| Flag of The Gambia.svg | Coa gambia large.jpg |
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Der etymologische Ursprung des Namens des Flusses Gambia liegt im portugiesischen Wort câmbio („Austausch“ oder „Handel“). Câmbio ist vielleicht die Übersetzung der Bezeichnung für den Fluss der damaligen Bevölkerung im 15. Jahrhundert. Das Wort ba dimma (nach anderer Deutung fura), wird dabei als QuelleMeyers Konversations-Lexikon, Leipzig Bibliographisches Institut, 1888, [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/bild/werk/meyers/band/6/seite/0887/meyers_b6_s0887.html Band 6, S. 887 genannt. Ba dimma kommt aus der Mandinka-Sprache wobei ba übersetzt Fluss heißt. Oder câmbio beschreibt die Stelle, an der die Portugiesen die Region erkundeten und einfachen Handel mit der Bevölkerung betrieben.
Gambia liegt an der Westküste des afrikanischen Kontinents und ist mit 11.295 km² dessen kleinster Flächenstaat. Die ungefähr 740 Kilometer lange Grenze folgt auf einer Länge von etwa 480 km sowie einer Breite von 10 bis 50 km dem Verlauf des Gambia-Flusses. Abgesehen vom Küstenabschnitt ist Gambia vom zwanzigmal größeren Senegal umschlossen. Häufig wird das Land als eine Enklave bezeichnet, was aber nach der Definition inkorrekt ist.
Soweit der Einfluss des Salzwassers - der so genannten Brackwasser
Großwild wie Elefanten, Löwen oder Giraffen wurde im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Kolonialherren und Wilderer ausgerottet. Dennoch bietet Gambia mit seinen umfangreichen Savannen- und Feuchtgebieten noch heute einer großen Anzahl von Tierarten Lebensraum.
Ungefähr 108 Säugetierarten, wie die verschiedenen kleine Antilopenarten beispielsweise die Wasserkudus oder die Buschböcke, sind hier heimisch. Primaten sind häufig anzutreffen, darunter Guinea-Paviane und Grüne Meerkatzen aber auch Rote Stummelaffen und Husarenaffen. Erfolgreich hat man die letzten Schimpansen des Landes in ein Naturreservat übersiedelt.
Für die große Vielfalt der bunten Vogelwelt, ist das Land bekannt. Über 540 Vogelarten (List of birds of The Gambia) sind in der Fachliteratur beschrieben - ein Drittel dieser Vögel sind Zugvögel.
Einst galt der Gambia als krokodilreichster Fluss Afrikas, heute findet man in freier Wildbahn nur schwer welche, darunter das Nilkrokodil und das Stumpfkrokodil. Zu den Echsen gehört auch der bis zu zwei Meter große Nilwaran. Selten geworden aber gefährlicher sind die Flusspferde, oberhalb von Elephant Island leben ungefähr noch 100 Exemplare.
Die geschützte Küstenlinie ist ein beliebtes Laich- und Aufwuchsgebiet für diverse Fische. Delfine sind in der Flussmündung zu beobachten.
| Anteil | Ethnie |
|---|---|
| 42,3 % | Mandinka |
| 18,2 % | Fulbe |
| 15,7 % | Wolof |
| 9,5 % | Diola |
| 8,7 % | Serahuli |
| 2,1 % | Serer |
| 1,3 % | Manjago |
| 1,0 % | Aku |
| 0,4 % | Bambara |
| 0,9 % | Andere Ethnien |
| Die Datenerhebung stammt aus dem Jahr 1973 | |
Da in Gambia viele verschiedene Ethnien leben, die sich hauptsächlich durch ihre eigene Sprache definieren, sind die Gambier recht sprachbegabt. Häufig sprechen sie mehrere Sprachen fließend oder können sich zumindest darin verständigen. Neun Sprachen sind hauptsächlich verbreitet, aber über zwanzig verschiedene SprachenFischer Weltalmanach 2000, Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1999, ISBN 3-596-72000-1 werden in diesem kleinen Land gesprochen. Am weitesten verbreitet ist mit etwa 454.000 SprechernEthnologue report for Gambia www.ethnologie.com das Mandinka aus der Gruppe der Mande-Sprachen. Topographische Bezeichnungen sind häufig in Mandinka. Das Wolof mit etwa 165.000 Sprechern, das die größte Verbreitung in Senegal hat, wird vor allem in der Küstenregion um Banjul und in der Kombo-St. Mary Area gesprochen. Wolof wird oft als Handels- und Geschäftssprache benutzt und diente auch in der Zeit der Konföderation Senegambia als Parlamentssprache. Das Ful (oder Fulani) wird von etwa 263.000 Gambiern gesprochen.
