Georges Eugène Sorel (* 2. November 1847 in Cherbourg; † 27. August 1922 in Boulogne sur Seine) war ein französischer Vordenker des Syndikalismus und Sozialphilosoph.
Sorel betrachtete sich selber als Marxist, kritisierte aber die linken Politiker als verweichlichte Betrüger, deren Ziel es lediglich sei, "abends in einem grossen Bett zu schlafen".
Er entwickelte die Theorie vom "Mythos" des Generalstreiks und bezog sich dabei auf den revolutionären Syndikalismus. Es ist aber irreführend, letzteren auf die Positionen Sorels zu reduzieren. Wie aus Sorels Werk "Über die Gewalt" hervorgeht, betrachtete er die Gesellschaftstheorie von Karl Marx als grundsätzlich richtig. Da sich aber die Bourgeoisie in Verträgen teilweise mit dem Proletariat geeinigt habe, könne es nicht zur marxistischen Revolution kommen. Daher sei ein Generalstreik nötig, damit das Vertrauen der Bourgeoisie in die Vertragstreue des Proletariats erschüttert werde und die Bourgeoisie ihrerseits die Verträge nicht mehr halte. Damit würde die Grundlage der marxistischen Revolution wieder hergestellt.
Die Theorien von Sorel haben insbesondere den Futurismus beeinflusst und teilweise auch Eingang in das Denken von Benito Mussolini gefunden.
Philosoph (19. Jh.) | Philosoph (20. Jh.) | Franzose | Mann | Geboren 1847 | Gestorben 1922
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