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Prof. Dr. Georg Picht (* 9. Juli 1913 in Straßburg; † 7. August 1982 in Hinterzarten) war Philosoph, Theologe und Pädagoge. Seine Mutter war Greda Picht, geb. Curtius, die Schwester des Romanisten Ernst Robert Curtius, Übersetzerin (aus dem Franz.), sein Vater war Werner Picht, Erwachsenenbildner.

Leben


  • Mitglied des Deutschen Ausschusses für das Erziehungs- und Bildungswesen von 1952 bis 1962.
  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung.

Werke


  • Die deutsche Bildungskatastrophe. Analyse und Dokumentation, Freiburg i.Br. 1964, München 2. Aufl., 1965
  • Die Verantwortung des Geistes. Pädagogische und politische Schriften, Stgt. 1965
  • Wahrheit.Vernunft.Verantwortung. Philosophische Studien, Stgt.1969
  • Hier und Jetzt, Philosophieren nach Auschwitz und Hiroshima, Bd.I, Stgt. 1980
Inhalt: I.Anthropologische Grundlagen des Rechts und der Ethik,II. Die geschichtliche Natur des Menschen,III.Philosophieren gegen öffentliche Meinung,IV. Zum philosophischen Vrständnis der Sprache,V. Zum Thema: Zeit und Sein (über Kant; über Verantwortung)
  • Hier und Jetzt. Philosophieren nach Auschwitz und Hiroshima, Bd.II, Stgt.1981
Inhalt: I.Die globale Krise der wissenschaftlich-technischen Zivilisation, II Probleme der Friedensforschung,III.Jetzt und Hier (Ist eine philosophische Erkenntnis der politischen Gegenwart möglich?),IV. Ökologie und Umweltschutz,V. Erziehung-Bildung-Wissenschaft; Über das Böse
  • (Hrsg.), Theologie-was ist das?, Stgt. 1977
  • in: Humanökologie und Frieden, hrsg. Constanze Eisenbart, Stgt. 1979, 3 Aufsätze
  • 11 Bände Vorlesungen und Schriften:
  1. Kants Religionsphilosophie, Stgt.1998,3.A.
  2. Kunst und Mythos, Stgt.1992,2.A.
  3. Nietzsche,1993,Stgt.2.A.
  4. Der Begriff der Natur und seine Geschichte,Einf.C.F.v.Weiz., Stgt.1998,4.A.
  5. Platons Dialoge "nomoi" und "Symposion", Stgt. 1992,2.A.
  6. Glauben und Wissen, Stgt. 1994,3.A.
  7. Zukunft und Utopie, Stgt.1992
  8. Geschichte und Gegenwart Stgt.1993
  9. Fundamente der griechischen Ontologie, Stgt.1996
  10. Von der Zeit, Stgt. 1999

Die Untersuchung "die Frage nach den transzendentalen und den realen Bedingungen der Möglichkeit von menschlicher Vernunft in der Geschichte"(WVV 7)führt altphilologisch Geschulten von der Philosophie der Griechen über Kant und Nietzsche bis zu den philosophischen und politischen Problemen des 20. Jahrhunderts zu einem Entwurf von Verantwortung: "Die Vernunft kann die Wahrheit, die für sie konstitutiv ist, nur erkennen, indem sie Zukunft antizipiert. Ermöglicht und erzwungen wid die Antizipation von Zukunft im menschlichen Denken durch die geschichtlichen Aufgaben, die diesem Denken gestellt sind. Deswegen läßt sich im Bereich einer nicht mehr metaphysisch, sondern vom Wesen der Zeit begriffenen Wahrheit die innere Möglichkeit von Vernunft nur aus der Veranwortung des Menschen für seine zukünftige Geschichte begründen." (WVV 8) In diesem Zitat ist jedes Wort bedeutsam.

Weblinks


Mann | Deutscher | Philosoph (20. Jh.) | Geboren 1913 | Gestorben 1982

 

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