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Der nach seinen Herausgebern Henri Gault und Christian Millau benannte Gault-Millau ist neben dem Guide Michelin einer der einflussreichsten französischen Restaurantführer. Er vergibt die Hauben, die neben Michelins Sternen begehrteste Auszeichnung der Haute Cuisine. Im Gegensatz zum Guide Rouge beschränkt sich der Gault Millau nicht auf eine knappe Darstellung sondern legt besonderen Wert auf eine auch intellektuelle Ansprache des Lesers. Das Ergebnis sind mitunter zynisch-sarkastische Umschreibung äußerster Härte, die dem Führer in der Vergangenheit vielfach Prozessandrohungen und Gerichtsverfahren bescherten. In Deutschland wird der Gault Millau von Manfred Krohnke als Lizenznehmer herausgegeben.

Außer dem Restaurantführer erscheint jährlich auch der Gault Millau Weinguide, in dem die besten Weinerzeuger und Weine mit Weintrauben bewertet wurden. In der deutschen Ausgabe 2006 wurden die 778 besten Weinerzeuger besucht und 6.839 Weine verkostet und bewertet.

Bewertungssystem


Vier Hauben sind die höchste Auszeichnung, die Top-Restaurants erreichen können. Als detaillierteres Bewertungssystem dient eine Skala von ein bis zwanzig Punkten, wobei bis 2004 nur zwei Restaurants, die Auberge de l'Eridan in Veyrier du Lac in der Nähe von Annecy und La Ferme de Mon Père in Megève die Höchstpunktzahl erreichten.

Für deutsche und österreichische Restaurants existieren Lokalausgaben des Gault-Millau. In Deutschland besitzen nur acht und in Österreich nur vier Restaurants 19 Punkte (Stand 2004). Die Maximalzahl von 20 Punkten wurde bisher nur zweimal vergeben, da sie für durch nichts zu verbessernde Dienstleistungen vorgesehen ist.

Im Gegensatz zu allen anderen Restaurantführern gibt es im Gault-Millau zusätzlich zu der Punktebewertung eine Beschreibung des Restaurantbesuchs. Je höher das Restaurant bewertet wurde, desto mehr Text widmet der Führer dieser oft etwas ausgefallenen Kritik.

Ausgezeichnete Restaurants in Deutschland, Österreich und der Schweiz


Folgende deutsche, österreichische und schweizerische Restaurants konnten im Jahr 2004 bzw. 2005 18 oder 19 Punkte erreichen (alphabetisch nach Orten sortiert, Chefkoch in Klammern):

Vier Hauben - 19 Punkte

Deutschland

Österreich 2005

Schweiz 2005

Drei Hauben - 18 Punkte

Deutschland

Österreich 2005

Schweiz 2005

Weinguide


Deutschland

  • Winzer des Jahres
Christoph Tyrell
Weingut Karthäuserhof – Trier-Eitelsbach, Ruwer

  • Kollektion des Jahres
Wilhelm Weil
Weingut Robert Weil – Kiedrich, Rheingau

  • Aufsteiger des Jahres
Tim Fröhlich
Weingut Schäfer-Fröhlich – Bockenau, Nahe

  • Entdeckung des Jahres
Fritz Waßmer
Weingut Fritz Waßmer – Bad Krozingen-Schlatt, Baden

  • Gutsverwalter des Jahres
Jürgen Off, Günter Hübner
Weinmanufaktur Untertürkheim eG, Württemberg

  • Sommelier des Jahres
Christina Göbel
Restaurant Speisemeisterei, Stuttgart

  • Weinkarte des Jahres
Hendrik Thoma
Restaurant im Hotel Louis C. Jacob, Hamburg-Nienstedten

Österreich 2005

18 Punkte (von 20)

Literatur


  • Henri Gault, Christian Millau: Gault Millau Deutschland 2006. Der Reiseführer für Genießer. 892 Seiten. ISBN 3-88472-684-6 . (1.115 Luxuslokale und Landgasthöfe, Bistros und Hotelrestaurants neu getestet und bewertet. 420 Hotelempfehlungen, kulinarische Deutschlandkarte und 12 Stadtpläne)

Weblinks


Gastronomiekritik | Gault Millau | Gault-Millau | ゴー・ミヨ

 

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