In vielfältiger Weise bestimmt die Geographie Deutschlands die Menschen, Tiere und Pflanzen. Am nordwestlichen Rande Europas gelegen ist Deutschland ein flächenmäßig relativ großes Land und weist unterschiedliche Landschaften auf.
Die Grenzlänge beträgt insgesamt 3757 km. Im Norden grenzt Deutschland an Dänemark (auf einer Länge von 67 km), im Nordosten an Polen (442 km), im Osten an die Tschechische Republik (811 km), im Südosten an Österreich (815 km; ohne Grenze im Bodensee), im Süden an die Schweiz (316 km; mit Grenzen der Exklave Büsingen, aber ohne Grenze im Bodensee), im Südwesten an Frankreich (448 km), im Westen an Luxemburg (135 km) und Belgien (156 km) und im Nordwesten an die Niederlande (567 km). Statistisches Bundesamt Deutschland: Gemeinsame Grenzen Deutschlands
Das deutsche Hoheitsgebiet in der Nordsee und Ostsee umfasst Wasserflächen, die nach dem Seerechtsübereinkommen bis in einer Entfernung von 12 Seemeilen (etwa 22,224 km) vor der Küste reichen. Ergänzt wird das Gebiet noch durch die maximal 200 sm tiefe Ausschließliche Wirtschaftszone.
Das Norddeutsche Tiefland ist eine Großlandschaft, die sich von Emden über Hannover, Berlin und Frankfurt (Oder) erstreckt und auch für den Nordwesten Polens charakteristisch ist. Sie misst etwa 100 km in Nord-Süd Richtung.
An den küstennahen Gebiete der Ostsee finden sich eine Vielzahl von Bodden, vom offenen Meer durch Landzungen abgetrennte Gewässer. Im nordöstlichen Mecklenburg-Vorpommern schließt sich dem relativ flaches Land an. Die höher gelegenen, seereichen Gebiete, wie die Mecklenburgische Seenplatte und die Mecklenburgische Schweiz sind Höhenzüge mit vereinzelten über hundert Meter hohen Bergen. In Brandenburg gibt es weitere Höhenzüge und ganz im Süden liegt der erste über 201 m hohe Heideberg.
An der Nordseeküste wechseln sich stattdessen Geestlandschaften und die etwas tiefer liegenden Marschen ab. Während die Marsch ohne natürliche Erhebung etwa auf Höhe des Meeresspiegels durch allmähliche Verlandung von Wattgebieten entstanden ist, bestehen die Geest aus Endmoränen, Grundmoränen oder Sandern.
Weitgehend unfruchtbar ist das etwa 500 km² große Teufelsmoor in Niedersachsen, nordöstlich von Bremen. Anderseits gibt es am Südrand des Tieflandes auch Gebiete mit besonders fruchtbarem Lößboden, etwa der Hildesheimer Börde oder der Magdeburger Börde.
Gebirge wie das Rheinische Schiefergebirge, der Vogelsberg und die Sudeten hatten bei ihrer Entstehung vulkanische Phasen. Im Rheinischen Schiefergebirge ist die Vulkaneifel geprägt durch Vulkankrater, mächtige Bimsstein- und Basalt-Ablagerungen und Maare. Vor 12.000 Jahren brach der Laacher See-Vulkan aus, bei dem etwa 5 Kubikkilometer Magma in 4 bis 5 Tagen ausgeworfen wurde. Der jüngste Vulkanausbruch auf deutschen Boden geschah vor ca. 10.000 Jahren im Ulmener Maar bei Ulmen. Der Vogelsberg ist das größte zusammenhängende Basaltmassiv Europas und überdeckt dabei eine Fläche von 2500 km². Er ist der einzige Schildvulkan Deutschlands. Das Lausitzer Gebirge in den Sudeten besteht hauptsächlich aus Sandstein, der wiederholt von Vulkanen durchbrochen wurde, die zu großen Basaltablagerungen führten.
