Gera ist eine
kreisfreie Stadt in Mitteldeutschland. Sie ist nach der
Landeshauptstadt Erfurt die zweitgrößte Stadt sowie eines der drei
Oberzentren des
Freistaates
Thüringen. Nahegelegene Großstädte sind
Jena (ca. 35 km westlich),
Chemnitz (ca. 58 km östlich),
Leipzig (ca. 60 km nordöstlich) und die Landeshauptstadt
Erfurt (ca. 74 km westlich).
Geographie
Geographische Lage
Blick vom Rathausturm über Gera.jpg
Gera liegt im Osten des Freistaates Thüringen, nahe den Grenzen zu Sachsen-Anhalt und Sachsen im Tal des Flusses Weiße Elster. An der südlichen Stadtgrenze (bei Wünschendorf) tritt diese aus ihrem engen Tal am östlichen Rand des Thüringer Schiefergebirges heraus und fließt in eine breite Tallandschaft, in der sich die Stadt Gera ausbreitet. Während der Westrand des Tales relativ steil abfällt, steigt der Ostrand allmählich an. Zudem werden die Randgebiete der Stadt im Westen sowie im Südosten des Stadtgebietes durch die Täler zahlreicher kleinerer Nebengewässer der Weißen Elster wie dem Gessenbach eingeschnitten.
Gera liegt auf einer Höhe zwischen 180 m ü. NN (Bett der Weißen Elster) und 354 m (bei Gera-Falka im äußersten Südosten). Als Höhe Geras wird meist 205 m über NN angegeben, die Höhe des Marktplatzes.
Gera hat mit dem Geraer Stadtwald im Westen des Stadtgebietes die größte zusammenhängende Waldfläche aller Thüringer Städte. Ein weiteres großes Waldgebiet - ein Ausläufer des Zeitzer Forstes - befindet sich im äußersten Nordwesten der Stadt.
Geologie
Die hauptsächlich vertretenen Gesteinsarten sind
Kalkstein und
Rotliegendes. Im Norden des Stadtgebietes gibt es geringe Vorkommen von
Braunkohle, die im
19. Jahrhundert abgebaut wurden.
Bei Gera (Weida) liegt die Stelle des südlichsten Vordringens der eiszeitlichen Gletscher (Elster-Eiszeit) in Deutschland.
Nachbargemeinden
Folgende
Gemeinden grenzen an die Stadt Gera. Sie werden im
Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
- im Landkreis Greiz (Thüringen): Pölzig, Hirschfeld, Brahmenau, Schwaara und Korbußen (alle Verwaltungsgemeinschaft Am Brahmetal), Ronneburg, Kauern, Hilbersdorf, Linda bei Weida und Endschütz (alle Verwaltungsgemeinschaft Ländereck), Wünschendorf (Einheitsgemeinde), Zedlitz, Hundhaupten und Saara (alle Verwaltungsgemeinschaft Münchenbernsdorf), Kraftsdorf (Einheitsgemeinde), Hartmannsdorf und Bad Köstritz
- im Saale-Holzland-Kreis (Thüringen): Silbitz (Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal)
- im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt): Breitenbach und Schellbach (Verwaltungsgemeinschaft Droyßiger-Zeitzer Forst) sowie Heuckewalde (Verwaltungsgemeinschaft Droyßiger-Zeitzer Forst)
Stadtgliederung
Hauptartikel: Liste der Stadtteile von Gera
Das Stadtgebiet gliedert sich in 40 Stadtteile, die zu 12 Gemeindeteilen zusammengefasst sind. Einige der Stadtteile sind zugleich Ortschaften oder bilden mit anderen Stadtteilen eine Ortschaft. In Gera gibt es 14 Ortschaften mit einem eigenen Ortschaftsrat und einem Ortsbürgermeister.
Siehe hierzu auch Liste der Eingemeindungen.
Geschichte
Historischer Abriss
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Gera
Der Name Gera bezeichnete ursprünglich diesen Abschnitt des Elstertals und entstand vermutlich schon vor der Völkerwanderungszeit und wurde von den seit dem 8. Jahrhundert ansässigen Slawen übernommen. Im Jahre 995 wurde der Name Gera in einer Grenzbeschreibung erstmals erwähnt. 999 kam die provincia Gera in den Besitz des Stiftes Quedlinburg, dessen Äbtissin 1209 die Vögte von Weida als Verwalter des Gebietes einsetzte. Aus diesen entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte durch zahlreiche Erbteilungen das Fürstenhaus Reuß.
Nachdem im Zentrum des Gebietes Gera im 12. Jahrhundert eine Siedlung gleichen Namens entstanden war, erlangte diese im frühen 13. Jahrhundert (vor 1237) das Stadtrecht. Anfangs entwickelte sich die Stadt nur langsam. 1450 wurde sie im Sächsischen Bruderkrieg fast völlig zerstört.
