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Gebirgsjäger_mittenwald.JPG]] Ein Gebirgsjäger ist ein speziell für den Kampf im Gebirge ausgebildeter und ausgerüsteter Soldat. Er gehört zur Kampftruppe der Infanterie und ist Angehöriger der Gebirgstruppe.

Gliederung


Gebirgsjäger dienen in Gebirgsjägerkompanien bzw. -bataillonen. Besonders geeignete und speziell ausgebildete Bergsteiger/Kletterer und Skiläufer sind in Hochgebirgszügen zusammengefasst, von denen jeweils einer bei der Stabs-/Versorgungskompanie des Bataillons eingegliedert ist.

Gebirgsjäger gibt es heute in der Bundeswehr nur noch in der Gebirgsjägerbrigade 23 und bis 2008 im Gebirgsjägerbataillon 571 in Schneeberg.

Ausgewählte Unteroffiziere, vereinzelt auch Offiziere, werden in mehrmonatigen Lehrgängen zu Heeresbergführern ausgebildet. Sie stehen den Kompaniechefs und Bataillonskommandeuren bei Ausbildung und Einsatz im Hochgebirge als Berater zur Seite.

Allgemeine Einsatzgrundsätze


Werden Gebirgsjäger im Flachland eingesetzt, kämpfen sie nach den Einsatzgrundsätzen der Infanterie. Sie eignen sich besonders zum Kampf um und in Stellungen, in Wäldern und Ortschaften, um Gewässer sowie bei Nacht. Sie können unter extremen Witterungs- und Geländebedingungen kämpfen. Dies geschieht entweder zu Fuß oder im Winter auf Ski.

Kampf im Hochgebirge


Das Hochgebirge stellt außergewöhnliche Anforderungen an den Gebirgsjäger. Fahrwege führen in der Regel bis in den Bereich der Almwirtschaft, darüber hinaus kann man nur Steige benutzen. Alle Lasten, eigene Waffen und Ausrüstung, Verpflegung und besonders Munition sind dann von den Soldaten zu tragen. Das gleiche gilt für den gesamten Nachschub. Unterschiede zwischen Mannschaften und Vorgesetzten können nicht gemacht werden: „Jeder trägt seinen Rucksack selbst!“ Besonders schwierig ist unter solchen Bedingungen der Verwundetentransport. Wurde die Truppe früher durch den Einsatz von Tragtieren unterstützt, so übernimmt heute, wenn die Wetterlage es erlaubt, der Hubschrauber diese Aufgabe.

Die größten Herausforderungen stellen das Gelände und das Wetter dar. Oberhalb der Waldgrenze ist wenig Deckung zu finden, Stellungsbau oft nur mit Hilfe von Sprengungen möglich. Im Fels wird die feindliche Waffenwirkung durch Querschläger und bei Artilleriebeschuss durch Gesteinssplitter verstärkt. Steinschlag und, im Winter, Lawinen fordern oft große Opfer unter den Soldaten. Die körperlichen Anforderungen an die Gebirgsjäger zählen zu den größten in der Bundeswehr.

Truppengattung

 

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