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Germanium
 

Eigenschaften
-

*3d104s24p2
74
32
Ge
Periodensystem
Gallium - Germanium - Arsen
-
Si
Ge
Sn  
 
 

- Allgemein
- Name, Symbol, Ordnungszahl Germanium, Ge, 32
- Serie Halbmetalle (Kohlenstoff-Gruppe)
- Gruppe, Periode, Block 14 (IVA), 4, p
- Aussehen gräulich weiß
- Massenanteil an der Erdhülle 6 · 10-4 %
- Atomar
- Atommasse 72,64
- Atomradius (berechnet) 125 (125) pm
- Kovalenter Radius 122 pm
- van der Waals-Radius -
- Elektronenkonfiguration href="http://articles.gourt.com/de/Argon">Ar3d104s24p2
- Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 4
- 1. Ionisierungsenergie 762 kJ/mol
- 2. Ionisierungsenergie 1537,5 kJ/mol
- 3. Ionisierungsenergie 3302,1 kJ/mol
- 4. Ionisierungsenergie 4411 kJ/mol
- 5. Ionisierungsenergie 9020 kJ/mol
- Physikalisch
- Aggregatzustand fest
- Kristallstruktur kubisch flächenzentriert
- Dichte (Mohshärte) 5323 kg/m3 (6)
- Magnetismus -
- Schmelzpunkt 1211,4 K (938,3 °C)
- Siedepunkt 3093 K (2820 °C)
- Molares Volumen 13,63 · 10-6 m3/mol
- Verdampfungswärme 330,9 kJ/mol
- Schmelzwärme 36,94 kJ/mol
- Dampfdruck 0,0000746 Pa bei 1210 K
- Schallgeschwindigkeit 5400 m/s bei 293,15 K
- Spezifische Wärmekapazität 320 J/(kg · K)
- Elektrische Leitfähigkeit 1,45 S/m
- Wärmeleitfähigkeit 59,9 W/(m · K)
- Chemisch
- Oxidationszustände 4
- Oxide (Basizität) GeO2 (amphoter)
- Normalpotential 0,24 V (Ge2+ + 2e- → Ge)
- Elektronegativität 2,01 (Pauling-Skala)
- Isotope
-
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
-
68Ge {syn.} 270,8 d ε 0,106 68Ga
-
69Ge {syn.} 39,05 h ε 2,227 69Ga
-
70Ge 21,23 % Ge ist stabil mit 38 Neutronen
-
71Ge {syn.} 11,43 d ε 0,229 71Ga
-
72Ge 27,66 % Ge ist stabil mit 40 Neutronen
-
73Ge 7,73 % Ge ist stabil mit 41 Neutronen
-
74Ge 35,94 % Ge ist stabil mit 42 Neutronen
-
75Ge {syn.} 82,78 min β- 1,177 75As
-
76Ge 7,44 % Ge ist stabil mit 44 Neutronen
-
77Ge {syn.} 11,30 h β- 2,702 77As
-
78Ge {syn.} 88,0 min β- 0,954 78As

- Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Germanium (von lat. GermaniaDeutschland", dem Heimatland des Entdeckers Clemens Winkler (1838-1904)) ist ein chemisches Element. Es wurde am 6. Februar 1886 erstmals nachgewiesen.

Geschichte


Die Entdeckung des Germaniums verdanken wir Clemens Winkler, einem Chemiker an der Bergakademie Freiberg (in Freiberg), der mit Kobalt-Glas arbeitete. Er untersuchte das Mineral Argyrodit und fand dabei das neue Element Germanium. Es stellte sich später als das Eka-Silizium heraus, das 1871 von Dmitri Iwanowitsch Mendelejew vorausgesagt worden war.

Vorkommen


Germanium ist weit verbreitet, kommt aber nur in sehr geringen Konzentrationen vor; Clarke-Zahl (= Durchschnittsgehalt in der Erdkruste): 1,5 g/t. Es wird als Begleiter in Kupfer und Zinkerzen gefunden (Hettstedter Kupferschiefer). Die wichtigsten Minerale sind Argyrodit, Canfieldit, Germanit und Reniérit.

Eigenschaften


Germanium ist ein Halbmetall, bei dem der Metallcharakter überwiegt.

Germanium weist als einer der wenigen Stoffe die Eigenschaft der Dichteanomalie auf, d.h. seine Dichte ist in festem Zustand niedriger als in flüssigem.

Verwendung


Als Halbleiter war es das führende Material in der Elektronik, bis es vom Silizium verdrängt wurde und heute nur noch in der Hochfrequenztechnik eine Rolle spielt. Eventuell ändert sich das wieder mit der neuen Germanium-Kohlenstoff-Silizium-Technologie.

Seine zweite Hauptanwendung findet es in der Infrarotoptik in Form von Fenstern und Linsen-Systemen aus poly- oder monokristallinem Germanium sowie optischen Gläsern mit Infrarotdurchlässigkeit, so genannten Chalkogenidgläsern. Einsatzgebiete hierfür sind militärische und zivile Nachtsichtgeräte sowie Thermografiekameras. Mit diesen können beispielsweise Häuser auf Undichtigkeiten in der Isolation untersucht werden.

Weitere wesentliche Verwendungen liegen in der Herstellung von Glasfaserkabel-Lichtwellenleitern und Polyesterfasern: In modernen Lichtleitfasern der Telekommunikation wird mit Hilfe von Germaniumtetrachlorid eine Germanium-Beschichtung des inneren Faserkerns zur Erreichung der Totalreflexion von Lichtwellen herbeigeführt. In der Polyesterchemie kommt Germaniumdioxid als Katalysator bei der Herstellung von bestimmten Polyesterfasern und -granulaten zum Einsatz, speziell für recyclingfähige PET-Flaschen (PET = Polyethylenterephthalat).

Bei Germanium lässt sich, im Gegensatz zu Stahl, nicht durch Neutronenstrahlung die Kristallstruktur zerbrechen. Es fängt den Stoß des Neutrons elastisch auf. Bisher findet diese Entdeckung jedoch keine Nutzung in Reaktoren.

Abbildungen


Germanium.jpg

Chemisches Element | Gruppe-14-Element | Periode-4-Element | Halbmetall | Schwermetall | Halbleiter

Germanium | Germanijum | Germani | Germanium | Germaniwm | Γερμάνιο | Germanium | Germanio (elemento) | Germanio | Germaanium | Germanium | Germanium | גרמניום | Germanij | Germánium | Germanio | German | Germanio | ゲルマニウム | 저마늄 | Germanyûm | Germanium | Germanis | Germānijs | Germanium | Germanium | Germanium | Germani | German | Germânio | Германий | Germanijum | Germanij | Германијум | Germanium | เจอร์เมเนียม | Germanyum | گېرمانىي | Германій |

 

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