Prof. Dr. Georg Picht (* 9. Juli 1913 in Straßburg; † 7. August 1982 in Hinterzarten) war Philosoph, Theologe und Pädagoge. Seine Mutter war Greda Picht, geb. Curtius, die Schwester des Romanisten Ernst Robert Curtius, Übersetzerin (aus dem Franz.), sein Vater war Werner Picht, Erwachsenenbildner.
Die Untersuchung "die Frage nach den transzendentalen und den realen Bedingungen der Möglichkeit von menschlicher Vernunft in der Geschichte"(WVV 7)führt altphilologisch Geschulten von der Philosophie der Griechen über Kant und Nietzsche bis zu den philosophischen und politischen Problemen des 20. Jahrhunderts zu einem Entwurf von Verantwortung: "Die Vernunft kann die Wahrheit, die für sie konstitutiv ist, nur erkennen, indem sie Zukunft antizipiert. Ermöglicht und erzwungen wid die Antizipation von Zukunft im menschlichen Denken durch die geschichtlichen Aufgaben, die diesem Denken gestellt sind. Deswegen läßt sich im Bereich einer nicht mehr metaphysisch, sondern vom Wesen der Zeit begriffenen Wahrheit die innere Möglichkeit von Vernunft nur aus der Veranwortung des Menschen für seine zukünftige Geschichte begründen." (WVV 8) In diesem Zitat ist jedes Wort bedeutsam.
Mann | Deutscher | Philosoph (20. Jh.) | Geboren 1913 | Gestorben 1982
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