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Genfersee satellit.jpg
Genfersee (Lac Léman)
Daten
Lage: Romandie (CH)
Haute-Savoie (F)
BFS-Nr.: 9757
Fläche 582 km², davon
- 348 km² (60%) zu CH
- 234 km² (40%) zu F
maximale Tiefe: 310 m
Zuflüsse: Rhône, Venoge, Dranse
Abfluss: Rhône ins Mittelmeer
Höhe über Meer: 372 m
Grössere Städte am Ufer: Lausanne, Genf
Montreux, Vevey, Thonon-les-Bains
Besonderheiten: grösster See
der Schweiz

zweitgrösster See
Mitteleuropas
Karte
Genfersee_DE.png
Der Genfersee oder Lac Léman (auch Lac de Genève (franz.), Lake Geneva / Lake of Geneva (engl.) oder Genfer See (Schreibweise in Deutschland)) ist der grösste Schweizer See und liegt im Südwesten der Schweiz an der Grenze zu Frankreich. Er ist nach dem Plattensee in Ungarn der zweitgrösste See Mitteleuropas. Der Genfersee liegt 372 m ü.M., ist 582 km² gross (wovon 343 km² auf Schweizer und 234 km² französisches Staatsgebiet entfallen) und an der tiefsten Stelle 310 m tief. Sein durchschnittlicher Wasserinhalt liegt bei etwa 89 km³, was ihn zum wasserreichsten See Mitteleuropas macht.

Gespeist wird der Genfersee vor allem durch die Rhône, welche über ein Delta in Le Bouveret in den See mündet; zweitwichtigster Zufluss ist die Dranse, gefolgt von der Venoge und der Aubonne. Die Rhône fliesst bei Genf wieder aus dem Genfersee hinaus, wobei ihr Wasser durchschnittlich 11.4 Jahre für den Durchfluss durch den See benötigt.

Angrenzende Schweizer Kantone sind Genf (Genève), die Waadt (Vaud) und das Wallis (Valais). Sein Südufer gehört zu Frankreich (Département Haute-Savoie).

Gleich zwei Schweizer Grossstädte liegen am Ufer des Genfersees: An der Südspitze liegt die Kantonhauptstadt Genf, am Nordufer Lausanne, die Hauptstadt des Kantons Waadt. Weitere international bekannte Städte sind Montreux und Vevey, welche am nordöstlichen Seeufer liegen. Grösste französische Stadt am Lac Léman ist Thonon-les-Bains, die bekannteste hingegen Evian.

Die Bezeichnung Léman kommt von dem früheren lateinischen Namen der Landschaft: Lemanus oder auch Lemannus, der Kanton Waadt hiess anfangs des 19. Jahrhunderts (Helvetische Republik) ebenfalls Léman. Von den Römern wurde der See Lacus lemanus genannt, was wiederum aus dem Keltischen lem und an (für grosses Wasser) entlehnt wurde.

Die Fischerei (insbesondere Barsch und Egli) hat im Laufe des letzten Jahrhunderts stark an Bedeutung verloren und wird nur noch von etwa 160 Berufsfischern betrieben. Lastschifffahrt ist marginal, dagegen gibt es vor allem im Sommer rege Personenschifffahrt und Liniendienste, welche teilweise noch mit historischen Schaufelraddampfern betrieben werden.

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