Seit 1564 war Gera Residenzstadt der Linie der jüngeren Reuß. Diese Zeit bedeutete eine Blüte für Gera, in dem die Textilindustrie seit dem 15. Jahrhundert an Bedeutung gewonnen hatte. Unter dem Landesherrn Heinrich Posthumus Reuß nahm die Bedeutung der Stadt weiter zu. 1686 und 1780 wurde die Stadt durch Brände weitestgehend zerstört.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Gera zu einem Industriezentrum. Im Jahr 1882 gründete Oscar Tietz mit dem Geld seines reichen Onkels Hermann den Laden, aus dem sich im Laufe der Jahre eine der erfolgreichsten Kaufhausketten entwickeln sollte - Hertie. Zehn Jahre später, 1892, nahm die Geraer Straßenbahn ihren Betrieb auf.
Nach der Abdankung des letzten Fürsten in der Novemberrevolution kam Gera 1920 zum Land Thüringen und bildete dessen größte Stadt.
Während des Zweiten Weltkriegs zerstörte am 6. April 1945 ein schwerer Luftangriff große Teile der Stadt. Nach Kriegsende wurde es wie das übrige Thüringen zunächst US-amerikanisch, dann aber sowjetisch besetzt und war daher ab 1949 Bestandteil der DDR. 1952 wurde es Bezirksstadt.
In der DDR-Zeit wurde es durch den Uranerzbergbau in Ronneburg zur Großstadt und erreichte 1989 fast 140.000 Einwohner. Nach der Wende sank die Einwohnerzahl rapide und beträgt jetzt nur noch knapp über 100.000.
2005 erreichte die Stadt Gold beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf.
Religion
Die Bevölkerung der Stadt Gera gehörte anfangs zum
Bistum Naumburg. Das Stift Quedlinburg erließ wohl schon vor
1200 eine Kirchenordnung für die Stadt. Gera war Sitz eines Dekanats innerhalb des Archidiakonats Zeitz.
1533 wurde die
Reformation eingeführt. Danach war die Stadt über viele Jahrhunderte eine fast ausschließlich protestantische Stadt. Vorherrschend war das
lutherische Bekenntnis. Die Kirche teilte die Geschicke der Landesherren von
Reuß. Die kleine "Evangelisch-Lutherische Kirche des Fürstentums Reuß jüngere Linie", deren Sitz sich in Gera befand, schloss sich
1920 mit sechs anderen Landeskirchen Thüringens zur "Thüringer Evangelischen Kirche" zusammen, aus der sich später die
Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen entwickelte. Innerhalb dieser Landeskirche ist Gera Sitz einer
Superintendentur, der zum Aufsichtsbezirk Ost gehört, dessen Kreiskirchenamt sich ebenfalls in Gera befindet. Die heute bestehenden 13
evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden beziehungsweise Pfarrämter gehören somit alle zur
Superintendentur Gera.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. 1894 gründeten sie wieder eine eigene Kirchengemeinde und erbauten die Kirche St. Elisabeth, zu der auch die Katholiken benachbarter Städte und Gemeinden gehörten. Bereits 1903 wurde in der Nicolaistrasse 4 in Gera die dortige Fabrikhalle zur Kirche umgebaut und geweiht. Die Kirche erhielt als Schutzpatronin die Heilige Elisabeth von Thüringen.
100 Jahre nach der Einweihung der "St. Elisabeth"-Kirche war die Bausubstanz der einstigen Fabrikhalle nicht mehr sanierfähig. So entschloss die Gemeinde ein naheliegendes Grundstück mit einem sanierungsfähigen Gründerzeit-Gemeindehaus und dem Bauplatz für einen Kirchenneubau zu erwerben. Das Gemeindehaus wurde nach komplexen Umbauten im November 2000 eingeweiht. Heute gehören zur Pfarrei St. Elisabeth neben der Hauptkirche auch die Kapellen St. Jakobus in Gera-Langenberg und Maria Geburt in Ronneburg. Ferner gibt es in Gera noch die Pfarrei Hl. Maximilian Kolbe. Die Stadt ist heute Sitz eines Dekanats innerhalb des Bistums Dresden-Meißen.
Ein jüdisches Gemeindeleben hat nach 1938 in Gera praktisch aufgehört zu existieren.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch noch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Evangelisch-Methodistische Gemeinde (Methodisten), die Freie Evangelische Gemeinde, die Adventgemeinde (Adventisten), die Evangelische Christengemeinde (Pfingstgemeinde), die Benjamin-Gemeinde und die Christliche Gemeinde. Ferner sind eine Neuapostolische Gemeinde, eine Gemeinde der Apostolischen Gemeinschaft und die Zeugen Jehovas in Gera vertreten.