Cooking in senegal 20050824-d.jpg Die arabische Sprache ist eine alte Schriftsprache im Gambia-Tal, denn im Zuge des Transsaharahandels kamen schon seit dem 10. Jahrhundert v. Chr.Hupe: Gambia, Jahn: Gambia (genauere Angaben unter Literatur) nordafrikanische Händler zu den westafrikanischen Herrscherhäusern. Durch die Annahme des Islam wurde die arabische Sprache, die heute als Bildungssprache und Sprache der Religion gilt, weiter verbreitet. Durch die grenznahen Kontakte mit Senegal haben viele Gambier auch fundierte Französisch-Kenntnisse. Durch die hohe Sprachbegabung haben Gambier, die Kontakt mit dem Tourismus haben, oft zusätzlich Sprachkenntnisse in Deutsch, Niederländisch, Schwedisch oder Finnisch.
1917212-African mosque-The Gambia.jpg in Gambia]] 71-1d98.jpgDas Krokodil kann man erkennen wenn man das Bild der Münze um 90° dreht]] At the crocodile p galleryfull.jpg Gambias Bevölkerung ist zu 90 Prozent muslimisch, neun Prozent christlich und etwa ein Prozent glaubt an traditionelle indigene afrikanische Religionen.
Obwohl Muslime (Sunniten) den Hauptteil der Bevölkerung bilden, genießen alle Religionen eine ruhige und friedliche Koexistenz. Gambia ist ein weltlicher Staat, der den Respekt für alle kulturellen und traditionellen Werte fördert. Dieser Zustand garantiert Freiheit für alle, um die Religion ihrer Wahl auszuüben. Mit diesem Hintergrund ist es in Gambia traditionell üblich, dass alle offiziellen Veranstaltungen mit Gebeten durch einen christlichen Priester und einen muslimischen Imam eröffnet werden.
Der islamische Staat zeigt sich fortschrittlich, ist weder antiwestlich noch fremdenfeindlich und hat bislang noch keinen Einfluss auf die Politik. Die Schari'a, die islamische Rechtsprechung, wird nur selten angewandt.
Ein Tier mit mythologischer Bedeutung ist das Krokodil. Es dient als heiliges Tier und Fruchtbarkeitssymbol. So sehen die Westafrikaner zum Beispiel im Vollmond nicht den Mann im Mond, sondern - in der Mandinka-Sprache Bambo genannt - ein Krokodil. In den Dalasi-Banknoten ist dieses Tier als Wasserzeichen eingearbeitet. Auch gibt es ein Sprichwort, in dem es heißt:
Es gibt drei bekannte heilige Krokodilbecken, die unter anderem für den Tourismus betrieben werden. Das meist besuchte, ist das Heilige Krokodilbecken von Kachikally bei Bakau. Daneben gibt es Anlagen bei Barra und Allahein. Dort werden in langer Familientradition Krokodile aufgezogen, die dann die Besucher - so fern sie mutig sind - berühren dürfen. Dieses Berühren soll Glück und Fruchtbarkeit bringen. Auch das Wasser aus diesen Kultstätten wird für rituelle Zwecke benutzt.
Als Baum mit mystischer Bedeutung gilt der Baobab (Affenbrotbaum).
Unter den indigene Religion findet sich unter anderem der Voodoo, im Gegensatz zu dem Voodoo-Kult in Haiti versteht sich der Voodoo in Westafrika in der Regel als eine weiße, heilende und gute Magie. Trotzdem werden gelegentlich Geschichten verbreitet in dem jemand etwas böswillig mit Voodoo bewirkt haben soll. Es wurde beispielsweise ein Beschuldigter gelyncht, weil er angeblich einem anderen das Geschlechtsteil weggezaubert hatte.'Penis snatcher' takes a hard beating (engl.)
Das Schulsystem ist am britischen System angelehnt, eine Schulpflicht besteht in der Greater Banjul Area. Das Einschulungsalter liegt bei sieben Jahren in der Primary School, die sechs Schuljahre umfasst. Nach einem gutem Abschluss folgt die fünfjährige Secondary High School. Danach ist der Weg offen für die zweijährige High School in Banjul. Dieser Abschluss berechtigt zum Besuch einer Universität.
