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Gaziantep (kurdisch Dilok) ist eine kurdische Provinz im Süd-Osten der Türkei an der Grenze zu Syrien sowie der Name der Provinzhauptstadt.
Lage
Im Norden grenzt sie an
Kahramanmaraş, im Nordosten an
Adıyaman, im Osten an
Şanlıurfa, im Süden an
Syrien, im Südwesten an
Hatay und im Westen an
Osmaniye.
Hauptstadt und Bevölkerung
Die Hauptstadt
Gaziantep ist mit ca. 850.000 Einwohnern die größte Stadt der Provinz. Sie unterhält eine Partnerschaft mit der deutschen Stadt
Duisburg. Die Provinz hat 1.401.501 Einwohner und umfasst 7194 km² (Stand 2005). Die Bevölkerung setzt sich aus mehrheitlich aus
Kurden,
Araber und
Türken zusammen. Außerdem leben noch seit der Antike einige Hunderte
Christen (Assyrer, Armenier, Aramäer). Unter den
Türken sind viele assimilierte Kurden, wie im gesamten Südosten der
Türkei. Die Kurden und Araber leben traditionell in den Dörfern am
Euphrat, vermehrt in den nördlichen, östlichen und südlichen Bezirken. In den frühen zwanziger Jahren flohen Dutzende
Kurden aus dieser Region in den Norden
Syriens, in die Gegend von
Afrin. Auch sind in den letzten Jahrzehnten sind viele
Kurden aus dem Südosten und Osten der Türkei (
Diyarbakır,
Urfa,
Kahramanmaraş,
Mardin,
Van) in die Stadt eingewandert. Die hier einst lebenden Minderheiten der
Armenier und
Jesiden existieren kaum noch. In der Provinz existiert eine Universität (Gaziantep Üniversitesi).
Wirtschaft
Die Provinz ist seit alters ein bedeutendes Handelszentrum und heute eines der wichtigsten Industriegebiete der
Türkei; sie exportiert 120 Produkte in 40 verschiedene Länder. Während die
Landwirtschaft vor allem
Pistazien erzeugt, verfügt die Stadt nebst
Zementfabriken,
Seiden- und
Baumwollwebereien über zahlreiche handwerkliche Kleinbetriebe zur Verarbeitung von
Holz und
Metall sowie zur Herstellung von Lederschuhen,
Zeltstoffen aus Ziegenhaar,
Seife aus
Olivenöl und Süßigkeiten aus
Weintrauben.
Verwaltung
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Die Provinz besteht aus den Landkreisen:
Geschichte
In der
Antike wurde die Gegend zuerst von den
Hethitern und danach von den
Assyrern beherrscht, später von den
Persern,
Römern,
Byzantinern,
Abbasiden und
Seldschuken. Sie erlebte viele Kämpfe während der
Kreuzzüge, und
Saladin gewann hier
1183 eine entscheidende Schlacht. Mit dem Aufstieg des
Osmanischen Reiches ging der Aufstieg der Stadt einher, und es wurden zahlreiche
Moscheen, Gasthäuser, Badehäuser und
Medresen gebaut.
Nach dem ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der osmanischen Herrschaft wurde die Provinz nach der Niederlage des Reiches von Frankreich besetzt. Während des Türkischen Unabhängigkeitskrieges wurde die Bevölkerung gegen die Besatzungsmacht mobilisert. Der Widerstand wurde aber von den französischen Truppen niedergeschlagen. 6. Februar 1921 beschloss die Große Türkische Nationalversammlung eine Umbenennung der Stadt. Dem ursprünglichen Namen Ayıntap wurde das Wort Gazi hinzugefügt. Gazi ist eine Bezeichnung für im Krieg verwundete Soldaten. Mit dieser Umbenennung soll die Tapferkeit der Stadtbewohner geehrt werden. 1928 wurde sie in Gaziantep umbenannt.
Eine der bedeutendsten antiken Siedlungen in der Provinz Gaziantep ist Dolike/Doliche. Dieser Ort, heute Dülük, liegt etwa zehn Kilometer von der Stadt Gaziantep entfernt und ist der Ursprungsort des Kultes des Jupiter Dolichenus.
Esskultur
Gaziantep ist bekannt für seine reiche Esskultur. Nirgendwo in der Türkei gibt es so viele kulinarische Spezialitäten wie hier, z.B.
Lahmacun, Çiĝ Köfte,
Baklava, Ciĝer Kavurma, Kelle Paça, Fıstık Ezmesi, Içli
Köfte, Karnı Yarık, Yoĝurt Kebabı, Kuşbaşı
Kebab und Patlıcan Kebap uva. Die Pistazien genannt „Antep Fıstıĝı“ sind in der Türkei sehr bekannt.
Bekannte Persönlichkeiten aus Gaziantep
Weblinks
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