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Geotope sind erdgeschichtliche Gebilde der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und der Entstehung des Lebens vermitteln. Geotope sind von Natur aus außerordentlich vielgestaltig. Zu den Geotopen zählt man beispielsweise markante, auffällige Felsformationen, Aufschlüsse von Gesteinen und Bodenformationen, wichtige Fundstellen von Mineralien und Fossilien sowie natürliche Landschaftselemente (Höhlen, Dolinen). Die Dimensionen von Geotopen schwanken zwischen kleinen an Böschungen freigelegten Gesteinsoberflächen und großflächigen Steinbrüchen, die auf den ersten Blick als schwerer Landschaftseingriff gewertet werden können.
Schutzwürdig sind diejenigen Geotope, die sich durch ihre besondere erdgeschichtliche Bedeutung, Seltenheit, Eigenart oder Schönheit auszeichnen. Für Wissenschaft, Forschung und Lehre sowie für Natur- und Heimatkunde sind sie Dokumente von besonderem Wert - sogenannte Fenster der Erdgeschichte . Der Geotopschutz ist ein Fachbereich des Naturschutzes, der sich mit der Erhaltung und Pflege schutzwürdiger Geotope befasst. Häufig werden Geotope als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen. Sie stehen damit unter gesetzlichem Schutz und unterliegen Bestimmungen, die auch für den Schutz von Naturschutzgebieten gelten.
Ansprechpartner für die Geotope in Baden-Württemberg ist das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg in Freiburg *.
LAGALLY, U.et. al. (1997): Bericht über die Ergebnisse der "Ad hoc Arbeitsgruppe Geotopschutz“des Bund / Länder-Ausschusses Bodenforschung: "Arbeitsanleitung Geotopschutz in Deutschland“. - Schriftenreihe Deutsch. Geol. Ges, 5, 43-48, Stuttgart
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