In Serekunda gibt es die im Jahr 1998 gegründete Universität von Gambia, die 1999 ihren Lehrbetrieb aufnahm. Zuvor mussten die Studenten ins Ausland gehen, wenn sie ein Medizin- oder Agrarstudium beginnen wollten.
Der Staat Gambia hat nach einer Schätzung eine Einwohnerzahl von über 1,6 Millionen (Schätzung Juli 2006)Gambia im „CIA – The World Factbook“ wenn nicht anders angegeben; Angaben vom März 2006 und wächst mit einer Rate von 2,84 Prozent. Dieser Wert ist im Laufe der Zeit angestiegen und erreichte im Jahr 1993 den Zenit mit 3,88 Prozent. Seitdem sinkt die Wachstumsrate wieder. Bei einer Fläche von 11.295 km² macht das eine Bevölkerungsdichte von 145 Einwohner pro km² aus. Weltweit liegt Gambia damit auf Rang 52.
Die Bevölkerungsstruktur zeigt den Aufbau eines typischen Entwicklungslandes, was man in der leichten Pagodenform in der Alterspyramide erkennen kann. So macht zum Beispiel die Altersgruppe der bis 14-Jährigen einen Anteil von 44,3 Prozent aus. Die Gruppe der Alten hat nur einen Anteil von 2,7 Prozent. Die restlichen 53,0 Prozent sind die Bewohner zwischen 15 und 64 Jahre.
Die Verteilung auf beide Geschlechter ist nahezu gleich. In der Altersstruktur ist kein Ausschlag zu erkennen, der auf gesellschaftliche Veränderungen wie zum Beispiel Kriege, Katastrophen oder einen Pillenknick hindeutet. Bei der Gruppe der bis 14-Jährigen überwiegt leicht mit einem Verhältnis 1,01 der männliche Anteil und auch bei der Gruppe der Alten liegt das Verhältnis zu Gunsten des männlichen Anteils bei 1,05. In der restlichen Bevölkerungsgruppe liegt das Verhältnis des männlichen Anteils bei 0,99.
In Gambia liegt das mittlere Alter (Median) bei 17,7 Jahren (♂ 17,6 Jahre/ ♀ 17,8 Jahre). Man kann für die im Jahr 2006 Geborenen von einer Lebenserwartung von 54,1 Jahren ausgehen (♂ 52,3 Jahre/ ♀ 56,0 Jahre). Die Todesrate beträgt 12,3 Sterbefälle pro Jahr und 1000 Einwohner. Die Geburtenrate beträgt 39,4 Geburten pro Jahr und 1000 Einwohner. Dabei liegt die durchschnittliche Kinderzahl bei 5,3 Geburten pro Frau. Dabei kommen auf 1000 Geburten 71,6 Todesfälle (♂ 78,1 Jahre/ ♀ 64,9 Jahre).
Das Land verzeichnet eine positive Einwanderungsrate, die bei 1,29 Einwanderern pro 1000 Einwohnern liegt. Die Gründe liegen wohl bei den besseren wirtschaftlichen Verhältnissen als in Guinea und Guinea-Bissau und auch aus Ghana gibt es viele Emigranten.
Erfolgreiche Programme zur Aids
Die Verbesserungen in der klinischen Versorgung zeigt sich darin, dass im Jahr 2003 zum ersten Mal in der gambischen Geschichte eine junge Frau aus Brikama Fünflinge bekam. Sie brachte die Kinder unter weltweitem Medieninteresse gesund in einer Klinik zur Welt.
Die fruchtbaren Ufer des Gambia-Flusses sind seit Jahrtausenden besiedelt. Ein schriftliches Zeugnis gab der Karthager Hanno der Seefahrer um 470 v. Chr. im Bericht seiner Reise nach Westafrika. Die Verbindung zum Mittelmeerraum riss erst mit dem Fall des Römischen Reiches und der Ausbreitung des Islams ab.
Mitte des 15. Jahrhunderts führten zahlreiche vom Heinrich dem Seefahrer initiierte Entdeckungsfahrten an die Westspitze von Afrika. Darunter waren die Seefahrer Dinis Dias, Alvise Cadamosto und Nuno Tristão. In den folgenden Jahren übernahmen portugiesische Händler die Route mit Schiffen als Transportmittel. Zu diesem Zeitpunkt war Gambia auch Teil des Reiches Mali.
