Geidorf ist der 3. Stadtbezirk von
Graz. Er liegt nördlich der ersten beiden Bezirke
Innere Stadt und
St. Leonhard. Im Osten erstreckt er sich bis zum Grazer Landeskrankenhaus, im Westen wird er von der
Mur begrenzt.
Geschichte
Durch Ausgrabungen, welche bei der Renovierung der
Leechkirche gemacht wurden, ist eine Besiedlung in der
Urnenfelderzeit nachgewiesen. Allerdings kann daraus nicht auf eine durchgehende 3000-jährige Besiedlung geschlossen werden.
Den historischen Kern hat Geidorf in einer kleinen Siedlung zwischen Heinrichstraße und Leechkirche. Diese wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts um ein bürgerliches Wohnviertel erweitert, das etwas weiter nördlich zwischen Heinrichstraße und Grabenstraße entstand. Dahinter zieht sich ein Villengebiet bis auf die Süd- und Westhänge des Rosenhains. Am ehemaligen Mühlgang war wichtigster Wirtschaftsträger die 1825 gegründete Grazer Zuckerfabrik, in welcher auch die erste Dampfmaschine der Steiermark in Betrieb genommen wurde.
Bauwerke
Verkehr
- Im Jahr 2002 wurde die umstrittene Grazer Nordspange als Unterflurtrasse eröffnet. Sie verbindet die beiden Hauptausfallsstraßen nach Norden, die Grabenstraße und die Wiener Straße und soll unter anderem zur Entlastung eines Wohnviertels im Nordwesten Geidorfs führen.
- Die Realisierung des "Ostgürtels" (Die Straßenzüge "Geidorfgürtel", "Rosenberggürtel" und "Grabengürtel" erinnern an dieses Konzept) muss aus heutiger Sicht aber wohl nicht mehr befürchtet werden.
- Straßenbahnlinie 1, 4, 5; Autobuslinien 30, 31, 39, 41, 53, 58, 62, 63
Naherholung
- Hilmteich: Ursprünglich Lehmgrube für ein Ziegelwerk, seit Mitte des 19. Jahrhunderts beliebtes Ausflugsziel im Osten des Bezirks am Fuß des Leechwaldes. Von hier führt ein Wanderweg nach Mariatrost. Im Winter beliebter Eislaufplatz.
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