Galvanoplastiken sind hohle Gegenstände aus Metall, die durch Galvanisieren (siehe Galvanotechnik) einer geeigneten Vorlage hergestellt werden. Diese sind sehr fragil, wirken aber aufgrund der geringen Wandstärke leicht, weshalb sie meist dekorativ wirken und als Kunst bezeichnet werden können. Schließlich bietet das Schaffen solcher Plastiken - wobei dieser Begriff hier umstritten sein könnte - wesentliche künstlerische Freiheit.
Der Grundkörper (Wachs, Schaumkunststoff, o.a.) wird dabei, nachdem dessen Oberfläche größtenteils leitfähig gemacht worden ist, galvanisch mit einer dünnen Metallschicht beschichtet, und anschließend zerstört, weshalb alle Galvanoplastiken Einzelstücke sind.
Entwickelt wurde dieses Verfahren von Moritz Hermann von Jacobi (1801-1874). Um auch große Objekte galvanoplastisch darzustellen entwickelte vor allem Rudolf Christian Böttger ( 1806-1881) in Frankfurt am Main eine verbesserte Methode.
Als Kerngalvanoplastik bezeichnet man die galvanische Verstärkung von zumeist metallischen Bauteilen, bei der dieser Bauteil im Inneren der abgeschiedenen Metallschicht verbleibt.
In der Mikrosystemtechnik wird unter anderem die Lithografisch-galvanische Abformung (LIGA) verwendet, die die hohe Genauigkeit der Galvanoplastik nutzt.
Technik | Künstlerische Technik | Elektrochemie | Edeldruckverfahren
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"Galvanoplastik".
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