1618 vergab König James I. einer britischen Gesellschaft ein Privileg zum Handel mit Gambia und der Goldküste (heute Ghana). Vom späten 17. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts stritten sich England und Frankreich um die politische und wirtschaftliche Herrschaft über die Flüsse in Senegal und Gambia. Der Pariser Frieden von 1763 übertrug Großbritannien die Herrschaft über Gambia, die Franzosen bekamen lediglich eine kleine Enklave um Albreda nördlich des Flusses. Diese wurde 1857 an Großbritannien abgetreten.
In der Zeit des transatlantischen Sklavenhandels wurden mehr als drei Millionen Sklaven nach Amerika verschleppt. Erst 1807 hörte Großbritannien offiziell mit dem Sklavenhandel auf, was dem Handel in Gambia vorerst keinen Abbruch tat. Im Jahr 1816 bauten die Engländer in Bathurst (heute Banjul) einen Militärstützpunkt. Die folgenden Jahre unterstand Banjul zeitweise dem britischen General-Gouverneur in Sierra Leone. Erst 1888 wurde Gambia eine eigenständige Kolonie. Dabei wurde die Grenze zwischen der französischen Kolonie Senegal und Gambia endgültig festgelegt.
Am 18. Februar 1965 wurde Gambia als konstitutionelle Monarchie ins Commonwealth aufgenommen. Am 24. April 1970 wurde Gambia in eine Republik innerhalb des Commonwealth umgewandelt. Der erste Präsident der Republik wurde der bisherige Ministerpräsident Sir David Dawda Kairaba Jawara, der bis 1994 fünfmal wiedergewählt werden sollte. 1981 erschütterte ein gewaltsamer Staatsstreich das Land. Im Nachspiel zum Putsch unterzeichneten Gambia und Senegal am 12. Dezember 1981 einen Vertrag, der die Vereinigung der Streitkräfte, der Währung und des Wirtschaftsraumes in der Konföderation Senegambia vorsah. Diese Konföderation bestand vom 1. Februar 1982 bis zum 30. September 1989, als Gambia aus dem Bund austrat.
Vor der gambischen Küste ereignete sich 2002 eine der größten Katastrophen der Seefahrt der Nachkriegszeit. Die senegalesischen Fähre Joola, der damals einzigen Fähre zwischen Ziguinchor (Region Casamance) und Dakar, sank in einem Sturm und forderte dabei über 1800 Todesopfer.
Gambia ist eine Republik mit einer demokratisch gewählten Mehrparteienregierung unter dem Präsidenten Yahya Jammeh. Der junge Leutnant Jammeh kam 1994 durch einen militärischen, aber weitgehend unblutigen Staatsstreich an die Macht, der aus einem Protest der Soldaten über verspätete Sold
Tatsächlich sind die Jahre von 1996 bis 2000 von einer gewissen Stabilität und wirtschaftlichem Aufschwung geprägt: der internationale Flughafen in Banjul sowie zahlreiche Straßen wurden modernisiert, ein neues Krankenhaus, neue Schulen, eine Fernsehstation und ein riesiges Revolutionsdenkmal entstanden, der Tourismus war wieder eine gute Einnahmequelle.
2000 wurden (laut Amnesty International) mindestens 14 Personen bei einer Straßenschlacht zwischen studentischen Demonstranten und der Polizei getötet. Schulen waren zeitweilig geschlossen, Patrouillen prägten das nächtliche Stadtbild.
2001 wird Jammeh erneut wiedergewählt. 2002 gewann die Alliance for Patriotic Reorientation and Construction (APRC) die Wahl zur Nationalversammlung, allerdings boykottiert die Oppositionspartei UDP die Wahl. Sie kritisierte die Wahl, die von der Independent Electoral Commission (IEC) organisiert wurde, weil nach ihrer Ansicht das Wahlsystem fehlerhaft war.
Am 16. Dezember 2004 wurde der regierungskritische Journalist Deyda Hydara ermordet. Zuvor hatte er das neue Mediengesetz angeprangert, nach dem Journalisten für das Schreiben eines „verleumderischen Artikels“ (zum Beispiel: üble Nachrede, Veröffentlichung aufrührerischer Artikel) zu einer Haftstrafe von mindestens sechs Monaten verurteilt werden können. Vier Tage nach der Tat protestierten Hunderte von Journalisten gegen Hydaras Ermordung und für den Erhalt der Pressefreiheit.
Gambia ist ein von einer regierenden Partei dominiertes Land; an der Macht ist die Alliance for Patriotic Reorientation and Construction. Oppositionelle Parteien sind erlaubt, erlangten aber in der Vergangenheit keinen großen Einfluss. Im Jahr 2005 bildeten fünf oppositionelle Parteien, also praktisch die gesamte Opposition des Landes, eine Koalition mit dem Namen National Alliance for Democracy and Development (NADD).
