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Georg ("Schorsch") Leber (* 7. Oktober 1920 in Obertiefenbach) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Ausbildung und Beruf


Georg Leber machte eine kaufmännische Ausbildung, später noch eine Maurerlehre. Im 2. Weltkrieg war er von 1939 bis 1945 Soldat bei der Luftwaffe.

Familie


Leber ist Sohn eines Maurers. Er war verheiratet mit Erna-Maria geb. Wilfing von 1943 bis zu ihrem Tod 1984. Aus dieser Ehe stammt Sohn Manfred. Heute ist Leber wieder verheiratet.

Partei und Gewerkschaft


Georg Leber trat 1947 in die SPD und die Gewerkschaft "IG Bau-Steine-Erden" ein. Von 1957 bis 1966 war er Vorsitzender der Gewerkschaft.

Abgeordneter


Er war von 1957 bis 1983 Mitglied des Deutschen Bundestages, von 1958 bis 1959 zugleich des Europäischen Parlamentes. Von 1979 bis 1983 war Georg Leber Bundestagsvizepräsident.

Öffentliche Ämter


Georg Leber übernahm 1966 im Kabinett der Großen Koalition von Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger das Amt des Bundesministers für Verkehr. In dieser Zeit entstand auch seine Idee, der sog. "Leber-Plan", dass kein Deutscher mehr als 20 km von einer Autobahnauffahrt entfernt wohnen sollte. Auch wenn in den 70er Jahren viele neue Autobahnen entstanden, wurde dieser "Leber-Plan" nicht 1:1 umgesetzt. Dieses Amt als Bundesverkehrsminister behielt er auch nach Bildung der sozialliberalen Koalition unter Willy Brandt. Zusätzlich übernahm er auch das Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen. 1972 übergab er beide Ministerien an Lauritz Lauritzen und wurde Nachfolger von Helmut Schmidt als Bundesminister der Verteidigung.

Leber war unter den Bundeswehrangehörigen sehr beliebt und wurde von ihnen als "Soldatenvater" bezeichnet. In seiner Amtszeit wurde das Heer um drei Brigaden vergrößert. Im Oktober 1976 versetzte Leber die beiden Luftwaffengeneräle Karl Heinz Franke und Walter Krupinski in den Ruhestand, weil sie entgegen ausdrücklicher Anweisung den nationalistischen Piloten Hans-Ulrich Rudel zu einem Traditionstreffen eingeladen hatten und dies mit einem Vergleich der NS-Vergangenheit Rudels mit der KP-Vergangenheit des Sozialdemokraten Herbert Wehner entschuldigt hatten.

Georg Leber trat gegen den Willen von Bundeskanzler Helmut Schmidt am 2. Februar 1978 zurück und übernahm damit die politische Verantwortung für den Lauschmitteleinsatz des Militärischer Abschirmdienstes, der ohne Lebers Wissen dessen Sekretärin in ihrer Wohnung abgehört hatte, da sie der Spionage für das Ministerium für Staatssicherheit verdächtigt wurde. Dies stellte sich nachher jedoch als falsch heraus. Der Minister erfuhr Anfang 1978 von der illegalen Abhöraktion, teilte dies aber dem Bundestag erst mit, nachdem am 26. Januar 1978 die Illustrierte Quick einen entsprechenden Artikel veröffentlicht hatte. Georg Leber verschwieg die illegale Abhörung der Partei Kommunistischer Bund Westdeutschland, von der er nach eigenen Angaben erst im Nachhinein erfahren hatte, weil er sie für rechtmäßig gehalten habe. Erst eine "von ihm angeordnete gründliche juristische Untersuchung" ergab das Gegenteil. Lebers Nachfolger als Verteidigungsminister war Hans Apel.

Sonstige Ämter


1984 war Leber Schlichter im Metall-Tarifstreit. Der nach ihm benannt Kompromiss sah eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf durchschnittlich 38,5 Stunden vor.

Von 1981 bis 1997 war Leber Vorsitzender des Vorstands des Internationalen Bundes (anschließend Ehrenvorsitzender), einem freien Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit.

Auszeichnungen


Weblinks


  • Einweihung Limesbahn Schwalbach/Taunus http://www.zugindianer.de/Presseschau/body_presseschau.html

Mann | Deutscher | Verkehrsminister (Deutschland) | Postminister (Deutschland) | Verteidigungsminister (Deutschland) | Bundestagsabgeordneter | SPD-Mitglied | Träger des Bundesverdienstkreuzes | Geboren 1920

Georg Leber | Georg Leber

 

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