George Catlett Marshall, general of the US army.jpg George Catlett Marshall, Jr. (* 31. Dezember 1880 in Uniontown, Pennsylvania; † 16. Oktober 1959 in Vancouver (Washington)) war ein US-amerikanischer General of the Army und Staatsmann. Er wurde durch den Marshallplan bekannt.
1919 wurde er Adjutant von General of the Armies of the United States Pershing. Zwischen 1920 und 1924 arbeitete er in verschiedenen Positionen in der US Army und konzentrierte sich dabei auf Ausbildung und Lehre in moderner mechanisierter Kriegführung. Von 1924 bis 1927 war er in Tientsin (China) stationiert und lehrte anschließend an der Infantry School in Fort Benning, Georgia. 1927 stirbt seine Frau unerwartet nach 25 Ehejahren. Elizabeth und er hatten sich immer Kinder gewünscht, sie haben jedoch nie welche bekommen. 1930 heiratet er in zweiter Ehe Katherine Boyce Tupper Brown, die aus erster Ehe bereits drei Kinder hat und ihm damit seinen sehnlichen Wunsch nach einer Familie erfüllt. 1936 beförderte man ihn zum Brigadier General.
Marshall-GCt.jpg Präsident Franklin D. Roosevelt machte ihn 1939 zum Chief of Staff of the Army, eine Position, die er bis 1945 innehatte. Marshall reorganisierte die US Army und machte sie bereit für den Krieg. Er schrieb ein Dokument, das die zentrale Strategie für alle alliierten Operationen in Europa werden sollte. Er machte Dwight D. Eisenhower zum Oberbefehlshaber in Europa und plante die Operation Roundup, die die Vorstufe zur späteren Operation Overlord, der Invasion in der Normandie war. Während des Zweiten Weltkrieges koordinierte Marshall alle alliierten Operationen in Europa und im Pazifik. Winston Churchill nannte ihn den „Organisator des alliierten Sieges“, im Time Magazine wurde er „Mann des Jahres“ 1944. Im gleichen Jahr am 16. Dezember wurde er zum General of the Army ernannt. Nach Kriegsende wurde er nach China entsandt, um einen Waffenstillstand zwischen den dortigen Bürgerkriegsparteien (Nationalisten und Kommunisten) auszuhandeln. Diese Mission blieb ohne Erfolg und Marshall wurde 1947 in die USA zurückgerufen.
Marshall war 1945 in den Ruhestand getreten, 1947 wurde er US-amerikanischer Außenminister unter Präsident Truman. Am 5. Juni 1947 umriss er in einer Rede das „European Recovery Program“ der amerikanischen Regierung, zur Wiederherstellung Europas beizutragen. Dieser Plan wurde später als Marshallplan bekannt. Das Time Magazine erkor ihn 1948 zum zweiten Mal zum „Mann des Jahres“, 1953 erhielt er den Friedensnobelpreis.
Aus dem Außenministerium zog er sich 1949 zurück und wurde nun Präsident des Amerikanischen Roten Kreuzes. 1950 wurde er zum Verteidigungsminister ernannt, zog sich jedoch 1951 für immer aus der Politik zurück, nachdem er von Senator McCarthy als Verräter und „Helfer der Kommunisten auf ihrem Weg zur Weltherrschaft“ beschimpft worden war.
George C. Marshall starb am 16. Oktober 1959 im Walter Reed Hospital, Washington (D.C.).
Ihm zu Ehren begann am 9. August 1994 in Garmisch-Partenkirchen das George-Marshall-Center für strategische Studien (GMC) den Studienbetrieb.
Mann | US-Amerikaner | Außenminister (USA) | Verteidigungsminister (USA) | Militärperson (USA, Army) | Freimaurer (20. Jh.) | Pazifikkrieg (Person) | Zweiter Weltkrieg (Person, USA) | Geboren 1880 | Gestorben 1959 | Karlspreis
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