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Wappen Karte
Wappen_Gehren.png Karte Gehren in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Ilm-Kreis
Geografische Lage:
Höhe: 475 m ü. NN
Fläche: 29,99 km²
Einwohner: 3.676 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 98708
Vorwahl: 036783
Kfz-Kennzeichen: IK
Gemeindeschlüssel: 16 0 70 018
Stadtgliederung: 2 Ortsteile
(Gehren und Jesuborn)
Adresse der
Stadtverwaltung:
Obere Marktstr. 1
98708 Gehren
Website: www.gehren.de
E-Mail-Adresse: vg-langerberg@t-online.de
Politik
Bürgermeister: Ronny Bössel
Kirche_Gehren.JPG | Schieferhaus_Gehren.JPG | Gehren_Schloss.JPG | Rathaus_Gehren.JPG | Forstschule_Gehren.JPG | Bahnhof_Gehren.JPG | Holzwerk_Gehren.JPG | Plüschfabrik_Gehren.JPG | Bachdenkmal_Gehren.JPG Gehren ist eine Stadt im Ilm-Kreis in Thüringen.

Geografie


Gehren liegt im Schobsetal ca. 8 km östlich von Ilmenau. Südwestlich der Stadt beginnt der Thüringer Wald. Südöstlich befindet sich der 808 Meter hohe Lange Berg. In Gehren mündet die Schobse in die Wohlrose, die ein Nebenfluss der Ilm ist. Nördlich der Stadt liegt das Naturschutzgebiet Gehrener Feuchtgebiet zu dem unter anderem die Herrenteiche, der Seerosenteich, die Zweizapfenteiche und die Sorger Teiche gehören. Gehren liegt in etwa 480 Metern Höhe.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Wolfsberg - Königsee - Pennewitz - Herschdorf - Möhrenbach - Neustadt am Rennsteig - Langewiesen

Stadtgliederung

Seit 1950 gehört das ein Kilometer östlich gelegene Dorf Jesuborn zur Stadt Gehren.

Geschichte


Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahre 1105. Der Name leitet sich von Gern für Dreieckiges Flurstück ab. Damit könnte das von Schobse und Wohlrose eingeschlossene Flurstück gemeint sein. Der Ort entwickelte sich rings um den Wartturm, der zur Bewachung einer Handelsstraße diente. Später wurde aus dem Wartturm über mehrere Zwischenschritte das Gehrener Schloss, welches am 11. September 1933 abbrannte und nicht wieder aufgebaut wurde. Seine Ruinen sind heute noch im Schlosspark zu sehen. Im 15. Jh. wurde die erste Eisenhütte Gehrens auf dem Günthersfeld errichtet. Sie wurde im Laufe ihres Bestehens mehrfach vergrößert und diente zuletzt als Porzellanfabrik.

In den Jahren 1625 und 1635 wütete die Pest in Gehren und forderte insgesamt 318 Todesopfer. Im frühen 19. Jahrhunderts herrschte in Gehren wirtschaftliche Not, was dazu führte, dass allein 1852 über 130 Menschen in die USA auswanderten. Der Ort bekam 1855 die Stadtrechte verliehen. Gehren gehörte bis 1920 zum Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, in dem es Amtssitz war. Zum Amt Gehren gehörten außer der Stadt noch die Orte Angstedt, Wümbach, Langewiesen, Oehrenstock, Jesuborn, Pennewitz, Willmersdorf, Gillersdorf, Großbreitenbach, Masserberg, Katzhütte links der Schwarza, Altenfeld, Neustadt rechts des Rennsteigs und Möhrenbach.

1920 wurde der Landkreis Arnstadt gegründet, zu dem das gesamte Amtsgebiet mit Ausnahme Katzhüttes gehörte. 1952 wurde der Kreis Ilmenau geschaffen, zu dem Gehren dann gehörte. 1994 ging der Kreis Ilmenau im Ilm-Kreis auf. Im selben Jahr wurde die Verwaltungsgemeinschaft Langer Berg gegründet, die ihren Sitz in Gehren hat. Gehren war der erste Ort des Ilm-Kreises, der eine LPG gründete.

Einwohnerentwicklung


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Jahr Einwohner
1841 1.725
1895 2.384
1910 2.917
1938 3.500
1955 5.200
1970 4.928
1977 4.756
1987 4.500
1994 4.049
1995 4.127

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Jahr Einwohner
1996 4.173
1997 4.091
1998 4.070
1999 3.962
2000 3.858
2001 3.892
2002 3.837
2003 3.770
2004 3.727

Politik


Stadtrat

Der Rat der Stadt Gehren besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister ist Ronny Bössel.

Wappen

In Gold auf grünem Boden ein Wilder Mann mit Laubkrone und Laubschurz, in der linken Hand eine bewurzelte Fichte haltend.

Städtepartnerschaften

Mit Nidderau aus Hessen besteht eine Städtepartnerschaft.

Wirtschaft und Verkehr


Gehren war einst bedeutender Industrieort. Im Norden der Stadt befindet sich das Industriegebiet. Früher gab es in Gehren Glas-, Porzellan- und Holzindustrie. Das Gehrener Sägewerk war das größte der DDR. Gegründet wurde es jedoch schon um die Jahrhundertwende, damals unter dem Namen Kirsch. Heute gibt es in Gehren verschiedene mittelständische Unternehmen, die sich im Gewerbegebiet im Norden der Stadt angesiedelt haben. Berühmt wurde Gehren durch die Fabrikation von Plüschtieren. Die Plüschtierfabrik produziert auch heute noch. Seit 1990 konnte sie sich, im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben, auf dem freien Markt behaupten.

Gehren liegt an der B88 Ilmenau - Rudolstadt. In Gehren zweigen sich außerdem Straßen nach Gräfinau-Angstedt und Großbreitenbach ab. Von 1881 bis 1998 hatte Gehren einen Eisenbahnanschluss an der Ilmenau-Großbreitenbacher Eisenbahn. An der Strecke bestanden auf dem Stadtgebiet 2 Bahnhöfe: Gehren-Stadt im Westen und Gehren-Bahnhof im Osten.

Öffentliche Einrichtungen

Gehren ist Standort der Thüringer Landeswaldarbeiterschule, in der alle Förster des Landes ausgebildet werden.

Persönlichkeiten


Weblinks


Ort in Thüringen | Ilm-Kreis

 

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