article

R: 41
S: 22-24-26-39
Strukturformel
Allgemeines
Name Kalziumoxid
Andere Namen Calciumoxid, gebrannter Kalk, Branntkalk, ungelöschter Kalk, Ätzkalk
Summenformel CaO
CAS-Nummer 1305-78-8
Kurzbeschreibung weißes Pulver
Eigenschaften
Molmasse 56,08 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 3,37 g/cm³
Schmelzpunkt 2572 °C
Siedepunkt ? °C
Dampfdruck ? Pa (x °C)
Löslichkeit kaum in Wasser, 1650 mg/L (bei 20°C)
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze
MAK Feinstaub 6 mg/m³, Gesamtstaub 15 mg/m³
 

Kalziumoxid (auch gebrannter Kalk, Branntkalk, ungelöschter Kalk oder Ätzkalk) ist ein weißes Pulver, das mit Wasser unter starker Wärmeentwicklung reagiert. Durch die Reaktion wird Kalziumhydroxid (gelöschter Kalk) gebildet:

CaO + H2O -> Ca(OH)2

Herstellung


Im Industriemaßstab wird Kalziumoxid durch Kalkbrennen hergestellt. Ab einer Temperatur von etwa 800 °C wird Kalkstein (Kalziumkarbonat) entsäuert, das heißt Kohlendioxid wird ausgetrieben und es entsteht Kalziumoxid.
CaCO3 -> CaO + CO2
Weichbrannt entsteht bei Temperaturen von 900-1000°C, Hartbrannt bei bis zu 1400°C. Letzterer enthält weniger Poren sowie eine geringere spezifische Oberfläche. Darüberhinaus reagiert er langsamer mit Wasser.

Wenn kleinere Mengen (Labormaßstab) ausreichen, kann man es durch Oxidieren von Kalzium gewinnen.

Verwendung


Branntkalk wird in der Bauindustrie als Beimischung zu Mörtel verwendet. In der Chemie nutzt man die Substanz außerdem als Trocknungsmittel. Weitere Einsatzbereiche von Branntkalk ist z.B. Düngekalk, die Produktion von Calciumcarbid sowie zur Herstellung von Kalkmörtel, Kalkputz und Kalkfarbe und zur Nutzung als Neutralisationsmittel.

Eine wichtige Anwendung findet Kalziumoxid als Vorstufe bei der Herstellung von Kalziumhydroxid durch Zugabe von Wasser (gelöschter Kalk oder Löschkalk).

CaO + H2O -> Ca(OH)2

Der gelöschte Kalk wird unter anderem als Alternative zum Kalkstein in der Rauchgasentschwefelung eingesetzt. Die Einsatzmenge ist hierbei ca. 1,8-fach geringer als für Kalkstein. Der dabei aus Branntkalk gewonnene Gips (Kalziumsulfat) hat einen Weißgrad von 80 % und kann kommerziell weiterverwendet werden. Durch seine hohe Reaktivität werden geringere Verbrauchmengen benötigt. Nachteil ist sein deutlich höherer Preis gegenüber Kalkstein.

Durch weitere Reaktionen kann aus Kalziumhydroxid Chlorkalk hergestellt werden!

Weblinks


Kalk

Chemische Verbindung

Kalciumoxid | Calcium oxide | Kalko | Chaux (chimie) | 酸化カルシウム | Kalcio oksidas | Calciumoxide | Tlenek wapnia | Оксид кальция | Kalciumoxid | Ôxít canxi | 氧化鈣

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Kalziumoxid".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld