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In einigen Regionen im deutschsprachigen Raum sind zu besonderen (z. B. 18.) oder runden (z. B. 30.; 50.) Geburtstagen traditionelle Bräuche üblich. Diese werden meist heimlich vom Freundes- und Verwandtenkreis des Geburtstagskindes initiiert.

Beispiele


Mehl übern Kopf am 16. Geburtstag wird in einigen Gebieten Frieslands Mehl über den Kopf geschüttet, es können eine oder mehrere Tüten (je nach Freundeszahl) sein

Rohe Eier auf den Kopf am 18. Geburtstag: Das Geburtstags"kind" bekommt überraschend ein oder mehrere rohe Eier auf den Kopf geschlagen.

Sockenkranz am 25. Geburtstag eines unverheirateten Mannes: Der Mann bekommt einen Kranz aus gebrauchten oder frischen Socken überreicht. Dies steht dafür, dass der Mann nun eine "alte Socke" sei.

Schachtelkranz am 25. Geburtstag einer unverheirateten Frau: Die Frau bekommt einen Kranz aus alten Schachteln, da sie nun ja auch eine "alte Schachtel" sei.

Treppe fegen am 30. Geburtstag von unverheirateten Männern: Der Betroffene muss - oft verkleidet - Dreck von der Rathaustreppe, in einigen Regionen auch von einer Brücke, zusammenfegen. Er darf damit nicht eher aufhören, bis er von einer Jungfrau "freigeküsst" wird.

Klinkenputzen am 30. Geburtstag bei unverheirateten Frauen: Vergleichbar dem Fegen bei Männern, als Tätigkeit müssen hier jedoch Türklinken gereinigt werden.

Eselreiten am 40. Geburtstag bei unverheirateten Männern: Der Betroffene wird auf einem Esel durch das Dorf geführt. Das Maximalgewicht des Reiters darf nicht über 75 kg liegen. Dies ist zwingend notwendig um die armen Tiere zu schonen. (Quelle: Rahdener Artenschutzgesetz anno 1876)

Bei diesen Bräuchen ist Alkoholkonsum oft Bestandteil der Rituale.

Feste und Brauchtum | Familienfest

 

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