Eingemeindungen
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Gera
Einwohnerentwicklung
Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Gera
Die Einwohnerzahl der Stadt Gera überschritt um 1959 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Ende der 1980er Jahre erreichte sie mit etwa 130.000 ihren höchsten Wert. In dieser Zeit wurden die Neubaugebiete Bieblach-Ost und Lusan errichtet. Seit Anfang der 1990er Jahre fällt sie rapide ab.
Politik
Historische Entwicklung
Gera Rathaus.jpg
An der Spitze der Stadt Gera stand im
13. Jahrhundert ein
cultetus des
Stifts Quedlinburg, zu dem die Stadt seinerzeit gehörte.
1306 wurde das Schulzenamt den Vögten und Herren von Gera übertragen. Seit 1360 ist ein
Rat nachweisbar. Im
15. Jahrhundert gab es mehrere Räte, zu denen jeweils ein Bürgermeister gehörte. Der
regierende Rat besorgte die laufende Verwaltung, der
sitzende Rat war für die Gerichtsbarkeit zuständig und der
ruhende beziehungsweise
alte Rat wurde zu wichtigen Angelegenheiten hinzugezogen. Ab
1618 gab es noch zwei Kollegien, später wieder drei und gegen Ende des
18. Jahrhunderts gab es zwei Bürgermeister, von denen der juristische Bürgermeister vom Landesherrn eingesetzt wurde.
1832 erhielt Gera eine neue Stadtverfassung. An der Spitze stand danach ein
Oberbürgermeister, der ab
1933 von der
NSDAP eingesetzt wurde. Nach dem
Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den
Rat der Stadt mit einem Oberbürgermeister. Freie
Wahlen gab es während der
DDR-Zeit nicht.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als
Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums ist der "Stadtratsvorsitzende". Das Gremium wählte anfangs auch den Oberbürgermeister.
Seit
1994 wird der Oberbürgermeister direkt vom Volk gewählt. Erster direkt gewählter Oberbürgermeister wurde der parteilose Ralf Rauch.
Bürgermeister (Stellvertreter des Oberbürgermeisters) ist Norbert Hein (CDU). Einige Stadtteile haben außerdem einen
Ortsbürgermeister, der auch Vorsitzender des Ortschaftsrats ist.
Stadtrat
Stadtrat_gera_2004.png
Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Geraer Stadtrat wie folgt zusammen:
- PDS: 18 Sitze (36,7 %)
- CDU: 14 Sitze (28,7 %)
- Arbeit für Gera: 8 Sitze (15,8 %)
- SPD: 6 Sitze (11,1 %)
Vorsitzende des Stadtrats ist heute Petra Metzner, PDS. Die Grünen und die FDP verpassten mit je 3,9 % den Einzug in den Stadtrat.
Liste der Oberbürgermeister siehe bei Stadtgeschichte von Gera.
Wahlergebnisse
Bundestagswahl 2005
Wahlkreis 195 (Gera - Jena- Saale-Holzland-Kreis):
Erststimme
Zweitstimme
- SPD: 30,9 %
- CDU: 21,5 %
- Linke.PDS: 27,7 %
- FDP: 8,2 %
- Bündnis 90/Die Grünen: 6,6 %
- NPD: 3,2 %
- GRAUE: 1,1 %
- Die Republikaner: 0,6 %
- MLPD: 0,3 %
Direkt gewähltes Mitglied des Bundestages aus dem Wahlkreis Gera/Jena/Saale-Holzland-Kreis ist Volker Blumentritt (SPD). Bernward Müller (CDU) und Bodo Ramelow (Linkspartei) konnte über die Landeslisten ihrer Parteien ebenfalls in den Bundestag einziehen.
Landtagswahl 2004
Bei der Thüringer Landtagswahl am 13. Juni 2004 war Gera in zwei Wahlkreise eingeteilt. In beiden siegten die Direktkandidaten der PDS. In Gera II konnte sich dabei Dieter Hausold mit 41,0 % sogar gegen die amtierende Finanzministerin Birgit Diezel (35,8 %) durchsetzen. In Gera I gewann Margit Jung (38,5 %) gegen Bernd Koob (36,6 %), der damit der einzige CDU-Kandidat war, der nicht über einen Listenplatz in den Landtag einziehen konnte.
Wappen
Das Wappen der Stadt Gera zeigt in schräggestelltem, dreikantigem Schild in Schwarz, ein aufrechtstehender, nach rechts gewandter, goldener, doppelschwänziger, ungekrönter Löwe. Auf der linken Schildecke ein goldener Turnierhelm mit zweiseitigen goldenen und auf der Rückseite schwarzen Blätterverzierungen; über dem Helm links vier Pfauenfedern mit doppelten Pfauenaugen und rechts drei einfache Blätter von gleicher Größe. Die Flagge ist schwarz-gold längs gestreift.
