Topographie_Frankreich.jpg Frankreich liegt im westlichen Europa, grenzt an den Golf von Biscaya und den Ärmelkanal, liegt zwischen Belgien im Norden und Spanien im Süden, südöstlich vom Vereinigten Königreich; grenzt im Südosten an das Mittelmeer und im Osten an Italien, die Schweiz, Deutschland und Luxemburg.
Frankreich liegt zwischen 5° w.L. (Ouessant/Bretagne) und 8° ö.L. (bei Strasbourg) sowie 51° n.Br. (Dünkirchen) und 41° 20' n.Br. (Bonifacio/Korsika).
gesamt:
547.030 km²
Land:
545.630 km²
Wasser:
1.400 km²
Anmerkung: Diese Zahlen beziehen sich nur auf das europäische Territorium Frankreichs ohne die überseeischen Gebiete. Frankreich ist der flächenmäßig größte Staat Westeuropas.
gesamt: 2.889 km
angrenzende Länder:
Übersee Länder:
Küstenlinie:
3.427 km Atlantik und Mittelmeer
Frankreich liegt fast vollständig in der gemäßigten Klimazone, der Südosten unterliegt bereits dem Mittelmeerklima. Während dort milde, regenreiche Winter und heiße, trockene Sommer herrschen, ist das Klima im weitaus größten Teil von Frankreich abhängig von Lage und Relief. Insgesamt ist das französische Klima fast überall relativ mild. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 10 °C (Norden, Lothringen, Jura, in den Alpen auch darunter) und 16 °C (Mittelmeerküste, auf Korsika auch darüber). Die Niederschläge unterschreiten im Pariser Becken und an einigen Küstenstreifen des Mittelmeeres 600 mm, der trockenste Ort ist Colmar im Elsass mit unter 600 mm. Sonst liegen die Werte größtenteils zwischen 700 und 1000 mm. An den Westseiten der Gebirge werden sie teils deutlich überschritten (über 1500 mm in Alpen, Cevennen, Jura, Vogesen). Diese Niederschläge können sehr unterschiedlich verteilt sein. Unter 60 Regentage im Rhônedelta stehen in deutlichem Gegensatz zu über 200 Tagen in der Orne (Normandie). Die Sonnenscheindauer ist der Klimazone entsprechend im Mittelmeerraum am höchsten, gefolgt von der Atlantikküste. Die wenigsten Sonnenstunden bezieht ein breiter Streifen von der Bretagne bis zu den nördlichen Vogesen. Auch Paris zählt viele trübe Tage.
Klimatisch gesehen lassen sich folgende Großräume grob trennen:
Der Nordwesten, insbesondere Normandie und Bretagne, ist ozeanisch bis sehr ozeanisch geprägt. Die Niederschlagsmengen erreichen hier in den meisten Gegenden Höhen von 1000 mm und - vor allem an der Küste und an den Wetterseiten der Hügelländer - mehr. Es herrschen Westwinde vor, die Winter sind mild und oft schneefrei. Die Sommer sind relativ kühl und feucht.
Der Nordosten weist wesentlich kontinentalere Züge auf. Insbesondere in den rauhen Klimaten von Lothringen und der Vogesen können die Winter sehr kalt werden, wobei die Hochflächen (z. B. die Hochebene von Langres) besonders benachteiligt sind. Die Flusstäler von Rhein und Mosel eignen sich dagegen bereits zum Weinbau.
Zentralfrankreich mit dem Pariser Becken und dem Loiretal ist insgesamt relativ niederschlagsarm. In Bezug auf Sonnenstunden und Durchschnittstemperatur liegt die Region im Mittel, es können aber durchaus extreme Wetterlagen auftreten. Die Hitzewelle 2003 war gerade hier besonders ausgeprägt, weil über dem weiten, ebenen Land keine mäßigenden Wirkungen durch Winde oder Wasser möglich waren. In Auxerre hielt sich z. B. die Tageshöchsttemperatur fast zwei Wochen oberhalb von 40° C. Insgesamt sind die Unterschiede zwischen Sommer- und Wintertemperaturen aber noch deutlich geringer als etwa in Osteuropa; nur dort kann man wirklich von Kontinentalklima sprechen. Deutlich kühler und feuchter ist das Klima im Zentralmassiv, das bis auf 1800 m ansteigen kann.
