Als Geldnachfrage (auch Liquiditätsnachfrage, Kassenhaltung) bezeichnet man den Bedarf der Wirtschaftssubjekte nach Geld. Gemäß der Geldfunktionen wird Geld als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel sowie als Recheneinheit gebraucht und zu diesen Zwecken von den Wirtschaftssubjekten auch nachgefragt.
Die Nachfrage nach Geld als Zahlungsmittel ist gemäß der Quantitätsgleichung umso höher, je höher das Einkommen und das Preisniveau sind und je geringer die Umlaufgeschwindigkeit ist.
Sie enthält, anders als der Name vermuten lässt, nicht etwa Vermögen das zu Spekulationszwecken gehalten wird, sondern Vermögen, das in Form von Geld gehalten wird. Für Geld als Wertaufbewahrungsmittel sprechen gemäß Keynes seine hohe Fungibilität sowie sein geringes Verlustrisiko. Gegen Geldhaltung zu Wertaufbewahrungszwecken sprechen die Opportunitätskosten, die in Form entgangener Zinsen bestehen.
Je höher das Einkommen, desto größer ist der reale Umfang der Vorsichtskasse. Das liegt daran, dass mit zunehmendem Einkommen auch mehr (vorhersehbare) Transaktionen getätigt werden (siehe Transaktionskasse), die wiederum Unsicherheiten über notwendige Ersatzkäufe oder Reparaturen mit sich bringen. Die Vorsichtskasse wird in Modellen häufig nicht eingenständig berücksichtigt, sondern zur Vereinfachung unter der Transaktionskasse subsumiert.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Geldnachfrage".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world