus errichten. Die Mauerreste der Kultstätte umfassen eine Größe von ca. 63 Metern mal 46 Metern. Innerhalb dieser Ringmauer sind die Fundamente mehrerer Gebäude (wozu auch zwei Tempel gehören von denen der eine Herkules, der andere der keltischen Göttin Caiva geweiht war) erhalten. 1927/28 wurden die Überreste - vermutlich teilweise - ausgegraben.
Die Endung "-ingen" verweist auf eine frühe fränkische Besiedlung hin. Urkundlich wird Bewingen erstmals im Jahre 1218 als Besitz des Klosters und der Kirche von Niederehe erwähnt. Dort hatten in den Jahren 1162-1175 die Brüder Theoderich, Alexander und Albero von der Burg Kerpen den Prämonstratenserinnen eine Stiftung gemacht. Die nächste schriftliche Erwähnung erfährt Bewingen im Jahre 1282. In dem Jahr erwarb Gerhard IV von Blankenheim Ländereien, u. a. Steffeln, Niederbettingen und Bewingen. Im Mittelalter besaßen auch die Herren auf der Kasselburg und auf Burg Gerhardstein (Gerolstein) Grundbesitz und Zehntrechte im Ort.1 In der Franzosenzeit, ab 1794, wurde Bewingen der Mairie Rockeskyll zugeordnet. Der Ort blieb auch in preußischer Zeit bei der Bürgermeisterei Rockeskyll. Seit 1969 ist die ehemals selbstständige Gemeinde Bewingen zur Stadt Gerolstein eingemeindet.
Eines der nachweislich ältesten Gebäude ist die kleine, dem heiligen Brixius geweihte Kapelle, die in den Jahren 1744/45 instandgesetzt wurde.2 Ihr spätgotischer Chor weist auf eine Vorgängerkirche hin, die vermutlich um 1500 erbaut worden war.
1 Dettmann, Rolf, Weber, Matthias: Das Kylltal in der Eifel, Köln 1986, S. 76
2 Dohm/Winter: Gerolstein 1986
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