Georg Egestorff (* 7. Februar 1802 in Linden; † 27. Mai 1868) war ein deutscher Industrieller
Georg Egestorff erlernte in Hildesheim das Böttcherhandwerk, wurde dann aber nach Linden zurückgerufen, um für die ausgedehnten Geschäfte seines Vaters eine bis dahin völlig fehlende Buchführung einzurichten. Unter der Mitwirkung von Georg Egestorff blühten alsbald die Geschäfte auf.
Man errichtete in Bremen eine Kommandite und erweiterte den Betrieb aller einzelnen Unternehmungen. Georg Egestorff gründete 1831 am Lindener Berg eine Saline, und als sein Vater 1834 starb, übernahm er die Leitung der gesamten Geschäfte. Schon 1835 eröffnete er eine Eisengießerei und mechanische Werkstatt, aus der die spätere Hanomag hervorging, baute Dampfmaschinen, Kessel und Maschinen für industrielle Zwecke, seit 1846 auch Lokomotiven. Aus dieser Fabrik gingen in der Folge die hydraulischen Kräne für Geestemünde und die großen Pumpwerke für Hannover, Herrenhausen und Braunschweig hervor.
1839 errichtete er eine chemische Fabrik, speziell für die Herstellung von Soda und dessen Nebenerzeugnissen, 1856 eine Ultramarinfabrik und eine Zündhütchenfabrik.
Für seine Arbeiter schuf er Kranken-, Unterstützungs- und Sterbekassen, eine Volksspeiseanstalt, einen Kindergarten und eine Kinderbewahranstalt. Auch dotierte er eine Freischule zunächst für 80 Kinder. Die Maschinenfabrik wurde 1868 von Strousberg angekauft und bedeutend vergrößert, ging 1871 aber wie die übrigen Unternehmungen von Egestorff, in die Hände von Aktiengesellschaften über.
Unternehmer | Deutscher | Mann | Geboren 1802 | Gestorben 1868
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