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Gehren ist eine Stadt im
Ilm-Kreis in
Thüringen.
Geografie
Gehren liegt im
Schobsetal ca. 8 km östlich von
Ilmenau. Südwestlich der Stadt beginnt der
Thüringer Wald. Südöstlich befindet sich der 808 Meter hohe
Lange Berg. In Gehren mündet die
Schobse in die
Wohlrose, die ein Nebenfluss der
Ilm ist. Nördlich der Stadt liegt das
Naturschutzgebiet Gehrener Feuchtgebiet zu dem unter anderem die Herrenteiche, der Seerosenteich, die Zweizapfenteiche und die Sorger Teiche gehören. Gehren liegt in etwa 480 Metern Höhe.
Nachbargemeinden
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden:
Wolfsberg -
Königsee -
Pennewitz -
Herschdorf -
Möhrenbach -
Neustadt am Rennsteig -
Langewiesen
Stadtgliederung
Seit
1950 gehört das ein Kilometer östlich gelegene Dorf
Jesuborn zur Stadt Gehren.
Geschichte
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahre
1105. Der Name leitet sich von
Gern für Dreieckiges Flurstück ab. Damit könnte das von
Schobse und
Wohlrose eingeschlossene Flurstück gemeint sein. Der Ort entwickelte sich rings um den
Wartturm, der zur Bewachung einer Handelsstraße diente. Später wurde aus dem Wartturm über mehrere Zwischenschritte das
Gehrener Schloss, welches am 11. September
1933 abbrannte und nicht wieder aufgebaut wurde. Seine Ruinen sind heute noch im Schlosspark zu sehen. Im 15. Jh. wurde die erste Eisenhütte Gehrens auf dem Günthersfeld errichtet. Sie wurde im Laufe ihres Bestehens mehrfach vergrößert und diente zuletzt als
Porzellanfabrik.
In den Jahren 1625 und 1635 wütete die Pest in Gehren und forderte insgesamt 318 Todesopfer. Im frühen 19. Jahrhunderts herrschte in Gehren wirtschaftliche Not, was dazu führte, dass allein 1852 über 130 Menschen in die USA auswanderten. Der Ort bekam 1855 die Stadtrechte verliehen. Gehren gehörte bis 1920 zum Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, in dem es Amtssitz war. Zum Amt Gehren gehörten außer der Stadt noch die Orte Angstedt, Wümbach, Langewiesen, Oehrenstock, Jesuborn, Pennewitz, Willmersdorf, Gillersdorf, Großbreitenbach, Masserberg, Katzhütte links der Schwarza, Altenfeld, Neustadt rechts des Rennsteigs und Möhrenbach.
1920 wurde der Landkreis Arnstadt gegründet, zu dem das gesamte Amtsgebiet mit Ausnahme Katzhüttes gehörte. 1952 wurde der Kreis Ilmenau geschaffen, zu dem Gehren dann gehörte. 1994 ging der Kreis Ilmenau im Ilm-Kreis auf. Im selben Jahr wurde die Verwaltungsgemeinschaft Langer Berg gegründet, die ihren Sitz in Gehren hat. Gehren war der erste Ort des Ilm-Kreises, der eine LPG gründete.
Einwohnerentwicklung
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| Jahr
| Einwohner
|
| 1841
| 1.725
|
| 1895
| 2.384
|
| 1910
| 2.917
|
| 1938
| 3.500
|
| 1955
| 5.200
|
| 1970
| 4.928
|
| 1977
| 4.756
|
| 1987
| 4.500
|
| 1994
| 4.049
|
| 1995
| 4.127
|
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| Jahr
| Einwohner
|
| 1996
| 4.173
|
| 1997
| 4.091
|
| 1998
| 4.070
|
| 1999
| 3.962
|
| 2000
| 3.858
|
| 2001
| 3.892
|
| 2002
| 3.837
|
| 2003
| 3.770
|
| 2004
| 3.727
|
Politik
Stadtrat
Der Rat der Stadt Gehren besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand:
Kommunalwahl am
27. Juni 2004)
Bürgermeister
Der ehrenamtliche Bürgermeister ist Ronny Bössel.
Wappen
In Gold auf grünem Boden ein
Wilder Mann mit Laubkrone und Laubschurz, in der linken Hand eine bewurzelte Fichte haltend.
Städtepartnerschaften
Mit
Nidderau aus
Hessen besteht eine Städtepartnerschaft.
Wirtschaft und Verkehr
Gehren war einst bedeutender Industrieort. Im Norden der Stadt befindet sich das Industriegebiet. Früher gab es in Gehren
Glas-,
Porzellan- und
Holzindustrie. Das Gehrener Sägewerk war das größte der
DDR. Gegründet wurde es jedoch schon um die Jahrhundertwende, damals unter dem Namen
Kirsch. Heute gibt es in Gehren verschiedene mittelständische Unternehmen, die sich im
Gewerbegebiet im Norden der Stadt angesiedelt haben. Berühmt wurde Gehren durch die Fabrikation von
Plüschtieren. Die Plüschtierfabrik produziert auch heute noch. Seit
1990 konnte sie sich, im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben, auf dem freien Markt behaupten.
Gehren liegt an der B88 Ilmenau - Rudolstadt. In Gehren zweigen sich außerdem Straßen nach Gräfinau-Angstedt und Großbreitenbach ab. Von 1881 bis 1998 hatte Gehren einen Eisenbahnanschluss an der Ilmenau-Großbreitenbacher Eisenbahn. An der Strecke bestanden auf dem Stadtgebiet 2 Bahnhöfe: Gehren-Stadt im Westen und Gehren-Bahnhof im Osten.
Öffentliche Einrichtungen
Gehren ist Standort der Thüringer Landeswaldarbeiterschule, in der alle
Förster des Landes ausgebildet werden.
Persönlichkeiten
Weblinks
Ort in Thüringen | Ilm-Kreis