| Daten | |
|---|---|
| Lage: | In Thüringen |
| Länge: | 85,0 km |
| Quellflüsse: | Wilde Gera und Zahme Gera |
| Mündung: | Bei Gebesee in die Unstrut (160 m ü. NN) |
| Wichtige Nebenflüsse: | Apfelstädt, Wipfra |
| Größere Städte am Fluss: | Arnstadt, Erfurt |
In Arnstadt öffnet sich das Geratal. Es wird merklich breiter und die Hänge zu beiden Seiten flacher. In Arnstadt ist das Flussbett der Gera weitestgehend begradigt worden. Der Fluss verläuft hier östlich des Stadtkerns. In Arnstadt nimmt die Gera den Nebenfluss Wilde Weiße auf. Er ist etwa 12 Kilometer lang und formt westlich von Arnstadt das Jonastal. Nächster Ort an der Gera ist Rudisleben. Hier ist die Umgebung flach und die Gera besitzt kein Tal mehr. Unterhalb von Rudisleben folgt Ichtershausen. Hinter Ichtershausen nimmt die Gera die Wipfra auf. Sie mündet von rechts ein und ist etwa 40 Kilometer lang, jedoch recht wasserarm. Die Gera unterquert nun A71, A4 und die Geratalbrücke Ichtershausen (Bahn) am Erfurter Kreuz. Sie verlässt nun auch den Ilm-Kreis und tritt in das Gebiet der Stadt Erfurt ein. Als nächster Ort kurz hinter dem Erfurter Kreuz folgt Molsdorf. Nördlich des Ortes mündet die 42 Kilometer lange Apfelstädt in die Gera ein. Sie ist recht wasserreich, da ihre Quellen ebenfalls am Rennsteig bei Oberhof liegen. Nun folgen die bereits zur Stadt Erfurt gehörenden Orte Möbisburg und Bischleben. Seit der Mündung der Apfelstädt verläuft die Bahnstrecke Erfurt-Bebra im Geratal.
Hinter Bischleben beginnt die eigentliche Stadt Erfurt, zunächst mit dem Stadtteil Hochheim mit seinen Parkanlagen. Das Tal ist hier zu beiden Seiten merklich steiler, rechts erhebt sich der Steigerwald und links die Cyriaksburg. Im Brühl ist die Gera in zwei Arme geteilt: den Bergstrom und den Walkstrom, die sich in der Altstadt zum Breitstrom vereinigen. Diese Nebenarme hatten vorwiegend wirtschaftliche Bedeutung, an ihnen wurden zahlreiche Mühlen betrieben. Militärische Bedeutung hatte der Breitstrom (mitunter auch wieder Wilde Gera genannt), der den inneren Befestigungsring umfloss. Dieser wurde während der Gründerzeit im Rahmen der Entfestigung zugeschüttet. Ihr ehemaliger Verlauf entspricht dem des heutigen Juri-Gagarin-Ringes. Das Wasser wurde danach in den äußeren Mauergraben, dem heutigen Flutgraben, umgeleitet. Ein weiteres Mühlenfließ, die Hirschlache, existiert ebenfalls nicht mehr. Heute erinnert nur noch der Straßenname Hirschlachufer an das Gewässer.
Das Wasser der Gera fließt nun zu einem Drittel durch die Altstadt, den Rest nimmt der Flutgraben auf. Nördlich der Erfurter Altstadt verläuft die Gera durch das Große Rieth nach Gispersleben. Hier ist die Umgebung wieder flach und die Gera bildet kein Tal mehr. Neben der Gera verlaufen hier die B4 westlich und die Eisenbahnstrecke Erfurt - Nordhausen östlich. Nun folgt noch der Erfurter Ortsteil Kühnhausen sowie die Orte Elxleben, Walschleben, Andisleben, Ringleben und die Stadt Gebesee im Landkreis Sömmerda. Die Gera mündet kurz hinter Gebesee rechts in die Unstrut ein.
In Erfurt zweigt die Schmale Gera ab, die östlich des Großen Rieds über Erfurt-Mittelhausen, Riethnordhausen sowie Haßleben fließt und bei Wundersleben ebenfalls in die Unstrut mündet.
Das berühmteste Bauwerk über die Gera ist jedoch die Krämerbrücke in Erfurt, die die einzige komplett mit Häusern bebaute Brücke nördlich der Alpen darstellt.
Im Tal der Gera verläuft der Gera-Radweg.
Bis 1923 hieß der Ort Geraberg nur Gera.
Fluss in Thüringen | Erfurt | Ilm-Kreis | Landkreis Sömmerda
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"Gera (Fluss)".
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