Hauptartikel: Liste der Staatsoberhäupter von Gambia
Gambia hat heute nur ein Staatsoberhaupt. Dieses wird alle fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Es vereint mit diesem Amt, die Funktion des Regierungschefs und den Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Einen Premierminister bzw. Ministerpräsidenten gibt es seit 1970 nicht mehr. Das zweithöchste Amt als Vizepräsidentin hat Isatou Njie Saidy seit 1997 inne.
Die Armee wurde zunächst, infolge des Putsches von 1981, als eine 200 Mann starke Einheit 1983 gegründet. Vorher gab es seit der Unabhängigkeit keine bewaffneten Streitkräfte im Land, lediglich eine 750 Mann starke Polizei und ein halb so großer Verband mit dem Namen Field-Force. Man hatte bis zu dem Putsch ein Verteidigungsabkommen mit dem Senegal abgeschlossen.
Obwohl das Land nur eine kleine Armee besitzt, beteiligt es sich intensiv an Friedensmissionen der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (AU), so zum Beispiel an der United Nations Mission in Liberia (UNMIL). Seit Dezember 2004 beteiligt sich Gambia an einer Friedensmission im Sudan unter Führung der Afrikanischen Union.
Gambia ist Mitglied in verschiedenen internationalen Organisationen und Gruppierungen. Zu den wichtigsten zählen die Vereinten Nationen und ihre Unter- und Sonderorganisationen, der Internationalen Währungsfonds und die Weltbank. Auf regionaler Ebene sind die Afrikanische Union und die Economic Community of West African States (ECOWAS) am wichtigsten.
Die nächsten Präsidentschaftswahlen werden am 22. September 2006 und die nächsten Parlamentswahlen im Januar 2007 stattfinden. Verschiedene Oppositionsparteien haben ein Bündnis geschlossen, um als geeinte Kraft besser gegen die regierende Partei APRC konkurrieren zu können.
Der Staat Gambia ist in sechs Divisionen unterteilt.
| Division | Abkürzung | Code | Hauptstadt | Landfläche in km² | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| Greater Banjul Area | GBA | B | Banjul | 88 | 391.231 |
| Lower River Division | LRD | L | Mansa Konko | 1618 | 73.890 |
| Central River Division | CRD | M | Janjanbureh | 2895 | 192.916 |
| North Bank Division | NBD | N | Kerewan | 2256 | 176.793 |
| Upper River Division | URD | U | Basse Santa Su | 2070 | 190.353 |
| Western Division | WD | W | Brikama | 1764 | 446.680 |
| 10.691 | 1.471.863 |
Obwohl der Gambia weitestgehend schiffbar ist, wird er heute für Transportzwecke in das gambische Hinterland im Grunde genommen überhaupt nicht mehr genutzt. Auch der öffentliche Personenverkehr in West/Ost-Richtung hat sich nun ganz auf die Straße verlagert.
Das Straßennetz hat eine Länge von ungefähr 3742 Kilometern (2003). Davon sind 723 Kilometer asphaltiert. Nördlich des Gambia-Flusses befindet sich eine wichtige Straße (Norduferstraße), die das Land durchquert. Bedeutender für den Fernverkehr ist jedoch die Süduferstraße, die von Banjul über Brikama bis nach Basse Santa Su durch das ganze Land verläuft.
Den Personenverkehr führt hauptsächlich die Gambia Public Transport Corporation (GPTC) durch, sie betreibt mit ihrer Flotte ein gut ausgebautes Busnetz. Den öffentlichen Personennahverkehr übernehmen Buschtaxen. Die Minibusse fahren die Hauptverkehrsstraßen ab und lassen sich einfach durch Handzeichen anhalten. Konventionelle Taxen in gelber Farbe mit einen grünem Querstich sind auch zahlreich vorhanden. In den Touristenzentren fahren aber auch noch grün lackierte Taxen, sie haben spezielle staatliche Lizenzen, die sie auch als Touristenführer auszeichnen.
Der Gambia-Fluss ist bis 390 Kilometer ins Landesinnere schiffbar. Hochseeschiffe können, bedingt durch den Tiefgang, den Gambia nur bis etwa 190 Kilometer befahren.
