| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen-gk.jpg | Lage der Stadt Geilenkirchen in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Heinsberg |
| Geografische Lage: | |
| Fläche: | 83 km² |
| Einwohner: | 28.693 (Okt. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 345 Einwohner je km² |
| Höhe: | 95 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 52511 |
| Vorwahlen: | 02451; 02453; 02462 |
| Kfz-Kennzeichen: | HS, bis 1971 GK |
| Gemeindekennzahl: | 05 3 70 012 |
| Stadtgliederung: | 13 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 9 52511 Geilenkirchen |
| Website: | www.geilenkirchen.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@geilenkirchen.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Andreas Borghorst (CDU) |
Sie erstreckt sich beiderseits der Wurm auf den sanft ansteigenden Hängen des Wurmtales, die sich von 70 m ü. NN auf Flussniveau, bis auf rund 100 m Höhe erheben.
Ab 1794 bis 1814, in der Zeit der franz. Besetzung durch Napoleon I., wurde Würm Mairie (Bürgermeisteramt)für die umliegenden Ortschaften. 1934 wurde das Bürgermeisteramt von Würm mit dem Amt Immendorf zusammen gelegt. Bis zur Gemeindereform 1972 war das Amt Würm-Immendorf für die Gemeinden Würm, Immendorf, Puffendorf, Süggerath, Beeck und Setterich (bis 1962) zuständig. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neugliederung der Gemeinden und des Neugliederungskreises Aachen ( Aachen-Gesetz ) wurde das Amt Würm-Immendorf zum 1. Januar 1972 aufgelöst und der Gemeinde Geilenkirchen zugeordnet.
Würm ist als Kirchdorf eine Pfarre mit kath. Pfarrkirche, als Patron dem Soldaten St.Gereon geweiht, für die umgebenden Ortschaften Leiffarth, Honsdorf, Flahstraß, Müllendorf und Beeck.
Der Name begegnet seit dem letzten Drittel des 12. Jh. in den verschiedensten nieder- und hochdeutschen Formen und Mischformen, je nachdem die Schreiber der Urkunden Mieder- oder Hochdeutsche waren: 1170 Gelenkirchen, 1244 Gelinkerike, 1252 Gelenkirche, 1270 Geilenkirge, 1276 Gelinkirke, 1277 Geilinkirchin, 1290 Gelinkirken, 1328 Gelynkirchen, 1363 Geillenkyrken usw.
Die Mundart hat bis heute in ihrem Gelekerke die ursprüngliche niederdeutsche Form festgehalten.
Geilenkirchen entstand am linken Ufer der seinerzeit mäandernden Wurm bei einer schon in der Römerzeit benutzten Furt, die durch eine Wasserburg der Grafen von Heinsberg gesichert war. Urkundlich als Ort wurde Geilenkirchen erstmals 1170 erwähnt. Von einer Besiedlung ist aber früher auszugehen. Die Stadt liegt an der Römerstraße Aachen-Roermond, die hier die Wurm querte. Napoleon der I. war es, der die erste nachweisliche Brücke bauen ließ, als Geilenkirchen im Département de la Roer von 1794 bis 1814 unter französischer Herrschaft war.
Die geschichtliche Erwähnung verbindet sich auch mit den Kriegsgeschehnissen des Zweiten Weltkrieges. Geilenkirchen war Bestandteil des Westwalles, entsprechend befestigt und umkämpft.
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Die Stadt ist ferner am ÖffentlichenPersonenNahVerkehrs ÖPNV Netz des Aachener Verkehrsverbund es (AVV) angeschlossen. Die im Verkehrsverbund zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen bieten im Verbundraum nach einheitl. Tarif-u.Beförderungsbedingungen einen planmäßig betriebenen Omnibus- Linienverkehr zwischen den wichtigsten Städten und Gemeinden der Kreise Aachen, Heinsberg und Düren an. Ein besonderes Merkmal des "öffentlichen Verkehrsangebotes" ist die direkte Einflussnahme der Kommunen auf das Angebot und einer sozialverträglichen Tarifgestaltung.
Für Geilenkirchen und dem ländlichen Umfeld hat dies eine besondere Bedeutung für die umfangreich notwendige Beförderung der Schüler zwischen Wohnstätten und den sogenannten, zentral gelegenen, Mittelpunktschulen.
Auch das kreiseigene Energie-Versorgungsunternehmen Kreiswerke Heinsberg (KWH)" sowie das nach Fusion mit der Kreisbahn Geilenkirchen und später mit der Kraftverkehr Erkelenz nun gleichlautende Verkehrsunternehmen haben ihren Sitz und einen ihrer beiden Busbetriebshöfe in der Stadt. Rationalisierungsbestrebungen der "öffentl. Hand" führten zu einem weiteren Zusammenschluss der KWH mit der "Westdeutschen Licht & Kraft" (WLK) aus Erkelenz zur neuen WestEnergie und Verkehr GmbH.
Geilenkirchen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Garnisonsstandort. Die British Royal Air Force baute und bezog 1953 in Teveren einen Flugplatz, den sie bis 1968 nutzten. Die Einrichtung wurde von der Deutschen Luftwaffe übernommen und Standort der Pershing 1A Mittelstrecken Rakete. 1980 zog dort die NATO mit dem AWACS Verband ein, an dem 14 NATO Staaten aktiv beteiligt sind. Dieser Verband ist demnach der einzige multinationale Verband auf seiten der NATO
In Geilenkirchen-Teveren sind seit 1982 die NATO AWACS-Aufklärungsflugzeuge vom Typ Boeing E-3A Sentry und Luftbetankungsflugzeuge vom Typ KC 135 stationiert. Vor der Stationierung führte dies zu erheblichen Demonstrationen der Friedensbewegung, die nachdrücklich erklärten, dass die AWACS Flugzeuge ebenso defensiven wie offensiven Aufgaben nachkommen könnten. Heute noch sind die veralteten Triebwerke der Flugzeuge Quelle massiver Lärmemissionen. Auch Kerosinemissionen während des Landeanfluges werden von den Kritikern der Stationierung behauptet.
Die Deutsche Bundeswehr errichtete in Geilenkirchen die Selfkantkaserne. Die Selfkantkaserne beherbergte einst die einzige Raketen Artillerie Schule des Heeres. Seit 1991 ist dort das ZVBw (Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr) stationiert. Zudem waren die beiden Kasernen Geilenkirchens Standort mobiler atomar bestückbarer Raketensysteme Honest John, Pershing 1A, Sergeant, Lance. Viele junge Männer aus den unterschiedlichsten NATO-Ländern haben Geilenkirchen erstmals durch ihren Wehrdienst kennen gelernt.
Beide Einrichtungen sind aus wirtschaftlicher Sicht für die eher strukturschwache Region von nicht unerheblicher Bedeutung. Zahlreichen Zivilbeschäftigten mit ihren Familien haben einen existenziellen Arbeitsplatz. Die Kaufkraft der dort zivil- oder militärisch Beschäftigten fließen überwiegend in den mittelständischen Handel, ins Handwerk und Gewerbe der hiesigen Region.
Ort in Nordrhein-Westfalen | Kreis Heinsberg | Geilenkirchen
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