Im Tertiär vor 17 Mio. bis 16 Mio. Jahren gab es im Süddeutsche Schichtstufenland den Schwäbischen Vulkan, der heute bekannte 355 Ausbruchstellen hatte. Vor ca. 6 Mio Jahren entstand dann aufgrund plattentektonischer Prozesse die Oberrheinische Tiefebene und als Folge stiegen die Gebiete beiderseits des Grabens stark an, wobei auf deutscher Seite der Schwarzwald entstand. An den Stellen, an welchen dabei marine Ablagerungen offen zu Tage liegen, kommt es durch Auswaschung von Kalk zur unterirdischen Höhlenbildung, zur sogenannter Verkarstung. Dort versickern die Niederschläge fast vollständig und dies führt zu einem wasserarmen Gebiet.
Der in Deutschland liegende Teil der Alpen zählt zu den Nördlichen Kalkalpen. Er ist zum größeren Teil aus Kalkstein aufgebaut, der allerdings von Süden her überschoben wurde. Der Gebirgsbildung der Alpen, die auch heute noch anhält, wirkt die Verwitterung entgegen, wodurch Gestein von Gletschern in Form von Moränen und von Flüssen nordwärts transportiert wurde. Das Bayerische Alpenvorland ist weitgehend auf diese Weise entstanden.
Das Alpenvorland und die Täler der Alpen sind durch die ausgedehnten Grünlandschaften bekannt. Die Region ist dünn besiedelt und wirtschaftlich von der Landwirtschaft und vom Tourismus abhängig.
Weitere Schutzgebiete (Stand 12/2003 ohne geschützte Wasserflächen) sind Naturschutzgebiete, die bei einer durchschnittlichen Größe von 140 ha an der deutschen Landfläche einen Anteil von 2,9 % haben. Großflächigere Schutzgebiete, wie Nationalparke (Nationalparks in Deutschland) gibt es auf 0,54 % (2,7 % mit Wasserflächen), Biosphärenreservate auf etwa 3 %, Landschaftsschutzgebiet auf 29,7 % und Naturpark (Kategorie:Naturpark (Deutschland)) auf 22,4 % der Landesfläche. Bundesamt für Naturschutz: Schutzgebietskategorien und Zahlen in Deutschland Die UNESCO zeichnete einige Gebiete Deutschlands als „Welterbe“ aus. So die Kulturlandschaft „Oberes Mittelrheintal“ zwischen Koblenz und Bingen am Rhein, die Naturlandschaft Grube Messel und die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal. (Weltkulturerbe in Deutschland)
Die Baumarten verteilen sich dabei wie folgt auf die Waldfläche: 14,8 % Buchen, 9,6 % Eichen, 15,7 % anderer Laubbäume, 28,2 % Fichten, 23,3 % Kiefern und 6,1 % anderer Nadelbäume und 2,3 % sonstige Nutzung. Gegenüber der tatsächlichen Verteilung ist eine Verteilung natürlich bei der 74 % der Landesfläche Rotbuchenwald wäre, 18 % Eichenwald und 3 % Nadelwald. Ein weiters wichtiges Maß für die Naturnähe eines Waldes ist der Anteil von Totholz, der bei 11,5 m³/ha liegt.
Der relative Anteil der Kiefer beträgt in Brandenburg und Berlin 73 %, in Sachsen-Anhalt 46,6 %, Mecklenburg-Vorpommern 39,5 % und Niedersachsen mit Hamburg und Bremen 30,2 %. Der Fichtenanteil liegt in Bayerns bei 44,6 %, in Thüringens bei 42,3 %, in Baden-Württemberg bei 37,7 % und in Sachsens bei 35,3 %. Der relative Anteil an Laubbäumen ist im Saarland 71,5 %, in Schleswig-Holstein 60,9 %, in Rheinland-Pfalz 57,2 %, in Hessen 55,6 % und in Nordrhein-Westfalen 51,7 %.
Seen sind wichtige Trinkwasserspeicher, der größte natürliche See ist der Bodensee. Bedeutend ist die Mecklenburgische Seenplatte mit dem Müritz und der Chiemsee als größter Voralpensee. Große unterirdische Grundwasserspeicher finden sich im Oberrheingraben, dem Alpenvorland und in den norddeutschen Urstromtälern. Der größte Stausee ist der Bleiloch-Stausee, der 215 Mio m³ Wasser der Saale staut. Die Rurtalsperre Schwammenauel mit 205 Mio m³ Wasser der Rur und der Edersee mit 202 Mio m³ Wasser der Eder folgen. Die Inseln in Nord- und Ostsee werden vor allem touristisch genutzt. Darüber hinaus haben die Inseln in der Nordsee die Aufgabe als Küstenschutz für das Festland zu dienen. Da das Wattenmeer ein einmaliger Lebensraum ist und für Fische, Pflanzen und Tiere von großer Bedeutung ist, wurde es ihnen durch die Schaffung von Nationalparks zur Nutzung übergeben. In der Ostsee gibt es durch die Bodden artenreiche Brackwasser-Seegebiete und Windwatte, die durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft unter Schutz stehen.
