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Die Gemeinde
Geraberg im
Ilm-Kreis, Bundesland
Thüringen, liegt am Nordrand des
Thüringer Waldes, ca. 40 km südlich der
Landeshauptstadt Erfurt, in 400 bis 500 m ü.d.M.
Geografie
Geografische Lage
Geraberg liegt im Tal der
Zahmen Gera in etwa 450 Metern Höhe. Südwestlich des Ortes beginnt der
Thüringer Wald. Nördlich des Ortes liegt der 496 Meter hohe Geschwendaer Berg, südlich grenzt Geraberg direkt an Elgersburg.
Nachbargemeinden
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden:
Angelroda -
Martinroda -
Elgersburg -
Gehlberg -
Gräfenroda -
Geschwenda
Geologie
Geologisch liegt Geraberg im Grenzbereich zwischen den
Eruptivgesteinen des
Thüringer Waldes sowie kalkigen
Zechsteinablagerungen am Rande des Waldgebirges und dem aus
Buntsandstein und
Muschelkalk aufgebauten Vorland. Auf den leichten Böden wachsen vorwiegend
Fichten und
Kiefern, auf den schwereren Misch- und Laubwälder. Daraus ergibt sich eine abwechslungsreiche
Vegetation. Die Berge des Thüringer Waldes steigen in unmittelbarer Nähe des Ortes bis über 900 Meter empor.
Klima
Geraberg hat zu fast allen Jahreszeiten ein ausgeglichenes
Klima. Nur im Herbst ist es manchmal sehr regnerisch bis hin zu regelrechten Stürmen; ansonsten ist es in Geraberg meist sehr sonnig. Reine Luft, intensive Höhensonne und keimfreies Wasser fördern die Erholung für Besucher und Gäste. Die günstigen klimatischen Bedingungen und die würzige Luft erweisen sich besonders für Herz-,
Asthma- und Halsleidende als geeignet und heilsam.
Geschichte
Geraberg wurde erstmalig
1246 urkundlich erwähnt.
1923 wurden die beiden ursprünglich selbständigen Orte Gera und Arlesberg zu Geraberg vereint. Der Ort gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zum Herzogtum
Sachsen-Gotha. Die Einwohner beschäftigten sich mit Bergbau, Waldarbeit und Landwirtschaft. Die Tradition des Bergbaus (
Eisenerz) geht bis in das 14. Jahrhundert zurück. An den Bergbau um Geraberg erinnert das Technische Denkmal
Braunsteinmühle im Ortsteil Arlesberg. Im 17. Jahrhundert begann der
Manganerzbergbau, der bis Mitte des vorigen Jahrhunderts durchgeführt wurde. 1879 wurde die Bahnlinie Neudietendorf-Ilmenau gebaut, die Gewerbe und Industrie förderte. Wie in vielen Orten, wo das Wasser als Energiequelle genutzt wurde, entstand in Geraberg neben Sägemühlen, Hammer- und Pochwerken im Jahre 1631 auch eine Papiermühle. Die
Porzellanindustrie ließ sich im Ort vor ungefähr hundert Jahren nieder. Im 19. Jahrhundert begann man
Fieberthermometer herzustellen. Viele Menschen betätigten sich in diesem neuen Industriezweig. Bekanntester Betrieb war das
Thermometerwerk Geraberg mit nahezu 2000 Beschäftigten (1990). Die Tradition der Thermometerindustrie wird durch das erste deutsche
Thermometermuseum im Ort gepflegt.
Ein weiterer großer Arbeitgeber war die Firma Just & Co. Sie wurde
1874 als
oHG gegründet und stellte Koffer, Taschen und Lederwaren her.
1909 erfolgte die Umwandlung in eine
GmbH,
1923 schließlich in eine
Aktiengesellschaft. Großaktionäre waren bis
1945 Frau Joh. Lorenz geb. Just aus Geraberg (ca. 35%) und Frau Elsbeth Metzler geb. Just aus
Ilmenau (ca. 25%). Das Fabrikgelände befand sich in der Nähe des Geraberger Bahnhofes.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
- Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Politik
Gemeinderat
Seit der Kommunalwahl 2004 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
- FWG Ilm-Kreis/Geraberg - 7 Sitze
- Bürgerinitiative Pro Geraberg/PDS - 5 Sitze
Ortspartnerschaften
Geraberg unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu den Gemeinden
- Lahnau (Hessen)
- Morbach (Rheinland-Pfalz)
- Pont-sur-Yonne (Frankreich).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Dank seiner Lage ist Geraberg besonders touristisch interessant für Wanderungen und Ausflüge ins
Rennsteiggebiet.
Auf den gut markierten Wanderwegen die folgenden Ausflugsziele in der unmittelbaren Umgebung von Geraberg aus zu Fuß erreichen:
Vereine
In Geraberg gibt es über 20 eingetragene Vereine. Die größten Vereine sind
- der Sportverein SV08
- der Musikverein Geraberg
- der Gesangverein „Liederkranz Geraberg“
- der Sportfischerverein
- der Carnevalsverein
- der Kanninchenzuchtverein
- der Geflügelzuchtverein.
Denkmäler und Museen
In Geraberg sind besonders sehenswert die Kirche St. Bartholomäus, die Braunsteinmühle und das
Thermometermuseum. Zu dem jährlich stattfindenden
Tag des offenen Denkmals werden spezielle Führungen und Veranstaltungen durchgeführt.
Sport
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Der
Sportverein 08 mit seinen acht Abteilungen und nahezu 500 Mitgliedern ermöglicht vor allem den Jugendlichen eine rege sportliche Betätigung. Die im Sportpark Geratal vorhandenen Anlagen - Rasen- und Hartplatz, Kegelbahn, Tennisanlage, ein modernes, 2001 erbautes Schwimmbad - sowie die Geratalhalle, bieten dazu im Sommer wie im Winter sehr gute Voraussetzungen. Zusätzlich ergeben sich bei vorhandener
Schneelage von Geraberg aus gute Skiwandermöglichkeiten in den Thüringer Wald.
Regelmäßige Veranstaltungen
Am Sonntag, eine Woche nach
Pfingsten, wird alljährlich das Heringsfest begangen. Die Geschichte dieses Volksfestes führt bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück. Nach einer Unterbrechung von über 30 Jahren wird seit 2003 dieses Fest wieder regelmäßig mit Musik, Tanz und Spiel begangen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
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Mit der unmittelbaren Anbindung Gerabergs an die
A 71 hat sich eine wesentliche Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur ergeben. Direkt an der Anschlussstelle 19 Gräfenroda (Geraberg) entsteht ein neues Gewerbegebiet. Geraberg liegt an der ehemaligen
B88 und an der
Eisenbahnstrecke Erfurt-Ilmenau.
Ansässige Unternehmen
Zwei Baumärkte, ein Einkaufsmarkt, drei Bäckereien, zwei Fleischereien, Drogerien, Apotheke, Sparkasse, Post, Friseure und viele kleine Geschäfte sowie zahlreiche Handwerker und
mittelständische Unternehmen repräsentieren Handel und Gewerbe in Geraberg.
Öffentliche Einrichtungen
Geraberg ist Sitz der
Verwaltungsgemeinschaft Geratal.
Bildung
An der
Staatlichen Regelschule Geratal in Geraberg werden Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klasse aus den Orten Geraberg, Geschwenda, Elgersburg, Martinroda und Heyda unterrichtet.
Weblinks
Ort in Thüringen | Ilm-Kreis