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Umgangssprachlich bezeichnete gemein ursprünglich eine Eigenschaft, die mehrere Menschen gemeinsam besaßen (Beispiel: "all diesen Leuten ist die Muttersprache Deutsch gemein"). Bereits abwertend bezeichnete es die einfachen Leute ("das gemeine Volk") und bedeutete bald "vulgär". Zugespitzt hat es (besonders in der Kindersprache) die Bedeutung von "tückisch", "fies", "schofel" (in Hamburger Missingsch: "eisch") angenommen; eine "gemeine Tat" in diesem Sinne ist eine Gemeinheit.

Als Hauptwort Gemein war bei den Landsknechten der frühen Neuzeit eine Vollversammlung aller Söldner, die zu einer Haufe gehörten, eine Urform des Parlamentarismus, der sich in der Verfassung der Heeresversammlungen bereits in der griechischen und römischen Antike findet (und zahlreiche römische Kaiser und Gegenkaiser gewählt hat).

In oberdeutschen Ortsnamen kann Gemein für "Ort" oder "Gemeinde" stehen. Ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bindlach trägt ebenfalls den Namen Gemein.

Siehe auch


Landsknecht

 

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