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Fuerstliche-festtafel-mit-gauklern-und-spielleuten-um-1300_1-1240x1005.jpg tanzt vor Herodes zur Begleitung eines Fiedlers]]
Gaukler ist eine in früheren Jahrhunderten üblich gewesene allgemeine Bezeichnung für einen Unterhaltungskünstler. Heute wird der Begriff fast nur noch in historischen Kontexten verwendet.
Im weitesten Sinne war ein Gaukler ein Artist, der Kunststücke beherrschte und mit diesen die Menschen meistens auf offenen Plätzen wie der Straße unterhielt. Bei ihren Darbietungen handelte es sich zum Beispiel um Zauberkunststücke, aber auch um besondere Fertigkeiten sportlicher Art (zum Beispiel auf den Händen laufen, Einrad fahren, Jonglieren). Auch Komiker und Clowns - nur selten jedoch fahrende Musiker und Sänger - wurden als Gaukler bezeichnet. Für weibliche Unterhaltungskünstler, (Musikantinnen, Tänzerinnen, Artistinnen) wurde der mittelalterliche Begriff Jongleress benutzt. Reine Tänzerinnen wurden in mittelalterlichen Texten auch salatrix genannt (vergl. Rosengarten vv. 999ff, siehe auch Rosengarten zu Worms).
Zu den Gauklern gehörten auch „Beutelschneider“, Quacksalber, Possenreißer, Bärenführer, Zirkusangehörige und Wanderprediger. Sie traten auf Kirchfesten und Jahrmärkten auf und präsentierten ihre Kunststücke. Von ihren Taschenspielertricks leitet sich der heute noch gebräuchliche Begriff „vorgaukeln“ (falsche Tatsachen vorspielen) ab.
Der Begriff Gaukler war schon im Mittelalter gebräuchlich und stammt aus dem althochdeutschen gougolôn für "sinnlose oder spielerische Bewegungen machen" (vgl. auch lat. ioculator, franz. jongleur).
Heutzutage wird mit dem Begriff unbefangener umgegangen, es kommt vor, dass einige Artisten sich sogar selbst als Gaukler bezeichnen.
Gaukler sind immer wieder Gegenstand künstlerischer Verarbeitung geworden. So hat der Maler Hieronymus Bosch diesem Thema ein Bild gewidmet (siehe: Der Gaukler).
Zur literarischen Verarbeitung siehe: