| Gelb-Kiefer, Goldkiefer | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Pinopsida |
| : | Kiefernartige (Pinales) |
| : | Kieferngewächse (Pinaceae) |
| : | Pinoideae |
| : | Kiefern (Pinus) |
| : | Gelb-Kiefer |
In Europa wird die Gelb-Kiefer im forstlichen Versuchsanbau gepflanzt. Obwohl sie in Mitteleuropa winterhart ist, ist sie in Parks eher seltener anzutreffen.
Die Gelb-Kiefer ist ein stattlicher Baum, der in den günstigsten natürlichen Lagen (Siskiyou Mountains) bis zu 70 Meter hoch werden kann. Meistens wird er jedoch etwa 30 bis 40 Meter hoch. Er bildet eine kegelförmige Krone aus; auch bei alten Bäumen behält die Krone ihre schlanke, spitze Form. Die Rinde ist stark gefurcht und hat glatte gelblich bis rötlich-braune sowie rosa getönte Platten.
Die Knospen sind rotbraun. Die dunkelgrünen Nadeln stehen zu dritt in Kurztrieben; sie sind etwa 18 bis 22 cm lang.
Die männlichen Blüten sind dunkel rotbraun; beim Stäuben im Juni sind sie etwa 4 cm lang. Die weiblichen Blüten stehen endständig meist in Gruppen bis zu fünft. Die Zapfen sind zunächst dunkelpurpur und werden später dunkelbraun; sie werden meist 7 bis 10 cm lang, sind jedoch in Form und Größe ziemlich variabel.
Typisch für Bestände mit Gelb-Kiefern ist ein Unterwachs aus Douglasien, die wesentlich feuerempfindlicher sind. Bei den regelmäßigen, natürlichen Waldbränden werden die Douglasien normalerweise vom Feuer zerstört. Da die Bäume dann noch verhältnismäßig niedrig sind, kann ein im Unterwuchs brennendes Feuer in einem Gelb-Kieferbestand nicht auf die Kronen dieser Bäume übergreifen. Natürliche Gelb-Kieferbestände erinnern daher häufig an einen Park, da die Bäume weit auseinanderstehen und sich unter ihnen ein Feuer ausbreitet.
Seit dem frühen 20. Jahrhundert wurden aus Gründen der Waldbewirtschaftung im westlichen Nordamerika zahlreiche Maßnahmen zur Verhinderung von Waldbränden unternommen. Dies hat zu einem wachsendem Bestand an Douglasien geführt, die häufig außerdem zu dicht wachsen. Eine Beseitigung des Unterholzes ist meistens wirtschaftlich nicht sinnvoll. Da die regelmäßigen Feuer unterdrückt werden, sammelt sich über die Jahrzehnte die Menge des Unterwuchses an. Wenn diese große Menge an Biomasse dann einmal Feuer fängt, hat das Feuer so viel Nahrung, dass anders als normalerweise auch die Kronen der Gelbkiefern Feuer fangen. Von dem Schaden können sich die Gelbkiefern häufig nicht mehr erholen. Waldbrände, die nicht frühzeitig genug bekämpft werden, nehmen daher heute oftmals verheerende Ausmaße an. Die dichten Douglasienbestände brennen sehr intensiv und aufgrund der Größe, die sie mittlerweile erreicht haben, gehen die Brände auf die Kronen der Gelb-Kiefern über. Daraus entstehen regelmäßig Feuerstürme, bei denen die Flammen über 100 Meter hoch in die Luft schlagen und die eine so hohe Temperatur erreichen, dass die Vorräte an Nadelbaumsamen im Erdboden zerstört werden. Solch starken Bränden folgen häufig Schlammlawinen und Bodenerosionen. Da der künstliche Dichtstand der Kiefern zusätzlich die Überlebenswahrscheinlichkeit des Bestandes verringert, versucht man heutzutage die Wälder in der Weise umzubauen, dass die Bestandesdichten erreicht werden, die vor der Besiedlung Nordamerikas durch die alte Welt herrschten.
Ponderosa Pine | Pin ponderosa | Pinus ponderosa | Sosna żółta
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"Gelb-Kiefer".
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