George Lazenby (* 5. September 1939 in Goulbourn, Australien) ist ein Schauspieler.
Er war mit der Zeitungserbin Christine Townson verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder. 2002 heiratete er die frühere Tennisspielerin Pam Shriver und hat mit ihr einen Sohn (James).
Lazenby war zunächst Autoverkäufer. 1964 ging er nach England, auch dort verkaufte er anfangs Autos, bis er eines Tages dem Modefotografen Chard Jenkins einen Wagen verkaufte. Jenkins war von Lazenbys Aussehen angetan und überredete ihn, als Model zu arbeiten. In diesem Job hatte er dann Erfolg, er warb unter anderem für Kleidung, Kosmetik und Schokolade und arbeitete für Firmen in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz. Ein Werbespot im Fernsehen für die Schokoladensorte "Big Fry" machte ihn dann richtig bekannt; eine Zeit lang wurde er gar "Big-Fry-Man" genannt.
Nach dem Weggang von Sean Connery aus der James-Bond-Serie suchte Produzent Albert R. Broccoli dringend einen neuen Darsteller für die Bond-Figur. Broccoli kannte Lazenby zwar bereits, aber erst die Tatsache, dass sich dieser ganz offiziell bei Harry Saltzmann als Darsteller bewarb, sorgte dafür, dass er in die engere Auswahl der Kandidaten für die James Bond-Rolle kam. Sein Aussehen und die Tatsache, dass er ein guter Schwimmer und Athlet war, waren dann ausschlaggebend dafür, dass er schließlich als Bond engagiert wurde.
1969 erschien der erste und einzige James Bond-Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät mit Lazenby in der Rolle des Geheimagenten.
Die Produktionsfirma Eon Productions Ltd. bot ihm zunächst einen Vertrag über sieben Jahre und für fünf Filme an, den er aber nicht unterschrieb, da er Probleme bei der Klärung der ganzen Vertragsklauseln hatte. Erst als der Film längst abgedreht war, hatten seine Berater die Klauseln hinreichend geklärt. Über diese Verzögerung waren nun wiederum die Produzenten verärgert. Außerdem stieg Lazenby seine Rolle als Bond zu Kopf und er fing an, Starallüren zu entwickeln. All das zusammen sorgte schließlich dafür, dass die Produzenten und der Filmverleih United Artists ihn letztendlich gerne wieder loswerden wollten, ihn auch bei der Werbung für den Film aus der Öffentlichkeit heraushielten und ihn als letzte Konsequenz fallen ließen.
Diese Affäre um den Schauspieler Lazenby war dann auch nicht besonders zuträglich für den Erfolg des Filmes, dazu kam noch, dass er den Platz Connerys ausfüllen musste und das Drehbuch noch auf Connery zugeschnitten war. Obwohl "Im Geheimdienst ihrer Majestät" heute als einer der besten Bond-Filme überhaupt gilt, war der Film dann auch im Erstaufführungsjahr kein großer Erfolg.
Nach dem Bond-Flop wurde er von anderen Produzenten gemieden, er spielte nun hauptsächlich in Low-Budget-Filmen, Hongkong-Action-Filmen und machte wieder Werbung, dabei wurde er oft für die Rolle von Agenten und für Bond-Parodien besetzt.
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