Unter einem Geländeprofil versteht man einen linienförmigen, senkrechten Schnitt durch das Gelände.
Messung
Das Geländeprofil kann durch direkte
Messung im Gelände, aus
topographischen Karten oder aus
digitalen Geländemodellen bestimmt werden.
Bei der Messung werden Lage und Höhe des Geländepunktes ermittelt. Im einfachsten Fall erfolgt die Höhenaufnahme mit einem
Nivelliergerät und die Streckenmessung mit einem
Maßband. Die schnellere Methode für Aufnahme und Auswertung ist die Verwendung eines
Tachymeters. Die Messung von Profilen unter Wasser kann z. B. mit
Echoloten erfolgen.
Bei der Konstruktion anhand von topographischen Karten werden die Höhen anhand der dargestellten
Höhenlinien und
Koten bestimmt. Aber auch Objekte die auf den relativen Höhenverlauf schließen lassen, wie zum Beispiel Böschungen, Straßen und Gewässer, sollten berücksichtigt werden.
Überhöhung
In der Regel wird ein Geländeprofil überhöht dargestellt, da bei gleichem
Maßstab in Höhe und Länge die Geländeformen kaum sichtbar wären.
Die Überhöhung ist dabei das Verhältnis von Höhenmaßstab zu Längenmaßstab. Bei Plänen im Straßen- und Eisenbahnbau beträgt der Überhöhungsfaktor im Allgemeinen 10, das heißt bei einem Längenmaßstab von 1:500 beträgt der Höhenmaßstab 1:50.
Verwendung
Profile dienen der Analyse von Sichtbarkeiten, der Planung und Dokumentation von Straßen- und Eisenbahntassen sowie von Gewässern. Im Straßenbau spricht man vom Querschnitt für das
Querprofil und vom
Höhenplan für das Längsprofil.
Die Berechnung von Volumen wird heutzutage einfacher anhand von digitalen Geländemodellen durchgeführt. Ein
Geologisches Profil stellt auch die Gesteinschichten unterhalb der Erdoberfläche dar.
Geowissenschaft | Topografie