| Wappen | Karte | - bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Gaggenau.png | Karte_gaggenau_in_deutschland.png | - | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | - bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Karlsruhe | - bgcolor="#FFFFFF" | Regionalverband: | Mittlerer Oberrhein | - bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Rastatt | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 166 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 65,05 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 29.705 (Stand: 2005) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 455 Einwohner/km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 12,7 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 76551-76571 (alt: 7560) | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07225 | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | RA | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 2 16 015 | - bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 7 Stadtteile | - bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstraße 71 76571 Gaggenau | - bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.gaggenau.de | - bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | gaggenau.stadt@gaggenau.de | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Michael Schulz |
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Die Einwohnerzahl der Stadt Gaggenau überschritt 1970 im Rahmen der Gebietsreform die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1971 beschloss.
Der höchste Punkt im Stadtgebiet misst 750 m, der niedrigste Punkt 134 m ü. NN. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd Richtung 10,6 km und in West-Ost Richtung 10,3 km.
Zu einigen Stadtteilen gehören weitere separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, so etwa Winkel zu Bad Rotenfels, Mittelberg und Moosbronn zu Freiolsheim, Amalienberg und Ottenau zur Kernstadt Gaggenau sowie Niederweier zu Oberweier. Darüber hinaus werden gelegentlich weitere Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Grenzen jedoch nicht festgelegt sind. Die Namen haben sich aufgrund der Bebauung eingebürgert.
Die Stadtteile Freiolsheim, Hörden, Michelbach, Oberweier, Selbach und Sulzbach sind zugleich Ortschaften im Sinne der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg. Für diese Ortschaften gibt es jeweils einen vom Volk gewählten Ortschaftsrat, der aus 8 bis 10 Mitgliedern zu bestehen hat. Vorsitzender des Gremiums ist der Ortsvorsteher. Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören.
Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt zu etwa 40% zerstört und danach mit regelmäßigem Straßennetz wieder aufgebaut.
Anfang der 1970er Jahre wurden 6 Umlandgemeinden nach Gaggenau eingegliedert, dadurch verdoppelte sich die Einwohnerzahl und die Gemarkungsfläche verfünffachte sich. 1971 wurde Gaggenau Große Kreisstadt.
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1450 | 100 | - | 1550 | 350 | - | 1650 | 160 | - | 1790 | 520 | - | 1833 | 1.071 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 1.522 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 2.400 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 3.120 | - | 1926 | 4.162 | - | 1935 | 6.600 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 7.741 |
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| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1945 ¹ | 4.500 | - | 13. September 1950 ¹ | 7.526 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 12.537 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 21.132 | - | 31. Dezember 1975 | 28.846 | - | 31. Dezember 1980 | 28.533 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 28.116 | - | 31. Dezember 1990 | 28.761 | - | 31. Dezember 1995 | 29.531 | - | 31. Dezember 2000 | 29.703 | - | 31. März 2004 | 29.552 | - | Anfang 2005 | 29.705 |
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Gaggenau gehörte anfangs zum Bistum Straßburg und war dem Landkapitel Kuppenheim zugeordnet. Ab 1555 wurde die Reformation eingeführt. Doch musste der Ort in der Folgezeit 6 mal die Konfession wechseln, bevor er dann fast ausnahmslos katholisch blieb. Bis 1891 war Gaggenau ein Filialort von Rotenfels, dessen Kirche Mutterkirche für das gesamte Umland war. Die heutige Kirche stammt jedoch aus der Barockzeit, die Innenausstattung aus dem 18. Jahrhundert. In Gaggenau gab es seit dem 17. Jahrhundert eine dem Hl. Wendelin geweihte Kapelle. 1899 erhielt Gaggenau dann eine eigene Pfarrkirche St. Joseph. Auch die anderen Stadtteile Gaggenaus haben meist ältere katholische Kirchen. Alle Pfarrgemeinden kamen 1821/27 zum neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Sie wurden dem Dekanat Murgtal zugeordnet. Heute gibt es im Stadtgebiet Gaggenaus folgende Kirchengemeinden: St. Joseph Gaggenau, St.Marien Gaggenau, Maria Hilf Moosbronn-Freiolsheim, St. Johann Nepomuk Hörden, St. Michael Michelbach, St. Johannes der Täufer Oberweier, St. Laurentius Bad Rotenfels, St. Nikolaus Selbach, St. Anna Sulzbach und St.Jodocus in Ottenau.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Protestanten nach Gaggenau. Sie gründeten eine eigene Gemeinde und 1891 erhielt diese ihre eigene Kirche, die im 2. Weltkrieg zerstört, 1953 jedoch wieder aufgebaut wurde. Die Gemeinde, der auch die Protestanten der meisten heutigen Stadtteile Gaggenaus angehören, gehört zum Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Gaggenau auch eine weitere christliche Gemeinde, wie etwa die Neuapostolische Kirche und die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas.
