Georg Franz Kolschitzky1640 in Ukraine; † 20. Februar 1694 in Wien) war ein ukrainischer Kosak und Dolmetscher.
Kolschitzky war bei der Orientalischen Handelskompagnie in Belgrad tätig. Während der Belagerung Wiens durch das türkische Heer unter Befehl des Großwesirs Kara Mustafa zwischen 15. Juli und 13. September 1683 gehörte Kolschitzky einer polnischen Einheit unter dem Befehl des polnischen Königs Jan III. Sobieski an.
Auf Grund seiner Leistungen während dieser zweiten Belagerung durch die Türken wurde Kolschitzky mit dem Titel eines Kaiserlichen Dolmetschers ausgezeichnet. 1686 bekam er zusammen mit zwei anderen Kriegsteilnehmern das Privileg des Kaffeeausschanks in Wien verliehen. Außerdem wurde Kolschitzky eine Hofbefreiung zuteil, d. h. er genoss das Privileg einer Steuerbefreiung auf 20 Jahre. Im Alter von 54 Jahren starb er 1694 in Wien.
Im Jahre 1683 soll Kolschitzky mit einigen Säcken Kaffee nach der Belagerung Wiens den ersten Kaffeeausschank eröffnet haben. Nach neuesten Erkenntnissen muss dies berichtigt werden: Das erste Kaffeehaus in Wien wurde bereits 1685 durch den Griechen Johannes Theodat eröffnet.
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