Der Plauener Löwe als Wappentier wurde von den einstigen Territorialherren, den Vögten von Weida übernommen. Er ist bereits seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar. Das heutige Wappen wurde zuletzt 1995 in der Hauptsatzung der Stadt Gera festgelegt.
Städtepartnerschaften
Gera unterhält eine
Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
|
| - Flag of France.svg Saint-Denis (Frankreich), seit 1950
- Flag of Bulgaria.svg Sliwen (Bulgarien), seit 1965
- Flag of the Czech Republic.svg Plzeň (Tschechien), seit 1970
- Flag of Finland.svg Kuopio (Finnland), seit 1972
- Flag of Romania.svg Timişoara (Rumänien), seit 1984
- Flag of the Netherlands.svg Arnheim (Niederlande), seit 1987
- Flag of Russia.svg Rostow am Don (Russische Föderation), seit 1991
- Flag of the United States.svg Fort Wayne, Bundesstaat Indiana (USA), seit 1992
- Flag of Poland.svg Skierniewice (Polen), seit 1993
- Flag of Russia.svg Pskow (Russische Föderation), seit 1996
- Flag of Bavaria (striped).svg Nürnberg (Bayern), seit 1997
- Flag of Bosnia and Herzegovina.svg Goražde (Bosnien und Herzegowina), seit 2002
Wirtschaft und Infrastruktur
Gera Arcaden.jpg
Die wichtigsten Wirtschaftszweige vor
1990 haben in Gera heute nur noch eine geringe oder gar keine Bedeutung mehr: Werkzeugmaschinenbau (VEB Wema Union), Textilindustrie (VEB Modedruck), Elektronik und Gerätebau (VEB Elektronik Gera) existieren nicht mehr. Außerdem gab es in Gera Außenstellen von
Carl Zeiss Jena sowie eine Brauerei.
Bekannte Firmen sind heute Gera-Gewürze (Gewürzherstellung), Gerana (Kosmetikartikel) sowie Othüna (Margarineherstellung), außerdem das Kompressorenwerk Kaeser, SMK-Präzisionsmechanik und eine Niederlassung von Max Bögl. Seit Ende der 1990er entstanden im Zentrum von Gera drei große Einkaufszentren (1998 Gera-Arcaden, 2000 Amthor-Passage, 2003 Elster-Forum). Die Arbeitslosenquote betrug 2002 19,2%, das entspricht 10.400 Arbeitslosen.
Verkehr
Durch das nördliche Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die
Bundesautobahn A 4 Erfurt-
Dresden mit den Anschlussstellen Gera und Gera-Leumnitz. Die dazwischen liegende Anschlussstelle Gera-Bieblach ist im Bau. Ferner führen die
Bundesstraßen
B 2,
B 7 und
B 92 durch Gera. Vor der Kommunalwahl
2004 wurde der Bau einer östlichen Umfahrung der Stadt beschlossen, die im Norden der Stadt beim Stadtteil Cretzschwitz von der B2 abzweigen soll, dann die A4 bei einer neuen Anschlussstelle Gera-Bieblach queren und schließlich beim Stadtteil Leumnitz in die Südosttangente münden soll. Weitere Straßenneubauten werden in Zusammenhang mit der Bundesgartenschau 2007 im Stadtzentrum vorgenommen. Die Länge des Straßennetzes in Gera beträgt 507 km. Derzeit sind ca. 56.000 Kraftfahrzeuge in Gera zugelassen.
Folgende Eisenbahnlinien des Landes Thüringen verkehren auch in Gera:
Stand 2006.
Gera hat traurige Berühmtheit erlangt, als nach
Lübeck größte deutsche Stadt ohne elektrifizierten Bahnanschluss sowie als erste deutsche Großstadt, die vollständig vom Fernbahnnetz der
Deutschen Bahn AG abgeschnitten wurde. Nach Stilllegung seines
Rangierbahnhofes ist Gera kein
Eisenbahnknoten mehr.
2002 nahm jedoch der
InterConnex von Gera über
Berlin nach
Rostock den Betrieb auf.
Regionalexpress-Linien führen bis
München und
Göttingen, außerdem zu den nahegelegenen
ICE-Haltepunkten
Leipzig,
Weimar,
Jena und
Saalfeld. Die Regionalexpress-Linie aus Göttingen führt nach Osten bis
Gößnitz. Dort werden die zwei eingesetzten
Triebwagen der
Baureihe 612 getrennt und fahren anschließend weiter nach
Zwickau und
Chemnitz. Die Reisezeiten nach Erfurt (1
Stunde 11
Minuten) oder Chemnitz (1 Stunde 33 Minuten) bilden allerdings keine ernsthafte Alternative zur parallel verlaufenden A4.