Auf dem Fluss gibt es einige Fähren, die für den Personen- und Kraftfahrzeugverkehr eine wichtige Nord-Süd-Verbindung darstellen. Eine wichtige Fährverbindung befindet sich zwischen Banjul und Barra am nördlichen Ufer der Gambia-Mündung, auf der wichtigen Verkehrsstrecke nach Dakar. Für den Fährverkehr wurde am 25. Juli 2005 die in der Ukraine gebaute neue Fähre mit dem Namen Kanilai Ferry, vom Präsidenten Jammeh in Dienst gestellt. Die Fähre mit 50 Metern Länge, 12,5 Metern Breite und einem Tiefgang von 1,7 Metern kann maximal 250 Tonnen Fracht sowie 1200 Personen befördern. Die maximale Zahl wurde aber auf 600 Passagiere begrenztIndienststellung der Fähre Kanilai Ferry (englisch).
Ein weiteres Unternehmen, das in Gambia ein Mobilfunknetz betreibt, ist die afrikaregionale Africell. Zusammen haben die beiden Anbieter über 220.000 Mobilfunkteilnehmer (Stand September 2005), das sind 25 Prozent der 15- bis 64-Jährigen oder 1,9 Handys pro Haushalt. Die Anzahl der Teilnehmer stieg innerhalb von fünf Jahren um das Vierzigfache, damit hat Gambia eine der höchsten Mobilfunkquoten von ganz Afrika.
Nach einer Schätzung von 2005 gibt es im Land 49.000 private Internetnutzer, das sind knapp sechs Prozent der 15- bis 64-Jährigen. Diese Zahl hat sich innerhalb von vier Jahren verzehnfacht. Es gibt eine Vielzahl von Telecentern, die verschiedene Kommunikationsdienste wie Internet-Terminals, Fax-Geräte oder Festnetztelefone gegen Entgelt zur Verfügung stellen.
Fishing scene galleryfull-2.jpg | Nema girl pounding grain-The Gambia.jpg | Platjaparadis.jpg | Gambia 092 from KG.jpg (Ploceus cucullatus)]]
Gambia besitzt keine Bodenschätze, die sich wirtschaftlich erschließen ließen - Landwirtschaft, Tourismus und Fischerei sind die Haupterwerbszweige des Landes.
Nach einer Schätzung aus dem Jahr 2005 liegt das Bruttoinlandsprodukt kaufkraftbereinigt bei 2,39 Milliarden Euro, das entspricht 1460 Euro pro Einwohner. Dennoch zählt Gambia zu den ärmsten Ländern der Welt: noch 2003 belief sich der Anteil der Bevölkerung mit weniger als einem US-Dollar pro Tag (nicht kaufkraftbereinigt) auf 59 Prozent.
Die mit Abstand wichtigste Kulturpflanze ist die Erdnuss, die leicht sandige Böden bevorzugt. Jedes zweite landwirtschaftlich genutzte Feld ist ein Erdnussfeld. Sie bringt mit ihren Nebenprodukten 78 Prozent der Exporterlöse ein. Die exportorientierte, auf die Erdnuss ausgerichtete Landwirtschaft macht es aber notwendig, dass ein Fünftel der benötigten Nahrungsmittel eingeführt werden muss.
Daneben wird Hirse und Sorghum, Maniok und Mais kultivert. Reis, das Grundnahrungsmittel Nummer eins, wird nicht ausreichend im Land produziert und muss zusätzlich importiert werden.
Eine untergeordnete Rolle für den Export spielt Baumwolle, die in den östlichen Landesteilen angebaut wird und Palmkernöl. Die Ölpalme wird in erster Linie an der Küste angebaut.
Mitte der 1960er Jahren begann ein schwedisches Reisebüro Reisen nach Gambia anzubieten. Die anfängliche Zahl der Hotelbetten stieg von 52 auf 4500 im Jahr 1989. Durch die Zunahme des Tourismus in den letzten 30 Jahren wurde nach und nach mehr als die Hälfte der erschlossenen Küstenlinie bebaut. Und die Regierung Jammeh forciert die weitere Zunahme des Fremdenverkehrs.
In den Schlagzeilen erscheint Gambia im Zusammenhang mit dem Sextourismus. Die so genannten Bumster versuchen sich auf charmante Weise als Reisebegleiter anzupreisen. Allein reisende Frauen, die sich sicher im Land bewegen können, nehmen die Dienste gerne an. Die Bumster erhoffen, für sich und ihre Familien Almosen zu erhalten oder spekulieren auf eine Heirat mit anschließender Emigration ins erhoffte Europa.
Zeitungen haben in den letzten Jahren mit dem Sinken der Analphabetenquote an Bedeutung gewonnen. Mit fünf Ausgaben in der Woche ist The Daily Observer die bedeutendste. Die Regierung Jammeh, ansonsten recht demokratisch, ist aber bestrebt die Rechte der Presse einzuschränken oder gar sie zu verbieten. Unter anderem wurde das Erscheinen der Tageszeitung The Point untersagt.
Die Organisation Reporter ohne Grenzen nimmt am internationalen Tag der Pressefreiheit (3. Mai 2005siehe auch: 15. Internationaler Tag der Pressefreiheit) Präsident Jammeh neu in die Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ auf und macht dadurch weltweit darauf aufmerksam, dass die Bedingungen für Journalisten in Gambia nicht die besten sind.
Die staatliche Rundfunkgesellschaft, die Gambia Radio & Television Services (GRTS) ist der einzige Fernsehsender. Mit der GRTS gibt es fünf Hörfunkprogramme, es wird aber auch Rundfunk aus dem benachbartem Senegal empfangen. Nach einer Schätzung von 1997 gibt es 197.000 Radios.
In Westafrika gibt es eine Reihe von Musikern, die populäre Musik produzieren. So ist im Nachbarland Senegal Youssou N’Dour ein Superstar, dies ist in Gambia nicht anders. Aus Gambia ist der Musiker Foday Musa Suso international bekannt. Weit verbreitet sind neben der internationalen Popmusik auch Reggae und die afrokaribische Musik. Der afrikanischer Hip-Hop wird auch verbreitet gehört, es konnte sich mit dem Gambischem Hip-Hop eine eigene Musikszene entwickeln.
Cooking in Senegal 20050824-b.jpg | Gekocht wird viel mit frischem und getrocknetem Fisch. Folgende Fische werden beispielsweise dabei verwendet: Frauenfisch, Barracuda, Meeräsche, Korallenfisch und Seezunge. Als Beilage werden Reis, Süßkartoffeln, Maniok, Okra und andere Gemüse
Die Hauptgerichte sind Chicken Yassa (oder sisay yassa), ein in Zitronensaft und Zwiebeln sauer eingelegtes Hähnchen und Benachin, ein Reisgericht, das mit frischem Gemüse und getrocknetem Fisch zubereitet wird. Daneben gibt es das Domoda, ein Eintopf mit Erdnusssoße, der mit Fleisch und Gemüse zubereitet wird. Als kleine Zwischenmahlzeit gelten die Fish Cakes, mit Fisch und Gewürzen gefüllte frittierte Teigtaschen. Als Süßspeise gibt es das Chakery, das mit Joghurt zubereitet wird. Neben frischem Obst wird man immer frisch geröstete Erdnüsse bekommen.
Auf Grund des islamischen Glaubens ist Alkohol nicht weit verbreitet. Die Volksgruppen Aku und Diola aber trinken gerne Palmwein. Dazu wird gegorener Saft aus Palmen, mittels aufgehängter Flaschen, gesammelt. Das Hauptgetränk der Gambier ist aber Attaya, ein grüner Tee, der wie im nordafrikanischen Raum im Rahmen einer rituellen Teezeremonie getrunken wird. Ferner werden Fruchtsäfte (Mango, Guave, Papaya, Tamarinde) und der aus getrockneten Hibiskus
Für das islamische Freitagsgebet kleiden sich die meisten Männer, auch die jungen Männer in der Küstenregion, die sonst gerne westliche Kleidung tragen, in einem Kaftan. Die muslimischen Sitten werden aber hier freier ausgelegt, Frauen haben hier andere Möglichkeiten, Modebewusstsein zu zeigen. So ist eine freie Schulter überhaupt nichts Verwerfliches, selbst eine entblößte Brust einer stillenden Frau wird dort eher akzeptiert als in westlichen Ländern. Einzig das Knie einer Frau sollte bedeckt sein, obwohl man dieses Tabu in der Küstenregion auch lockerer sieht.
Die gambische Fußballnationalmannschaft (genannt The Scorpions) befindet sich zur Zeit in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 166 (Stand April 2006) http://www.fifa.com/ Die gambische Fußballnationalmannschaft auf der Webseite der FIFA. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 unterlag die Mannschaft in der ersten Qualifikationsrunde gegen die Mannschaft aus Liberia und konnte sich damit nicht weiter qualifizieren.
Als Wahrzeichen des Landes und der Hauptstadt gilt das Arch 22. Die Geschichte des Landes ist im National Museum in Banjul, in der noch einige Gebäude aus kolonialer Zeit erhalten sind, zu erkunden. Weitere koloniale Reste sind unter anderem auf James Island, in Juffure und in Janjanbureh (früher Georgetown) zu finden. Von der Lamin Lodge lässt sich gut das Ökosystem Mangrovenwald im Tanbi Wetland Complex beobachten. Der Abuko Nature Reserve zeigt anschaulich einen Galeriewald. Schwer erreichbar ist das Mungo Park-Memorial bei Karantaba Tenda.
Eines der größten westafrikanischen Rätsel scheinen die megalithischen Steinkreise von Wassu zu sein. Deren Herkunft und genauer Zweck sind noch ungeklärt. Ähnliche Anlagen sind in der gesamten Region zu finden.
| DatumGesetzliche Feiertage | Name | Deutscher Name | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| feste Feiertage | |||
| 1. Januar | New Year's day | Neujahrstag | |
| 18. Februar | Independence Day | Tag der Unabhängigkeit | Nationalfeiertag |
| 1. Mai | Labour day | Tag der Arbeit | |
| 22. Juli | Republic Day | Tag der Revolution | Nationalfeiertag |
| 15. August | Holy Maria day | Mariä Himmelfahrt | christlicher Feiertag |
| 25. Dezember | Christmas Day | Weihnachtsfeiertag | christlicher Feiertag |
| bewegliche Feiertage | |||
| 22. Oktober 2006 | Koriteh | Ende des Ramadan ('Īd al-fitr) | muslimischer Feiertag |
| 21. Januar 2007 | Tabaski / Tobaski | Islamisches Opferfest ('Īd ul-Adha) | muslimischer Feiertag |
| 31. März 2007 | Prophet's Birthday | Geburtstag des Propheten Muhammad (Mawlid an-Nabi) | muslimischer Feiertag |
| 6. April 2007 | Good Friday | Karfreitag | christlicher Feiertag |
| 9. April 2007 | Easter Monday | Ostermontag | christlicher Feiertag |
| 13. Oktober 2007 | Koriteh | Ende des Ramadan ('Īd al-fitr) | muslimischer Feiertag |
Seit den 70ern kommt es, zusammen mit Buschbränden, zu erhöhtem Auftreten von Dürrekatastrophen. Und seit Mitte den 80ern treten Sandstürme, die mehr als drei Tage andauern, fast jährlich auf. In den letzten zwanzig Jahren sind weite Abschnitte der Küstenlinie zwischen Banjul und Tanji durch Erosion bei Sturmfluten beschädigt worden, wobei es auch zu erheblichen Verlusten an Besitztümern gekommen ist. Seit kurzem treten Überschwemmungen des Flusses jährlich auf, die in vielen Teilen des Landes Felder und Gebäude beschädigen. Im Jahr 2004 bekämpfte die gesamte westafrikanische Region eine riesige Population Heuschrecken. Die gambische Regierung rief deshalb vorsorglich den Notstand aus.
Die Erweiterung der Ackerflächen, Überweidung durch Viehwirtschaft, Buschbrände und unerlaubter Holzeinschlag hat die Waldfläche von ungefähr 70 Prozent in den sechziger Jahren auf weniger als neun Prozent im Jahr 2000 verringert.
Der Abuko Nature Reserve ist das bekannteste Naturschutzgebiet in Gambia. Der 1968 eingerichtete etwa hundert Hektar große Park liegt ungefähr zwanzig Kilometer südlich von der Kombo-St. Mary Area.
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Gambië | ጋምቢያ | Gambia | غامبيا | Гамбия | Gambija | Gàmbia | Gambie | Gambia | Γκάμπια | The Gambia | Gambio | Gambia | Gambia | Ganbia | Gambia | Gambie | An Ghaimbia | Gambia - The Gambia | גמביה | Gambija | Gambia | Gambia | Gambia | Gambía | Gambia | ガンビア | 감비아 | Gambi | Gambia | Gambia | Gambija | Gambija | Гамбија | Gambia | Gambia | Gambia (Land) | Gambia (land) | Gambia | Gambia | Gambia | Gambia | ګامبيا | Gâmbia | Gambia | Гамбия | Gámbia | Gambija | The Gambia | Gambia (štát) | Gambija | Gambia | Гамбија | Gambia | Gambia | Gambia | Gambiya | گامبىيە | Гамбія | Gambia | 冈比亚 | Gambia