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Emperor Galba.jpg]] Lucius Livius Ocella Servius Sulpicius Galba (* 24. Dezember 3 v. Chr. bei Tarracina; † 15. Januar 69 n. Chr.) war römischer Kaiser von 68 bis Anfang 69 n. Chr. Er war einer der vier Kaiser des Vierkaiserjahres.

Leben


Aufstieg

Galba.jpg Galba wurde am 24. Dezember 3 v. Chr. bei Tarracina geboren. Er stammte aus einer alten senatorischen Familie und galt charakterlich als untadelig. Sein Vater war Gaius Sulpicius Galba, Suffektkonsul 5 v. Chr., seine Mutter Mummia Achaica. Nach deren Tod adoptierte ihn Livia Ocellina, die zweite Frau seines Vater.

Galba absolvierte die senatorische Laufbahn (Cursus honorum), war Statthalter von Aquitanien, im Jahr 33 consul ordinarius und während der Herrschaft Caligulas Kommandant des obergermanischen Heeres. Dort errang er zu Beginn der Herrschaft des Claudius einen Sieg über die Chatten. Er nahm an der Eroberung Britanniens teil und war 45–47 Proconsul von Africa, wo er für einen Sieg über die Musulamier die Auszeichnungen eines Triumphators gewann.

Unter der Herrschaft Neros wurde Galba 60 Statthalter der Provinz Hispania Tarraconensis. Dort schloss er sich 68 dem Aufstand des Julius Vindex an und ließ sich am 3. April in Carthago Nova zum Kaiser ausrufen. Julius Vindex wurde von der Rheinarmee geschlagen, aber als deren Kommandant Verginius Rufus sich weigerte, sich zum Kaiser ausrufen zu lassen, bestätigte der Senat in Rom Galba als neuen Kaiser. Der entthronte Kaiser Nero wurde in den Suizid getrieben (9. Juni 68).

Herrschaft

017 Galba.jpg des Galba]] Auf Grund der schlechten finanziellen Situation weigerte sich Galba nach seiner Inthronisation nicht nur, Geschenke an die Soldaten zu verteilen, sondern forderte sogar 2,2 Milliarden Sesterzen zurück, die Nero verschenkt hatte. Dies brachte, zusammen mit der Korruption mehrerer seiner neu eingesetzten Beamten, besonders seines Freigelassenen Icelus, Soldaten und Volk gegen ihn auf.

Da seine beiden Söhne vor ihm gestorben waren, suchte der 71 Jahre alte Galba nach einem Nachfolger. Er entschied sich gegen Marcus Salvius Otho und für Lucius Calpurnius Piso Frugi Licinianus. Daraufhin organisierte Otho eine Verschwörung, rief sich sich selbst am 15. Januar 69 zum Kaiser aus, und ließ Galba und Calpurnius Piso, während diese sich auf dem Forum aufhielten, von der Prätorianergarde ermorden.

Zitat


Wäre er nie Kaiser geworden, so hätte wohl niemand bestritten, dass er das Zeug zum Kaiser gehabt hätte. (Tacitus über Galba)

Quellen


Die wichtigsten antiken Quellen für Leben und Herrschaft Galbas sind Suetons Kaiserviten, die Historien des Tacitus (1,1–49), die Galbabiografie des Plutarch und Cassius Dio (63,22–64,7). Vermutlich gab es auch von Cluvius Rufus, Fabius Rusticus and Plinius dem Älteren Werke über Galba, diese sind jedoch nicht erhalten. Eine ausführliche Diskussion der Quellenlage hat der Historiker G.B. Townsend 1964 mit Cluvius Rufus in the Histories of Tacitus vorgelegt.

Weblinks


Mann | Kaiser (Rom) | Geboren 3 v. Chr. | Gestorben 69

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