Vögte, Bürgermeister und Oberbürgermeister
Das Wappenbild ist schon in den Siegeln des Ortes aus dem 18. Jahrhunderts nachweisbar, doch erhielt der Ort 1901 zunächst ein Wappen, das in gespaltenem Schild ein halbes Zahnrad (die Industrie symbolisierend) und einen Glasbecher (für die Glasindustrie) zeigte. 1938 wurde das Wappen nach Eingliederung der Gemeinde Ottenau verändert. Es zeigte nunmehr erstmals den Gaggenauer Sester und das Ottenauer Rebmesser. 1958 setzte man beide Bilder in einen gespaltenen Schild. Nach der Gemeindereform konzentrierte man sich jedoch auf das alleinige Gaggenauer Zeichen, den Sester. Dieses Wappen wurde der Stadt Gaggenau am 7. Januar 1971 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.
In Michelbach gibt es die "KreuzBühne". Sie bietet Kabarett, Komik, Comedy, Musik, Mundart etc., hauseig. Bewirtschaftung. Saison von Sept. bis Nov. und Febr. bis Mai.
Sehenswert sind auch der Kurpark und die Schlossakademie im Stadtteil Bad Rotenfels, sowie die Kirche aus dem Jahr 1762, die dem Heiligen St. Laurentius geweiht ist und zu den Kleinodien barocker Baukunst in der Region zählt. Weitere Kirchen im Stadtgebiet sind die katholische Kirche St. Johann Nepomuk in Hörden (Baujahr 1894), die katholische Marienkirche im Fachwerkdorf Michelbach aus dem 13. Jahrhundert mit späteren Veränderungen, die katholische spätgotische Kirche St. Johannes der Täufer in Oberweier, die katholische Kirche Selbach aus dem Jahr 1756, die neuromanische Kirche von 1884 in Sulzbach und die neugotische Pfarrkirche von 1906 in Ottenau.
In der Innenstadt und den Stadtteilen stehen auch viele Brunnen. Der bekannteste ist der 1991 erbaute Gänsebrunnen von Gudrun Schreiner am Bahnhofsplatz. Er greift die Gründungssage Gaggenaus auf, die besagt, dass dort wo sich heute die Stadt Gaggenau befindet einst ein Tümpel war, an dem sich die Gänse der Gegend tränkten. Durch das Gegackere der Gänse soll der Name „Gaggenau“ entstanden sein. Auch Hörden hat einen interessanten Brunnen, den Flößerbrunnen. Er erinnert an das traditionelle Handwerk des Flößers. Die Wasserspeier stellen traditionelle Figuren des Hördener Karnevals dar: Den Fürig Barthel, die Schlempe und den Domino.
Zu den Medienberichten gehört auch die Gaggenauer Woche, die einmal pro Woche kostenlos erscheint.
Der Landkreis Rastatt ist Träger der Carl-Benz-Schule - Gewerbliche Schule.
In Gaggenau verstarb 1931 der 1850 in Sailauf im Spessart geborene Theodor Bergmann, Begründer der Gaggenauer Automobilindustrie.
In Gaggenau wurde am 10. März 1918 Günther Rall geboren, Generalleutnant, Jagdflieger, Fliegerass – ist mit 275 Luftsiegen der dritterfolgreichste Jagdflieger aller Zeiten. Er war später u.a. auch Inspekteur der Bundesluftwaffe.
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