Als Gebirgspass oder kurz Pass bezeichnet man die tiefste Stelle
Pässe und Joche sind nicht nur für den Straßenverkehr, die Orografie und den Bergsteiger von Bedeutung, sondern auch für die Meteorologie. Denn häufig fallen Gebirgsketten auch mit Wetterscheiden zusammen, sodass man beim Überschreiten des Passes - insbesondere am Alpenhauptkamm - vom Sonnenschein direkt in einen heftigen Regen oder gar Schneesturm kommen kann.
Unter Bergsteigern sind viele solche hochalpinen Örtlichkeiten bekannt; manche von ihnen haben markante Bezeichnungen wie "Lucke" erhalten (z.B. Birnlücke in den Hohen Tauern). Im Dachstein-Massiv gibt es wegen turbulenter Wetterwechsel die "Windlegerscharte", und der "Malojawind" westlich von St. Moritz ist bei Segelfliegern gefürchtet oder erwünscht - je nachdem, von welcher Seite die Alpenüberquerung erfolgt.
Aus geologischer Sicht kann eine solche Einsenkung durch lokale Verwitterungsunterschiede entstehen, z.B. wenn die Gesteine auf beiden Seiten des späteren Passes eine unterschiedliche Härte aufweisen. Auch durch regionale Tektonik oder zufolge felsmechanischer bzw. geologischer Störungslinien kann ein Gebirgseinschnitt entstehen, während die sogenannten Transfluenzsattel auf Gletscherschliff zurückgehen.
Die Geschichte vieler Pässe als Konzentrationspunkte von menschen- und länderverbindenden Wegen ist durch Ausgrabungen über Jahrtausende hinweg belegt. Hiefür mögen die Hinweise auf die antiken Römerstraßen oder den Fund der Gletscherleiche "Ötzi" genügen.
Physische Geographie | Gebirgspass
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