Die Fischerei an den deutschen Meeresküsten ist eine Küstenfischerei, wobei die wichtigsten Fänge in der Nordsee Miesmuscheln, Krabben und Plattfische sind. Kabeljau wird in der Nord- und Ostsee immer noch gerne gefischt, obwohl dort die einst riesigen Bestände stark dezimiert sind.
Es gibt vielfältige Lagerstätten an nutzbaren Gesteine wie Sand, Kies, Granit. Der Erzabbau ist weitgehend eingestellt, da die einstmals großen Vorkommen abgebaut sind. Im Harz wurde seit 1000 Jahren Silber, Eisen, Kupfer, Blei und Arsen abgebaut. Im Erzgebirge fanden sich Silber, Zinn, Blei und Nickel. Uran wurde im Landkreis Sächsische Schweiz, im Erzgebirge und in Ronneburg in Thüringen durch die SDAG Wismut bis vor wenigen Jahrzehnten noch gefördert.
Vorkommen an Kalisalzen liegen im Raum Braunschweig-Hannover in Niedersachsen, im Raum Magdeburg-Halle in Sachsen-Anhalt, in Südbaden und im Werra-Fulda-Bereich in Hessen und Thüringen. In den Berchtesgadener Alpen wird beispielsweise im Salzbergwerk Berchtesgaden seit 1517 Steinsalz abgebaut. Früher fand sich hier ebenfalls Silber, Mangan, Kupfer und Eisenerz.
Wasser-Ressourcen sind reichlich vorhanden. Neben den großen Grundwasservorkommen, sind das noch Mineralwasser, Thermalwasser und die aus Regen gespeisten Oberflächenwasser.
Seit dem großtechnisch Windenergie genutzt wird, ist der stetige Wind an den Küsten als Energierohstoff wieder in seiner Bedeutung gewachsen. Dies gilt auch für die großen Vorräte und jährlichen Zuwächse an Holz und sonstiger Biomasse.
Transportsysteme für Personen, Waren und Informationen spielen im der Verkehrsgeografie eine wesentliche Rolle bei der räumlichen Verteilung des Verkehrs und der Entwicklung der Städte.
Bedeutende Fernreiseziele waren Wallfahrten nach Rom, Jerusalem und seit dem 11. Jahrhundert auch Santiago de Compostela. Es gab mehrere Routen des Jakobsweges in Deutschland, wobei die meisten Pilger die Altstraßen über Köln und Aachen und über Einsiedeln und Genf nahmen. kath.de: Die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela Diese Städte waren häufig selbst bedeutende Wallfahrtsorte, die Aachenfahrt führte beispielsweise im 14. und 15. Jahrhundert dazu, dass in Aachen an einigen Tagen angeblich über 100.000 Pilger, bei etwa 20.000 Einwohner im Jahr 1500, in der Stadt weilten.
Diese Altstraßen wurden auch als Handelsstraßen und Militärstraßen benutzt, die später zu befestigten Landesstraßen wurden. Die wichtigsten Straßen waren die Reichsstraßen, die aus den Reichsstraßen des Mittelalters hervorgingen und unsere heutigen Bundesstraßen bilden.
Kreuzungspunkte, Brücken, Furten waren oft die Wurzeln für Stadtgründungen, da dort Einrichtungen für die Transporteure entstanden wie: Ausspannen, Restaurants, Chauseehäuser und Stationen der Reichspost.
Die Straßen in und zu den Städten mussten für die Massenverbreitung des Autos umgebaut werden. Heute ist eine nahe und möglichst staufreie Autobahn wesentlich für die Ansiedlung und den Verbleib von Unternehmen. Das Straßensystem in Deutschland umfasste 1994 11.080 km Bundesautobahnen, 42.000 km Bundesstraßen, 88.100 km Landesstraßen und 414.000 km Gemeindestraßen innerorts und ausserorts. Umweltbundesamt.de: Straßennetz 1994, Tabelle 2
Bereits der Streckenverlauf der Leipzig-Dresdner Eisenbahn zeigte, dass nun die Kleinstädte in den Einzugsbereich der Großstädte gerieten und heute vornehmlich von S-Bahnen und Straßenbahnen bedient werden. Die Verstädterung ländlicher Gemeinden, einschließlich deren Eingemeindung, began. Neben dem Nahverkehr gibt es mit dem Fernverkehr eine weitere Zuggattung, so fuhr der erste Schnellzug bereits 1851 zwischen Berlin und Köln. Diese findet mit dem InterCityExpress ihre jüngste Realisation, dabei werden Metropolen ohne Zwischenhalt miteinander verbunden. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm das Auto zunehmend Funktion des Personentransports im Nahbereich der Städte und der Güterverkehr wurde ab den 1960er Jahren zunehmend von LKWs abgelöst.
Im Jahr 2006 gab es in Deutschland 14.463 Lokomotiven und Triebwagen, 12.269 Reisezugwagen und 164.138 Güterwagen. Statistisches Bundesamt Deutschland: Bestand an Verkehrsmittel
Deutschland gehört zur gemäßigten Klimazone Mitteleuropas im Bereich der Westwindzone und befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem maritimen Klima und dem kontinentalen Klima. Das Klima wird unter anderem vom Golfstrom beeinflusst, der die klimatischen Werte für die Breitenlage ungewöhnlich mild gestaltet. Ein weiterer Einflussfaktor ist der Föhn, der kurzzeitig im Erzgebirge und im Alpenvorland auftritt. Der Alpenföhn kann zu starken Stürmen mit Spitzengeschwindigkeiten von 150 km/h führen und macht sich bis etwa zur Donau bemerkbar. Im Winter und Frühjahr kann er zu erheblichen Temperaturerhöhungen führen und damit die Schneeschmelze beeinflussen.
Es kommt gelegentlich zu extremen Wetterbedingungen wie langanhaltenden Dürren, Tornados, strengem Frost oder extremer Hitze. So kam es im Jahr 1999 zum Sturm Lothar, bei dem mehrere Menschen starben und viele Bäume entwurzelt wurden. Regelmäßig gibt es Hochwasser, die nach intensiven Regenperioden im Sommer (Oderhochwasser 1997, Elbehochwasser 2002) oder nach der Schneeschmelze im Winter (Rheinhochwasser 1993) zu Überschwemmungen und erheblichen Zerstörungen führen können. Dass es am Rhein häufiger zu Hochwasser kommt, liegt wahrscheinlich an der im 19. Jahrhundert unter der Leitung von Tulla durchgeführten Rheinbegradigung, die weitgehend zur Beseitigung der früheren Rheinauen geführt hat. Seit einigen Jahren versucht man die Überflutungen durch Ausweisung von Überschwemmungsgebieten zu entschärfen. Dürren betreffen hauptsächlich den Nordosten Deutschlands, können zuweilen aber auch das ganze Land in Mitleidenschaft ziehen, wie zuletzt während der Hitzewelle 2003. Einige ältere Klimakatastrophen sind die Schneekatastrophe in Norddeutschland 1978 und die Sturmflut 1962 an der deutschen Nordseeküste, die über 300 Menschenleben forderte.
Klimadaten für Deutschland aus räumlichen Einzelwerten zu zeitlich gemittelten Werte für die Jahre 1961–1990 zusammengesetzt.
