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Mit Gebirgsschlag wird der Einsturz eines größeren Hohlraumes im oberflächennahen Erdinneren bezeichnet. Die häufigste Ursache von Gebirgsschlägen ist der menschliche Eingriff in das Gesteinsgefüge durch den Bergbau, also der Einsturz künstlich angelegter Stollen. Natürlich entstandene Hohlräume können ebenfalls einen Gebirgsschlag auslösen. Diese entstehen durch Auswaschung löslicher Minerale durch eindringendes Wasser, wie etwa in Salzstöcken oder Tropfsteinhöhlen.

Die Stärke eines solchen Ereignisses hängt von der Größe des Hohlraumes ab, der durch den Einbruch des Deckgesteins verfüllt wird. Der Einsturz ausgedehnter Höhlungen kann sehr starke Erschütterungen hervorrufen, die in der umliegenden Region als, üblicherweise schwaches, Erdbeben wahrgenommen werden können.

Der bisher stärkste durch Bergbau verursachte Gebirgsschlag geschah am 13. März 1989 bei Völkershausen. Das Beben war bis zu 300 km weit spürbar und erreichte die Nahbeben-Amplitude ML=5,6.

Ein weiteres Beispiel war ein Gebirgsschlag der Stärke 5,5 auf der Richterskala in Teutschenthal am 11. September 1996. Dieses Beben wurde sogar weltweit von Seismographen registriert.

Bergbau | Geologie

 

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