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Als auditive oder akustische Wahrnehmung (auch Gehörsinn oder einfach Hörsinn) bezeichnet man die Stimulation eines Sinnesorgans von Lebewesen, das durch Luftdruckveränderungen angeregt werden kann. Der Hörsinn ist nicht an das Ohr gebunden; viele Insekten kommunizieren durch Schallwellen (Luftvibrationen).

Säugetiere


Das Gehör von Tieren besteht aus den Ohren (Außenohr, Mittelohr und Innenohr), dem Hörnerv und dem Hörzentrum im Gehirn. Das Gehör eines Säugetiers ist das Sinnesorgan mit der höchsten spektralen Auflösung, da es in der Gehörschnecke einzelne Sinneszellen für sehr viele verschiedene Frequenzen des Schalls enthält. Ein solches Gehör ist bereits bei frühen Wirbeltieren vorhanden. Es besteht aus Das Innenohr ist in der Regel mit dem Gleichgewichtsorgan verknüpft.

Entstanden ist sowohl das Gleichgewichtsorgan, als auch das Hörorgan aus dem Seitenlinienorgan der Fische. Im Laufe der Evolution wurde es vor allem durch den Einbau der Gehörknöchelchen (Teile des primären Kiefers) modifiziert. So findet sich der Steigbügel bereits bei den Amphibien, Hammer und Amboss kommen erst bei den ersten Säugetieren hinzu. Entwicklungsgeschichtlich ist jedoch das gesamte Gehör der Säuger verschieden von dem der anderen Wirbeltiere. Dies ist unter anderem ein Indiz dafür, dass die letzten gemeinsamen Vorfahren von Säugern und beispielsweise den Reptilien Fische waren. Das bisher älteste Fossil mit allen drei Gehörknöchelchen ist Hadrocodium wui.

Das menschliche Gehör kann akustische Ereignisse nur innerhalb eines bestimmten Frequenz- und Schalldruckpegelbereichs wahrnehmen. Zwischen der Hörschwelle und der akustischen Schmerzschwelle liegt die Hörfläche. Eine Hörstörung bildet eine Erkrankung des Gehörs. Es wird davon ausgegangen, daß etwa 0,3% der Bevölkerung davon betroffen sind. Die Ausprägung der Störung kann dabei von leichter Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit reichen. Ein Audiogramm beschreibt das subjektive Hörvermögen eines Menschen. Das Ohr ist (im Gegensatz zu Mikrofonen im Fernfeld) ein Schalldruckempfänger, d.h. es nimmt den Schall im Druckmaximum auf.

Insekten


Neben den Wirbeltieren verfügen jedoch eine Reihe weiterer Tiergruppen über ein Gehör. So haben alle Insekten, die Laute zur Kommunikation erzeugen, Hörorgane, die unterschiedlich aufgebaut sein können. Hierzu gehören etwa die Langfühlerschrecken, die Kurzfühlerschrecken und die Zikaden.

Siehe auch


Amusie | Hörereignis | Universalien der Musikwahrnehmung

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