Immer wieder wird der komplette zweigleisige und elektrifizierte Ausbau der
Mitte-Deutschland-Verbindung diskutiert. Gelegentlich wird auch statt der kostspieligen ICE-Strecke Erfurt–Nürnberg eine kürzere Verbindung über Gera angedacht, deren Realisierung jedoch sehr unwahrscheinlich ist.
In Gera befinden sich sieben Bahnhöfe, die jedoch bis auf den Hauptbahnhof und den Südbahnhof nur von
Regionalbahnen angefahren werden. Zur Zeit werden allerdings die beiden größten Bähnhöfe Hauptbahnhof und Süd umfangreich erneuert, so dass sie rechtzeitig zur Bundesgartenschau 2007 im neuen Glanz erstrahlen können. Ab 2009 erreicht auch endlich der Fahrdraht die thüringische Großstadt, so dass auch bald wieder hochwertige Fernzüge nach Gera fahren können.
Im Osten der Stadt befindet sich der Flugplatz Gera-Leumnitz, der jedoch nur zum Sportfliegen genutzt wird. Die Flughäfen Leipzig/Halle, Erfurt und Hof/Plauen sind alle ungefähr gleich weit entfernt, der nächstgelegene Flughafen ist jedoch Altenburg-Nobitz, der von Ryanair und Air Berlin angeflogen wird.
Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen zwei Straßenbahnlinien (eine dritte ist in Bau und wird voraussichtlich Mitte Oktober 2006 festlich eingeweiht werden) sowie 14 Buslinien der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB). Die Linien des GVB fahren ausschließlich Ziele innerhalb des Stadtgebietes an, mit Ausnahme der Linie 18 (Gemeinde Kauern) und der Linie 20 (Gemeinde Kraftsdorf). Die gegenwärtige Länge des Straßenbahnnetzes beträgt 14,5 km. Die Gesellschaft befördert täglich ca. 60.500 Personen. Besonders interessant und liebenswert ist die sogenannte "Spatzenbahn" für Kinder und die "Partybahn", die regelmäßig nach einem festen Fahrplan verkehren.
Daneben wird Gera auch von den Regionalbuslinien der Firma RVG und einiger weiterer Gesellschaften angefahren. Während die zentrale Umsteigestelle des Stadtverkehrs die Haltestelle Heinrichstraße ist, fahren die Regionalbusse vom Busbahnhof neben dem Hauptbahnhof ab.
Staatliche Einrichtungen
In Gera befindet sich seit Januar
1999 eine der vier Dienststellen der
Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), neben
Berlin,
Stralsund und
Brandenburg an der Havel mit derzeit ca. 750 Beschäftigten. Ferner gibt es ein Kreiswehrersatzamt.
An Körperschaften des öffentlichen Rechts gibt es die "Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera" sowie die "Handwerkskammer für Ostthüringen".
Gera hat eine lange Tradition als Garnisonsstadt. 1905 bildeten die Verbände der beiden Reuß zusammen mit den Truppen des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt das 7. thüringische Infanterieregiment Nr. 96. 1961 wurde in Gera das Pionierregiment 3 der NVA stationiert. 1991 wurde das Pionierbataillon 701 der Bundeswehr aufgestellt, das in der Pionierkaserne Gera-Hain stationiert ist.
Eine besondere Einrichtung ist die Jugendstation Gera. In einem eigenen Gebäude arbeiten Polizei, Jugendgerichtshilfe und Staatsanwaltschaft unter einem Dach zusammen. Ziel dieser behördenübergreifenden Zusammenarbeit ist eine angemessene Reaktion auf die Straftaten junger Menschen. Diese Reaktion kann in der Jugendstation Gera zeitnah, erzieherisch und präventiv erfolgen und ist Teil der Kriminalprävention.
Medien
In Gera erscheint als Tageszeitung die
Ostthüringer Zeitung (OTZ). Ferner befindet sich in Gera eine Geschäftsstelle der
Thüringischen Landeszeitung (TLZ), die in
Weimar erscheint. Da beide Unternehmen zur Essener WAZ-Gruppe gehören und sich keine weiteren regionalen Tages- wie auch Boulevardzeitungen am Markt gehalten haben, fehlt der zweitgrößten Stadt Thüringens somit eine klassische Presselandschaft .
Der MDR unterhält ein Rundfunkstudio in Gera. Von 1992 bis 1994 befand sich das Landesfunkhaus Thüringen des MDR-Fernsehens in der Hermann-Drechsler-Straße in Gera-Untermhaus (heutige Kammerspiele).
Als lokaler Fernsehsender besteht der staatlich finanzierte Offene Kanal Gera.
Der regionale Fernsehsender plus.TV Ostthüringen hat seinen Sitz in Gera.
