Eine Genkarte zeigt die lineare Anordnung der Gene im Genom eines Organismus.
Man unterscheidet dabei genetische und physikalische Genkarten.
Obwohl die Anordnung der Gene auf beiden Karten die gleiche ist, gibt es keine universal gültige "Umrechnungsformel" zwischen den beiden Einheiten. Der Grund dafür ist, dass Rekombinationshäufigkeiten je nach Region des Genoms extrem stark variieren.
Um eine vollständige Genkarte zu erhalten, muss die Genomsequenz eines Organismus bekannt sein. Aus dieser lässt sich auch abschätzen, wieviele Gene im Genom enthalten sind.
Eine formale Definition wäre:
Sei S eine DNA-Sequenz. Eine physikalische Karte besteht aus einer Menge von Markern und einer Abbildung , die jedem Marker M eine Position in S zuordnet.
Zur Herstellung solcher Karten kommen vielerlei Verfahren zum Einsatz, z.B. die Gewinnung von DNA-Fragmenten durch Restriktionsenzyme mit anschließender Anordnung der Fragmente. Die Anordnung der Fragmente führt zu bekannten bioinformatischen Problemen, z.B. dem Double Digest Problem.
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"Genkarte".
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