Gangwon-do ist eine Provinz im Nordosten von Südkorea am Ostmeer (Japanischen Meer). Im Süden grenzt sie an Gyeongsangbuk-do und Chungcheongbuk-do, im Westen an Gyeonggi-do und im Norden an Nordkorea. Die Hauptstadt der Provinz ist Chuncheon.
Die Topographie wird durch die zerklüfteten Mittelgebirge geprägt, die in Nord-Süd-Richtung verlaufen und von denen das Taebaek-Gebirge das bedeutendste ist. Der Gebirgsverlauf erschwert die Verkehrsführung, daher folgen Straßen und Eisenbahnlinien den stark gewundenen, durch Erosion teilweise ausgeweiteten Flußtälern. Die Flußbetten sind breit, die Flüsse selbst fast das ganze Jahr über schmal und flach. In der Regenzeit und nach der Schneeschmelze schwellen sie zu reißenden Strömen an. Die Berge fallen zur Küste oft steil ab, wobei sie kleine Buchten mit malerischen Sandstränden bilden. Einen durchgegehenden breiten Sandstrand gibt es nur im Norden bei Samcheok, das im flachen Schwemmland liegt, und bei Gangneung.
Das Klima ist etwas rauher als in den West- und Südprovinzen, während der Regenzeit im Sommer schwülwarm. Die schönste Jahreszeit neben dem Frühling, der meist schon Ende Februar einsetzt, ist der Herbst. Die Vegetation leuchtet in allen denkbaren Farben, sie entspricht dann dem "Indian Summer" in den Neuengland-Staaten der USA. Die Winter sind kalt, mit extrem trockener Luft, geprägt durch den schneidenden Nord- und Ostwind. Temperaturen von 20 Grad minus sind keine Seltenheit. Oft fallen an einem Tag bis zu 20 cm Schnee. Dabei scheint auch im Winter oft die Sonne. Bei strahlend blauem Himmel bietet die verschneite Landschaft einen wunderbaren Anblick.
Die Berge sind stark bewaldet, wobei ein Großteil nach den Rodungen unter japanischer Herrschaft ab den den 60er Jahren mühsam wieder aufgeforstet worden ist. Die Wälder bieten eine Fülle von Pilzen, Kräutern und schmackhaften Früchten. Die Landwirtschaft ist auf die Flußtäler und die Schwemmlandgebiete im Osten und Westen der Provinz beschränkt. Neuerdings nutzen Nahrungsmittelfirmen einige Bergweiden zur Milchviehhaltung. Haupterzeugnisse sind Reis, Gerste, Süßkartoffeln, Kartoffeln und Gemüse. Eine wichtige Rolle spielt die Fischerei, die in dem fischreichen Japanischen Meer alle Arten von Fisch und Meeresfrüchten fängt, vor allem Tintenfisch. Daneben werden in den flachen Küstengebieten Muscheln und Seetang geerntet.
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