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Eine Gasdruckfeder (auch kurz als "Gasfeder" bezeichnet) ist eine pneumatische Feder, die unter Hochdruck stehendes Gas zur Bereitstellung der Federkraft nutzt. Gasdruckfedern dienen häufig dem Gewichtsausgleich und sind beispielsweise bei Bürostühlen und als Haltevorrichtung von Pkw-Kofferraumdeckeln vorzufinden. Vorteile gegenüber Schraubenfedern sind die nahezu vom Federweg unabhängige Kraft, der geringe Platzbedarf und die Möglichkeit, gleich einen Dämpfungsmechanismus in die Feder integrieren zu können.

Gasdruckfedern bestehen immer aus einem Zylinder und einem darin frei beweglichen Kolben. Je nach Anwendungsfall sind beide Seiten des Kolbens oder nur eine mit Gas befüllt. Aufwändigere Konstruktionen können noch einen Trennkolben besitzen, der zwei mit Gas und Öl gefüllte Bereiche trennt.

Bei der einfachsten und am häufigsten eingesetzten Bauform ist der gesamte Innenraum mit Gas – meist Stickstoff – gefüllt. Der Kolben besitzt eine kleine Öffnung, durch die das Gas durchströmen kann und deren Querschnitt das Maß der Dämpfung bestimmt. Das Bauteil enthält ferner eine kleine Menge an Öl, das der Dämpfung und Schmierung dient. Die Dichtung gegen Gasverlust befindet sich an der Führung der Kolbenstange. Das Wirkprinzip beruht auf den unterschiedlichen Flächen der beiden Seiten des Kolbens. Der Wirkquerschnitt des Gases auf der Seite der Kolbenstange ist um die Querschnittsfläche A der letzteren reduziert. Die daraus resultierende Kraftdifferenz treibt den Kolben mit der Kraft F=p \cdot A aus dem Zylinder.

Bekannte Hersteller von Gasdruckfedern sind die Firmen SUSPA in Altdorf bei Nürnberg und Stabilus in Koblenz [http://www.stabilus.de.

Feder (Technik) | Pneumatik | Zylinder

 

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