Im Südwesten herrscht Atlantikklima vor, das insgesamt feucht, aber bereits relativ warm und sonnig ist. Niederschlagsmaxima sind insbesondere in der Nähe der Pyrenäen zu finden. Nach der Klassifikation von E. Neef heißt das Klima an der Atlantikküste "maritimes Westseitenklima" und gehört zur gemäßigten Klimazone; durch den Einfluss des Azorenhochs ist allerdings dort der Sommer relativ trocken; das Niederschlagsmaximum liegt im Herbst oder Winter.
Der Mittelmeerraum im Südosten liegt bereits im Winterregenklima, so dass hier schon eine andere Pflanzenwelt vorherrscht (Garrigue, sommertrockener Wald). Im Sommer können Dürren und Waldbrände auftreten. Abkühlung verschafft der Mistral, ein gelegentlich starker, kalter, trockener nord-nordwestlicher Wind, der aber auch die Waldbrände anfachen kann.
Hochgebirgsklima ist in den höheren Lagen von Alpen und Pyrenäen zu finden.
| Klima_brest.png | Klima_paris.png | Klima_marseille.png |
Frankreichs Landschaftsbild prägen überwiegend flache Ebenen oder sanfte Hügel im Norden und Westen. Der Rest ist gebirgig, insbesondere die Pyrenäen im Südwesten, das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten. -> Bassin Parisien
Höhenextreme:
tiefster Punkt: Flussdelta der Rhône -2 m
Höchster Punkt: Mont Blanc 4.808 m
Kohle, Eisenerz, Bauxit, Zink, Kaliumkarbonat
| landwirtschaftliche Nutzfläche | 56,4% |
| Wälder | 27,7% |
| Naturschutzgebiete und nicht genutzte Flächen | 7,8% |
| Siedlungs- und Verkehrsflächen | 8,1 % |
Bewässertes Land:
16.300 km² (Schätzung 1995)
Eines der gewichtigsten Probleme ist die Wasserverschmutzung - teils durch urbane Abwässer - aber insbesondere dort, wo die Landwirtschaft intensiv ist (Überdüngung) (v.a. Bretagne) oder das Wasser knapp (Midi - v.a. südliches Zentralmassiv). Der Schutz der Küsten (Littoral) ist ein wichtiges Thema. Luftverschmutzung durch Industrie und Verkehr (Ozon-Belastung bei starkem Sonnenschein) stellt ein weiteres Problem dar, (einige) Wälder sind vom sauren Regen geschädigt, doch ist dieses Problem nicht so stark zum Tragen gekommen, wie in Mittel - oder Nordeuropa. Allerdings sind Emissions-Folgen der Energiegewinnung nicht so schwerwiegend wegen des hohen Kernenergieanteils in der französischen Stromproduktion. Hier stellen sich jedoch wieder - besonders deutlich - die üblichen Probleme der schwer zu erfassenden Folgen der Niedrigstrahlung und der ungelösten Endlagerung. Die Umweltdebatte in Frankreich macht sich immer wieder an symbolischen Großprojekten fest - nach dem (neben den anderen Atomkraftwerken) Schnellen Brüter in Creys-Malville in den Siebzigern, war dies in den Achtzigern das (gestoppte) Projekt eines Stausees an der oberen Loire (Serre de la Fare) und in den Neunzigern zunächst der Bau eines Tunnels unter den Pyrenäen (Tunnel du Somport, Vallée d´Aspe) und ein Projekt zur Verbindung von Rhein und Rhone durch einen großen Kanal. Im neuen Jahrtausend kam die Erforschung einer Endlagerstätte für Atommüll in Tiefengestein in Bure in Südlothringen (unweit von Domrémy-la-Pucelle, dem Geburtsort Jeanne d´Arcs) hinzu.
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