| Gemeiner Rhabarber | ||||||||||||
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| Rhabarber.jpg | ||||||||||||
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Nelkenähnliche (Caryophyllidae) |
| : | Nelkenartige (Caryophyllales) |
| : | Knöterichgewächse (Polygonaceae) |
| : | Rhabarber (Rheum) |
| : | Gemeiner Rhabarber |
Sie wird ein bis drei Meter hoch und hat dicke, kantige rötlich bis rot gefärbte, faserige Stiele. Rhabarber wird als Gemüse-, Arznei- und Zierpflanze kultiviert.
Die Verwendung als Speise ist noch sehr jung und existiert erst, seit bezahlbarer Zucker verfügbar ist. Erst vor 250 Jahren hat man in England entdeckt, dass die fleischigen Stängel essbar sind. Rhabarber wird zumeist wie Obst (z. B. in Form von Kompott oder als Rhabarberkuchen und auch als Saft und Nektar) zubereitet, da aber nicht der Fruchtstand, sondern die Stängel gegessen werden, gehört er eigentlich zum Gemüse. Seine Popularität seit Anfang des 20. Jahrhunderts verdankt er u. a. auch der Tatsache, dass er im Gegensatz zu den allermeisten Obstsorten schon ab April erntereif ist.
Die Grundnährstoffe beim Rhabarber sind 4 % Kohlehydrate, 1 % Protein, 0,2 % Fett und ca. 93 % Wasser. Außerdem ist er reich an Vitamin K und enthält auch relativ viel Kalzium und Kalium.
Da der Gehalt an Oxalsäure mit zunehmender Reifung steigt, sollte Rhabarber, zumindest in Mitteleuropa, ab Mitte Juni nicht mehr geerntet und verzehrt werden.
Rhabarber ist eine mehrjährige Pflanze. Sie verschwindet während des Winters vollständig von der Erdoberfläche und beginnt im zeitigen Frühjahr neu zu treiben.
Rheum_rhabarbarum.2006-04-27.uellue.jpg Die unterschiedlichen Stiel-Färbungen geben Aufschluss über den Geschmack.
Der Rhabarber und der Barbar haben die gleichen Wurzeln. Sie stammen von dem griechischen Wort "barbaros" ab, das bedeutet "fremdländisch". Die erste Silbe seines Namens verdankt der Rhabarber dem alten Namen der Wolga. Sie hieß früher Rha, und an ihrer Mündung wurde "die fremdländische Wurzel" angebaut. Alternativ wird angegeben, dass sich das Wort vom lateinischen "Radix Barbaris" - Wurzel der Barbaren - ableitet.
Der Ausdruck "Rhabarber, Rhabarber..." für sinnloses Geschwätz stammt daher, dass in einigen frühen Tonfilmen die Statisten angewiesen wurden, immer weiter "Rhabarber" zu sagen, wenn z.B. für eine Marktszene eine gleichmäßige aber lebhafte Geräuschkulisse erzeugt werden sollte.
Knöterichgewächse | Blattgemüse | Obst
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