| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Gardelegen.png | Lage von gardelegen in deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt |
| Landkreis: | Altmarkkreis Salzwedel |
| Geographische Lage: | |
| Höhe: | 43 m ü. NN |
| Fläche: | 68,00 km² |
| Einwohner: | 11.740 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 173 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 39638 |
| Vorwahl: | 03907 |
| Kfz-Kennzeichen: | SAW |
| Gemeindeschlüssel: | 15 3 70 029 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rudolf-Breitscheid-Str. 3 39638 Gardelegen |
| Website: | www.gardelegen.info |
| Bürgermeister: | Konrad Fuchs |
Gardelegen ist eine Hansestadt im Altmarkkreis Salzwedel im Norden von Sachsen-Anhalt und liegt in der südwestlichen Altmark zwischen Berlin und Hannover, nördlich von Magdeburg.
Die ältesten bekannten Siegel stammen aus den Jahren 1309 und 1327 und zeigen bereits neben dem halben brandenburgischen Adler fünf Gerten, die offensichtlich schon Hopfenstangen darstellen sollten, da das Gewerbe der Bierbrauer schon zu Beginn des 14.Jh. in Gardelegen verbreitet war. Alle späteren Siegel und Wappen zeigen deutlich Hopfenstangen mit Blättern und Blüten, wobei es bald vier, bald drei Stangen sind. Heute sind es drei, was auch der Darstellung des am Stendaler Tor angebrachten, in Stein gehauenen Wappens von 1553 entspricht.
Am 13.April 1945 wurden in der etwas außer der Stadt gelegegenen Isenschnibber Feldscheune 1016 KZ-Häftlinge ermordet. Mehrere Todesmärsche (u.a. Mittelbau-Dora) und Transporte trafen an den Tagen zuvor in Gardelegen zusammen und konnten wegen der nahen Front nicht fortgesetzt werden. Daraufhin wurde durch die Verantwortlichen unter dem NSDAP-Kreisleiter Gerhard Thiele das Verbrechen vorbereitet und durchgeführt. Die Gefangenen wurden in die steinerne Scheune eingepfercht - das darin befindliche Stroh war vorher mit Benzin übergossen worden - dieses wurde anschließend angezündet. Bei einem ersten Löschversuch konnten die Gefangenen das Feuer austreten. Bei der folgenden Brandlegung wurden die Häftlinge durch Waffeneinsatz an der Löschung sowie Flucht gehindert. Zusätzlich wurden Überlebende durch Handgranaten und den Einsatz von Signalraketen getötet. Ungefähr 24 Stunden nach dem Massaker erreichte die US-Army den Ort.
An der Bewachung und Ermordung waren KZ-Wachmannschaften, Luftwaffensoldaten, Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes und Häftlinge(meist deutschstämmige Kapos) beteiligt.
Hauptverantwortlicher für das Massaker von Gardelegen war der NSDAP-Kreisleiter Gerhard Thiele. Trotz Verurteilung in der * wurde er jedoch nie für diese Tat bestraft. Bis zu seinem Tod lebte er in der Bundesrepublik Deutschland.
Solche Verbrechen geschahen in vielen deutschen Orten in großen oder kleinen Ausmaßen. Sie werden als Kriegsendphasenverbrechen bezeichnet, ähnlich wie die Politik der verbrannten Erde beim Rückzug der Wehrmacht.
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