Seit rund 10 Jahren erscheint in Gera die Wochenzeitung "Neues Gera" als einzige konzernunabhängige Zeitung, herausgegeben vom Verlag Dr. Frank GmbH. Sie hat trotz hohen Anzeigenanteils eine großen redaktionellen Teil, ausschließlich aus Gera.
Bildung
In Gera existieren 40
allgemeinbildende bzw. berufsbildende Schulen. Neben einer
Volkshochschule existiert in Gera außerdem eine
Berufsakademie und das Staatliche
Studienseminar für Lehrerausbildung.
Am "Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608 Gera" werden in den Spezialklassen für Musik begabte Jugendliche aus ganz Thüringen ausgebildet. Ab der 9. Klasse erhalten die Musikspezialschüler statt der 3. Fremdsprache Unterricht in Musikgeschichte, Gehörbildung und Musiktheorie sowie eine umfassende Gesangs-, Instrumental- und Chorausbildung. Der Konzertchor des Goethegymnasiums/Rutheneum Gera unter der Leitung von Christian Frank repräsentiert Gera, Thüringen und Deutschland regelmäßig auf nationalen und internationalen Bühnen und Wettbewerben.
Die Stadt- und Regionalbibliothek mit einer Haupt- und fünf Zweigstellen im Stadtgebiet bietet ein umfangreiches Angebot an Literatur.
Freizeit und Sporteinrichtungen
Gera_Hofwiesenbad.jpg
Die großen Sportanlagen Geras konzentrieren sich hauptsächlich auf die früheren "Hofwiesen" an der Weißen Elster zwischen dem Stadtzentrum und den Stadtteilen Heinrichsgrün und Untermhaus. Hier befinden sich das Stadion der Freundschaft, das Hofwiesenbad(Hallen-Freizeit-Bad), das Sommerbad (Freibad - derzeit wegen Sanierungsbedürftigkeit geschlossen), eine Rollhockey-Arena sowie die im Jahr 2005 komplett sanierten Tennisplätze des TC 90 Gera. Im Jahre 2004 wurde eine neue Vierfelder-Sporthalle fertiggestellt, die die alte "Erwin-Panndorf-Halle" ersetzt. Der Name wurde beibehalten.
Der Hofwiesenpark soll 2007 ein Kerngebiet der Bundesgartenschau werden. Die Sportstätten sollen dabei harmonisch in das Parkareal eingegliedert werden. Welche Sportanlagen während der Buga genutzt werden können, steht aber noch nicht im Einzelnen fest.
Weitere kleinere Sportanlagen sind über die ganze Stadt verteilt. Nennenswert sind das traditionsreiche Stadion am Steg, das Zwötzener Karl-Harnisch-Stadion, die Rollschnelllaufbahn im Gelände des früheren Heizkraftwerkes sowie die Radrennbahn im Stadtteil Debschwitz.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Gera Salvatorkirche.jpg
Im Jahre 2007 findet in Gera und Ronneburg die nächste Bundesgartenschau statt. Am 27. April 2007 öffnen sich hier die Tore zur ersten Bundesgartenschau, die an zwei Standorten stattfindet. 171 Tage lang, bis zum 14. Oktober 2007, können die Besucher in den einzelnen BUGA – Bereichen neu Gestaltetes und neu Geschaffenes entdecken und sich nicht zuletzt an der überwältigenden Blumen- und Pflanzenpracht erfreuen.
Passend zur BUGA wurde Gera im Jahre 2005 in dem Wettbewerb Unsere Stadt blüht auf mit Gold ausgezeichnet.
Zu den Sehenswürdigkeiten siehe auch Hauptartikel Sehenswürdigkeiten in Gera
- Rathaus (erbaut 1576, Renaissance), das Wahrzeichen der Stadt
- Marktplatz mit Simson-Brunnen
- Schloss Osterstein (größtenteils zerstört 1945)
- Stadtapotheke (mit außergewöhnlichem, reich verziertem Erker)
- Theater mit im Bau integriertem separaten Konzertsaal (erbaut 1902)
- die von Henry van de Velde erbaute Schulenburgsche Villa
- Kirchen St. Johannis (Neogotik), St. Salvator (Barockbau mit kompletter Jugendstileinrichtung), St. Marien (Spätgotik), St. Trinitatis (Spätgotik)
- Geraer Höhler (frühere Bierkeller)
- Tierpark (seit 1973)
Gera besitzt folgende Unterhaltungseinrichtungen (Kino und Theater):
- Die Bühnen der Stadt Gera - fusionierten 1996 mit dem Theater Altenburg. In Gera werden 3 Häuser bespielt (Großes Haus, Kammerspiele, Kleines Theater im Zentrum)
- Die beiden nach der Wiedervereinigung noch verbliebenen Kinos schlossen Ende 1997, als die moderne UCI-Kinowelt eröffnet wurde. Im Metropol-Kino finden gelegentlich noch Filmnächte statt.
