George_bass.jpg George Bass (* 1763; † 1803) war ein englischer Forscher, vor allem bekannt durch die Umrundung Tasmaniens mit Matthew Flinders und die Erforschung der Meerenge zwischen Australien und Tasmanien, die ihm auch ihren Namen verdankt - die Bass-Straße.
Geboren wurde er in Aswarby, nahe Sleaford, Lincolnshire als Sohn von Bauern. Man weiß nicht viel von Bass' Kindheit. Bekannt ist, dass er recht jung seinen Vater verlor und eine Kurarztausbildung in Boston absolvierte.
Da es sein Kindheitstraum war, Seemann zu werden, heuerte er auf verschiedenen Mittelmer-Expeditionen an. Eine davon erlitt Schiffbruch vor Bodrum.
Im Februar 1795 segelte Bass nach Neu-Holland (Niederländisch-Brasilien) und lernte Matthew Flinders kennen, der mit an Bord war. Im Schlepptau hatte er ein kleines Boot, die Tom Thumb, gerade groß genug, um damit Ozeanränder zu tangieren.
Schnell freundeten sich die beiden an, sinnierten darüber, welche einmalige Gelegenheit sich ihnen auftäte, würden sie die unvollständigen Aufzeichnungen der Südostküste von New South Wales komplettieren und planten daraufhin dieses Gebiet zu bereisen.
Der Reisebericht dieser Expedition, die sie die Botany Bay südwärts führte, fiel Gouverneur John Hunter in die Hände und führte zur Besiedelung von Banktown, einer der ersten Niederlassungen, die sich in Australien etablierten.
Die Tom Thumb leckte allerdings nach dieser Expedition und Bass und Flinders stiegen zunächst auf einen Walfänger um, in dem sie eine Seestraße zwischen Tasmanien und Australien entdeckten. Daraufhin gab Hunter Bass seine wohl größte Expedition in Auftrag. Flinders und er sollten von Port Jackson aus Tasmanien umrunden. Möglich werden sollte das mit der 25 Tonnen schweren Norfolk.
Am 7. Oktober 1798 lief die Norfolk aus, umrundete das tasmanische Festland und kehrte am 12. Januar 1799 nach Sydney zurück.
Noch im selben Jahr kehrte Bass nach England zurück, wo er 1800 Elizabeth Waterhouse heiratete. Schon 1801 kehrte er nach Australien zurück und bereiste weiterhin die umliegenden Inselgruppen. Am 5. Februar 1803 stach er zu seiner letzten Expedition nach Peru in See. Was genau ihm dort widerfahren ist, ist unbekannt. Verschiedenste Meldungen von einem Unfall auf hoher See bis hin zu einem Attentat von Spaniern kursieren als Gerüchte. Daher ist auch sein genauer Todestag unbekannt.
Nach George Bass ist die Meerenge zwischen Australien und Tasmanien benannt, die Bass-Straße (engl. Bass Strait).
Australische Geschichte | Brite | Entdecker | Seefahrer | Geboren 1763 | Gestorben 1803 | Mann
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