| Jahr | Mär–Mai | Jun–Aug | Sep–Nov | Dez–Feb | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
| T-mittel (°C) | 8,4 | 7,8 | 16,5 | 9,1 | 0,9 | −0,5 | 0,5 | 3,7 | 7,6 | 12,2 | 15,5 | 17,1 | 16,9 | 13,8 | 9,4 | 4,2 | 0,9 |
| T-min (°C) | 4,6 | 3,4 | 11,6 | 5,5 | −2,4 | −3,0 | −2,5 | 0,0 | 3,0 | 7,3 | 10,6 | 12,3 | 12,0 | 9,3 | 5,7 | 1,6 | −1,5 |
| T-max (°C) | 12,4 | 12,3 | 21,4 | 12,8 | 2,9 | 2,0 | 3,4 | 7,5 | 12,1 | 17,2 | 20,4 | 22,0 | 21,9 | 18,4 | 13,1 | 6,9 | 3,2 |
| T-Abstand (°C) | 7,8 | 8,8 | 9,8 | 7,3 | 5,2 | 5,0 | 5,9 | 7,4 | 9,1 | 9,9 | 9,8 | 9,7 | 9,8 | 9,0 | 7,5 | 5,3 | 4,7 |
| Frosttage | 103,9 | 27,5 | 0,7 | 16,9 | 58,7 | 21,0 | 19,3 | 16,4 | 9,0 | 2,2 | 0,3 | 0,2 | 0,2 | 0,8 | 4,5 | 11,6 | 18,4 |
| Regentage | 178,2 | 44,0 | 44,3 | 43,0 | 46,8 | 16,6 | 13,4 | 14,9 | 14,3 | 14,9 | 15,1 | 14,8 | 14,4 | 13,6 | 13,5 | 15,9 | 16,8 |
| Niederschlag (mm) | 700 | 163 | 221 | 166 | 150 | 51 | 40 | 48 | 51 | 65 | 77 | 72 | 71 | 57 | 50 | 58 | 59 |
| Luftdruck (hPa−1000) | 9,3 | 8,1 | 13,7 | 9,9 | 5,7 | 5,5 | 5,5 | 6,4 | 7,6 | 10,2 | 12,9 | 14,2 | 14,2 | 12,4 | 9,9 | 7,3 | 6,0 |
| Bewölkung (%) | 72,0 | 69,3 | 63,0 | 73,8 | 81,9 | 83,5 | 78,0 | 74,8 | 69,3 | 63,8 | 64,8 | 63,5 | 60,6 | 66,9 | 72,9 | 81,5 | 84,3 |
Die deutschlandweiten Klimamittel werden je nach Region teils erheblich über- oder unterschritten. Die höchsten Jahrestemperaturen verzeichnet Südbaden mit über 11 °C, während in Oberstdorf der Durchschnitt unter 6 °C liegt. Zudem zeichnet sich ein allgemeiner Trend zu höheren Temperaturen ab: Nach Angabe des Deutschen Wetterdienstes lagen in 14 der 15 Jahre seit 1990 die Durchschnittstemperaturen über dem langjährigen Mittel von 8,3 °C, im Jahr 2000 wurden sogar 9,9 °C erreicht. Insbesondere die Sommer sind deutlich wärmer geworden. Zudem verfrüht sich der Frühlingseinzug im Schnitt um fünf Tage pro Jahrzehnt. Singvögel halten sich fast einen Monat länger in Deutschland auf als noch in den siebziger Jahren.
In Deutschland leben im Jahr 2004 rund 83 Millionen Menschen von denen etwa 75 Millionen Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Im selben Jahr wurden 705.622 Kinder lebend geboren und 818.271 Menschen starben. 780.175 Menschen wanderten zu, während 697.633 ins Ausland abwanderten. Von den Einwanderern hatten 177.993 und von den Auswanderern 150.667 einen deutschen Pass.
Die räumliche Bevölkerungsbewegung 2004 nach Bundesländern zeigt für Niedersachsen mit +62.523 den höchsten Wert, der allerdings durch den Zuzug von Spätaussiedler in die Gemeinde Friedland stark angehoben ist. Die folgenden Bundesländer sind Berlin mit +10.819, Hessen mit +7.130, Nordrhein-Westfalen mit +6.347 und Rheinland-Pfalz mit +2.340 Menschen. Das negativste Saldo findet sich für das Bundesland Hamburg mit -4.255. Dem folgen Baden-Württemberg mit -1.990, Sachsen-Anhalt mit -1.661 und Saarland mit -664.
Die Bevölkerung lebte 2004 in 39,1 Mio Haushalten von denen waren 14,6 Mio Einpersonenhaushalte, 13,3 Mio 2-Personenhaushalte, 5,4 Mio 3-Personenhaushalte, 4,2 Mio 4-Personenhaushalte und 1,6 Mio Haushalte mit 5 und mehr Personen.
Die Statistik für das Jahr 2003 weist für die Bevölkerung von 82,5 Mio Menschen 26,2 Mio Menschen als katholisch, 25,8 Mio Menschen als evangelisch und 102.000 als jüdisch aus.
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