- Bekannt auch über die Stadtgrenzen ist das Kabarett "Fettnäppchen" direkt unter dem Rathaus.
- Kultur- und Kongresszentrum - Das 1981 eröffnete Kultur- und Kongresszentrum wird für die seltenen größeren Veranstaltungen genutzt.
Folgende Museen besitzt Gera:
Gera Orangerie.jpg
- Stadtmuseum
- Kunstsammlung (Orangerie)
- Schreibersches Haus (Naturkundemuseum, ältestes Gebäude der Altstadt)
- Ferbersches Haus (Museum für angewandte Kunst)
- Otto-Dix-Haus
- Kunstverein Gera e.V.
Die Stadt vergibt zweijährlich den Aenne-Biermann-Preis.
Regelmäßige Veranstaltungen
Im Lauf des Jahres finden in Gera verschiedene Kunst- und Kulturfestivals statt, u.a.
- Goldener Spatz (seit 2003 gemeinsam mit Erfurt)
- GERAmedia (Symposium und Events am Medienstandort Thüringen)
- Flammende Sterne (internationales Feuerwerksfestival)
- Geraer Ballett-Tage (seit 1979)
- Maifest
- Tierparkfest
- "Sommernachtstraum" (Stadtparkfest)
- "Alles Theater" (Theatertage)
- Höhlerfest
- Köstritzer Schwarzbiernacht
- Dahlienfest
- Lusanfest (alle 4 Jahre)
- Geraer Märchenmarkt (Weihnachtsmarkt)
- 2007 wird Gera mit Ronneburg Austragungsort der Bundesgartenschau sein.
Sport
Im
Fußball sind die bedeutendsten Vereine der
1. SV Gera und der 1. FC Gera 03 (früher TSV 1880 Gera-Zwötzen und SV 1861 Liebschwitz), der in der
Thüringenliga spielt. Der Frauenmannschaft des 1. FC Gera 03 gelang 2005 die Rückkehr in die Regionalliga des NOFV.
Nach der Wiedervereinigung versank der Geraer Fußball weitestgehend in der Bedeutungslosigkeit. Im Jahr 2003 gelang dem TSV 1880 Gera-Zwötzen nach mehreren vergeblichen Anläufen der Aufstieg in die Landesliga. Die Fußballabteilung wurde daraufhin ausgegliedert und bildet seitdem mit dem früheren SV 1861 Liebschwitz den 1. FC Gera 03. Der neue Verein übernahm die Nachwuchsmitglieder sowie die Sportstätten des 1. SV und strebt seit seiner Gründung den Aufstieg in die Oberliga an.
Außerdem ist Gera ein Zentrum des Reitsports (Reitsportanlage Gera-Milbitz). Früher spielte Gera auch im Boxen und im Radsport eine Rolle. Der Radsport ist heute immer noch eine der bedeutendsten Sportarten Geras. Zwischen 1967 und 2001 war die Stadt 14-mal Etappenort der Internationalen Friedensfahrt. In der Umgebung Geras findet außerdem jährlich eines der bedeutendsten Straßenradrennen für Frauen statt, die Internationale Thüringen-Rundfahrt.
Große Erfolge kann Gera in Sportarten, wie dem Radsport, dem Speedskating, dem Rollhockey oder dem Fallschirmspringen vorweisen. 2006 wird die Weltmeisterschaft im Fallschirmspringen in Gera stattfinden. Besonders durch zahlreiche Weltmeisterschaftsteilnahmen und dem Erfolg der Juniorenmannschaften (LV Team HFB Gera) ist der Radsport bekannt.
Dem Sportfan ist die Stadt allerdings weniger durch besondere sportliche Erfolge ein Begriff als vielmehr durch die Sportwetten Gera GmbH, die durch Bandenwerbung bei zahlreichen sportlichen Großereignissen auf sich aufmerksam macht und einer der größten Wettanbieter in Deutschland ist. Die Lizenz zum Anbieten von Sportwetten, die das Unternehmen zusammen mit weiteren Anbietern im Mai 1990 noch nach DDR-Recht erhielt, bot schon häufiger Anlass zu Kontroversen über ihre Gültigkeit. In einem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Juni 2006 bekräftigte das Gericht einerseits die Gültigkeit der Lizenz für die neuen Bundesländer, erklärte aber Aktivitäten dieser Firmen in den alten Bundesländern für illegal, weil diese dort gegen das staatliche Wettmonopol verstoßen.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger seit 1945
Die Stadt Gera hat von 1945 bis heute folgenden Personen das
Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1956: Curt Böhme, Oberbürgermeister
- 1966: Otto Dix, Maler
- 1969: Michail Andrejewitsch Sheltowski, ehemaliger Kommandant der sowjetischen Garnison Gera
- 1974: Alexej Mironowitsch Rybakow, 1. Sekretär der KPdSU des Gebiets Pskow
- 1995: Olaf Ludwig, Radsportler
- 1998: Werner Simsohn, Autor (Juden in Gera, 3 Bände)
- 1999: Bernhard Sahler, Dekan i.R.
- 2004: Karl Weschke, Maler
- 2005: Heike Drechsler, Leichtathletin
Söhne und Töchter der Stadt
Die nachfolgenden Personen wurden in Gera geboren (Auflistung chronologisch nach Geburtsjahr). Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Gera hatten oder nicht ist dabei unerheblich.
- Johann Heinrich von Berger, Jurist (* 1657 † 1732 in Wien),
- Johann Heinrich Gottfried Koch, Schauspieler und Theaterleiter, (*1705 † 1775 in Berlin)
- Ernst August Geitner, Chemiker, Botaniker und Erfinder (*1783 † ??)
- Heinrich Gustav Beck, Ministerpräsident von Sachsen 1914-1918 (*11. April 1857 † 3. Januar 1933 in Dresden)
- Otto Dix, Maler und Grafiker (*2. Dezember 1891 in Untermhaus, † 25. Juli 1969 in Singen am Hohentwiel), Hauptvertreter der Kunstrichtung Neue Sachlichkeit; Werke u.a. "Triptychon Der Krieg", Prof. an den Kunstakademien Dresden und Karlsruhe
- Rudolf Paul, Politiker (*1893 † 1978), 1945-1947 Landespräsident von Thüringen
- Karl Weschke, Maler, (*7. Juni 1925 † 2005)
- Georg Buschner, Trainer der Fußballnationalmannschaft der DDR, (*26. Dezember 1925)
- Helga Königsdorf, Mathematikerin und Schriftstellerin, (* 13. Juli 1938)
- Rainer Ortleb, Politiker, (*5. Juni 1944), 1990-1991 Bundesminister für besondere Aufgaben und 1991-1994 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft
- Michael Krapp, Politiker, (*22. November 1944), 1999-2004 Kultusminister in Thüringen
- Thilo Sarrazin, Politiker, (*1945)
- Sylvia Morawetz, Übersetzerin, u.a. von Sylvia Plath (*1953)
- Wolfgang Tiefensee, Politiker, (*4. Januar 1955), Bundesminister für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung und bis 2005 Oberbürgermeister von Leipzig
- Ulrich Junghanns, Politiker, (*25. Mai 1956), Wirtschaftsminister von Brandenburg
- Marlies Göhr, Leichtathletin, (*21. März 1958), Olympiasiegerin 1976 und 1980 mit 4x100m-Staffel, Weltrekordlerin über 100 Meter
- Rolf Schwanitz, Politiker, (*2. April 1959), seit 1998 Staatsminister im Bundeskanzleramt
- Olaf Ludwig, Radrennfahrer, (*13. April 1960 im Ortsteil Thieschitz), Olympiasieger 1988
- Hubert Schirneck, Schriftsteller (*1962)
- Andreas Dresen, Filmregisseur, (*1963)
- Lutz Seiler, Schriftsteller, Leiter des Peter-Huchel-Hauses in Wilhelmshorst bei Potsdam (*1963)
- Heike Drechsler, Leichtathletin, (* 16. Dezember 1964), Olympiasiegerin 1992 und 2000
- Jens Heppner, Radrennfahrer (* 23. Dezember 1964)
- Christian Frank, Dirigent, Komponist und Pianist (*1968)
- Hans Holdsch, Schauspieler und Autor
weitere Persönlichkeiten
- Georg Walter Vincent von Wiese, *2. April 1769 in Rostock, † 22. November 1824, Vizekanzler und Geheimrat des Gesamtfürstenhauses Reuß zu Gera
- Johann Ernst Daniel Bornschein, (* 20. Juli 1774 in Prettin, † 1. April 1838 in Gera) Dramatiker u. Romanautor
- Hans Otto, Schauspieler, *1900 in Berlin, † 1933 in Berlin, spielte 1924-26 am Stadttheater Gera
- Horst Salomon, Schriftsteller, *6. Mai 1929 in Pillkallen, † 20. Juni 1972 in Gera
- Konstanze Lauterbach, Regisseurin (*1951 in Ronneburg)
- Michael Schindhelm, Theaterintendant in Gera von 1992 bis 1994
- Gisela Trouve Schauspielerin
Literatur
- Gera - Geschichte der Stadt in Wort und Bild, Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1987, ISBN 3326002254
- Klaus Brodale/ Heidrun Friedemann: Das war das 20. Jahrhundert in Gera, Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2002, ISBN 3831312737
- Otto Dix: Warum ich nicht wieder zurückkommen werde. München 1962
- "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" Band II Mitteldeutschland - Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterstützung des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1941 alle Bände dieser Auflage sind vergriffen
Weblinks
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