article

Ein stochastischer Prozess (X_t)_{t \in T}, auf einer beliebigen Indexmenge T wird Gauß-Prozess (nach Carl Friedrich Gauß) genannt, wenn seine endlichdimensionalen Verteilungen (mehrdimensionale) Normalverteilungen (auch Gauß-Verteilungen, daher der Name) sind. Es soll also für alle t_1, t_2 \ldots t_n \in T die multivariate Verteilung von (X_{t_1}, X_{t_2} \ldots X_{t_n}) durch eine n-dimensionale Normalverteilung gegeben sein.

Eine besondere Eigenschaft der Gauß-Prozesse ist von der Normalverteilung geerbt, die durch ihre ersten zwei Momente bereits eindeutig bestimmt ist: So haben zwei Gauß-Prozesse, die über die selbe Erwartungswertfunktion T \to \mathbb{R}, \; t \to E(X_t) und Kovarianzfunktion T \times T \to \mathbb{R}, \; (s,t) \to Cov(X_s,X_t) verfügen, dieselbe Verteilung.

Ein Gauss-Prozess heißt zentriert, wenn sein Erwartungswert konstant 0, die Erwartungswertfunktion also die Nullfunktion ist..

Beispiele


  • Der Wiener-Prozess (Auch Standard Brownsche Bewegung genannt) hat Erwartungswertfunktion t \to 0 und Kovarianzfunktion (s,t) \to min(s,t) . Er ist der einzige zeitstetige stochastische Prozess.

  • Ist T=\mathbb{R}_{+} und f,g zwei integrierbare reellwertige Funktionen sowie W ein Wiener-Prozess, so ist der Itō-Prozess X_t= \int_0^t f(t) \mathrm dt+ \int_0^t g(t) \mathrm dW_t ein Gauß-Prozess mit Erwartungswertfunktion t \to \int_0^t f(t) \mathrm dt und Kovarianzfunktion (s,t) \to \int_0^{min(s,t)} g^2(t) \mathrm dt .
Stochastik

Gaussian process

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Gauß-Prozess".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld