| Eigenschaften | - |
|---|
| Europium - Gadolinium - Terbium | - | Gd Cm | |
| Isotop | NH | t1/2 | ZM | ZE MeV | ZP | - | 148Gd | {syn.} | 74,6 a | α | 3,271 | 144Sm | - | 149Gd | {syn.} | 9,28 d | ε | 1,314 | 149Eu | - | 150Gd | {syn.} | 1.790.000 a | α | 2,809 | 146Sm | - | 151Gd | {syn.} | 124 d | ε | 0,464 | 151Eu | - | 152Gd | 0,20 % | 1,08 · 10+14 a | α | 2,205 | 148Sm | - | 153Gd | {syn.} | 241,6 d | ε | 0,485 | 153Eu | - | 154Gd | 2,18 % | 154Gd ist stabil mit 90 Neutronen | - | 155Gd | 14,80 % | 155Gd ist stabil mit 91 Neutronen | - | 156Gd | 20,47 % | 156Gd ist stabil mit 92 Neutronen | - | 157Gd | 15,65 % | 157Gd ist stabil mit 93 Neutronen | - | 158Gd | 24,84 % | 158Gd ist stabil mit 94 Neutronen | - | 159Gd | {syn.} | 18,479 h | β- | 0,971 | 159Tb | - | 160Gd | 21,86 % | ≥ 1,3 · 1021 a | β-β- | k. A. | 160Dy |
|---|
| 155Gd | 157GdLa | - | Kernspin | -7/2 | -3/2 | - | gamma / rad/T | 1,022 · 107 | 1,277 · 107 | - | Empfindlichkeit | 0,000279 | 0,000544 | - | Larmorfrequenz bei B = 4,7 T | 7,64 MHz | 9,55 MHz |
|---|
Gadolinium ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Gd und der Ordnungszahl 64.
Das erste Element der Yttererden im Periodensystem wurde 1880 spektroskopisch durch Jean Charles Galissard de Marignac im Didym und Gadolinit gefunden. 1886 stellte er es als weißes Oxid aus Sarmaskit her und nannte es Y aus Sarmaskit. Im gleichen Jahr stellte Paul Emile Lecoq de Boisbaudran ebenfalls Gadoliniumoxid her und nannte das neue Element nach dem Entdecker des Minerals Gadolinit, dem finnischen Chemiker Johan Gadolin, Gadolinium.
Erst 1935 gelang Georges Urbain die Darstellung des Metalls.
Natürlich kommt Gadolinium nur in Verbindungen vor. Technisch bedeutsam sind Monazit und Bastnäsit. Die Gadolinitvorkommen in der Grube Ytterby, nördlich von Stockholm, sind heute erschöpft.
Nach einer aufwändigen Abtrennung der anderen Gadoliniumbegleiter wird das Oxid mit Fluorwasserstoff zum Gadoliniuimfluorid umgesetzt. Anschließend wird dieses mit Calcium unter Bildung von Calciumfluorid zum metallischen Gadolinium reduziert. Die Abtrennung verbleibender Calciumreste und Verunreinigungen erfolgt in einer zusätzlichen Umschmelzung im Vakuum.
Das silbrigweiß bis grauweiß glänzende Metall der seltenen Erden ist duktil und schmiedbar. Bei Temperaturen oberhalb 1508 K wandelt sich die dichteste Kugelpackung in eine kubisch-raumzentrierte Kristallstruktur um.
In trockener Luft ist Gadolinium relativ beständig, in feuchter Luft bildet es eine nichtschützende, lose anhaftende und abblätternde Oxidschicht aus. Mit Wasser reagiert es langsam. In verdünnten Säuren löst es sich auf.
Gadolinium hat mit 49000 barn den höchsten Einfangquerschnitt für thermische Neutronen aller bekannten Elemente. Die hohe Abbrandrate (burn-out-rate) schränkt eine Verwendung als Steuerstab in Kernreaktoren stark ein.
Zusammen mit Dysprosium, Holmium, Erbium und Terbium, die ebenso der Gruppe der Lanthanoiden zugeordnet sind, gehört es zu den einzigen Elementen - ausgenommen Eisen, Kobalt und Nickel - die einen Ferromagnetismus aufweisen. Jedoch muss es dazu erst unter seine Curie-Temperatur von 16 °C gebracht werden.
Entgegen vielen Literaturangaben ist Gadolinium nicht supraleitfähig. Dies begründet sich auch auf die Erfahrung, dass Verunreinigungen ferromagnetischer Stoffe wie Eisen und Gadolinium die Supraleitfähigkeit anderer Elemente zerstört. Es sind aber keramische Hochtemperatur-Supraleiter des Typs Ba2GdCu3O7-x mit einer Sprungtemperatur zwischen 80 - 85 K bekannt.
Gadolinium wird zur Herstellung von Gadolinium-Yttrium-Granat für Mikrowellenanwendungen verwendet. Oxysulfide dienen zur Herstellung von grünem Leuchtstoff für nachleuchtende Bildschirme (Radar).
Intravenös gespritzte Gadolinium(III)-Verbindungen dienen als Kontrastmittel bei Untersuchungen im Kernspintomographen. Dazu werden wegen der hohen Giftigkeit von freien Gadolinium-Ionen Komplexierungsmittel mit hoher Komplexierungskonstante, wie beispielsweise die Chelate DTPA (Diethylentriaminpentaessigsäure) und DOTA (1,4,7,10-Tetraazacyclododecantetraessigsäure, Gadotersäure), verwendet.
Gadolinium-Gallium-Granat wurde zur Herstellung von Magnetblasenspeichern genutzt. Auch in der Herstellung von wiederbeschreibbaren Compact Discs (CDs) findet es Anwendung.
Zusätze von 1 % Gadolinium erhöhen die Bearbeitbarkeit und die Hochtemperatur- und Oxidationsbeständigkeit von Eisen- und Chromlegierungen.
Gadolinium könnte, da es einen Curie-Punkt nahe der Zimmertemperatur besitzt, in Kühlgeräten, die nach dem Prinzip der adiabitischen Magnetisierung funktionieren, Verwendung finden. Solche Kühlgeräte würden ohne die Ozonschicht schädigende Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) auskommen und besäßen keine dem Verschleiß unterlegenen mechanischen Teile.
Gadolinium hat keine biologische Funktion.
Gadolinium und Gadoliniumverbindungen sind als giftig zu betrachten. Metallstäube sind feuer- und explosionsgefährlich.
Chemisches Element | Lanthanoid | Periode-6-Element
Gadolini | Gadolinium | Gadolinium | Gadolinio | Gadolinio | Gadoliinium | Gadolinium | Gadolinium | גדוליניום | Gadolinij | Gadolínium | Gadolino | Gadolinio | ガドリニウム | 가돌리늄 | Gadolinis | Gadolīnijs | Gadolinium | Gadolinium | Gadolinium | Gadolin | Gadolínio | Гадолиний | Gadolinijum | Gadolinij | Гадолинијум | Gadolinium | แกโดลิเนียม | گادولىنىي | Гадоліній | 钆
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Gadolinium".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world