Gabriel von Seidl (* 9. Dezember 1848 in München, † 27. April 1913 in Bad Tölz) war ein deutscher Architekt und Vertreter des Historismus.
Geehrt als Ehrenvorsitzender des Corps Germania, Ehrenkonservator des Bayerischen Nationalmuseums, Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste sowie Ehrenbürger der Städte München, Speyer und Tölz.
Gabriel von Seidl arbeitete zunächst als Maschinentechniker, studierte an der Münchner Akademie Architektur und weilte dann in Rom. 1878 eröffnete er ein Atelier für Innendekoration.
1902 gründete er im Künstlerhaus den Isartalverein *, um nach der Errichtung der ersten Kraftwerke der Isarwerke die weitere Zerstörung des Isartals zu verhindern.
1900 wurde Gabriel von Seidl in den Adelsstand erhoben und zum Ritter des Ordens Pour le mérite ernannt. Am 14. April 1909 folgte wegen seiner Verdienste um die Errichtung des „von ihm errichteten Neubau des Historischen Museums der Pfalz in Speyer“ die Ernennung zum Ehrenbürger von Speyer, 1913 von München.
Gabriels Bruder Emanuel von Seidl war ebenfalls Architekt, dieser war aber seinerzeit nicht so bekannt wie er.
Mann | Deutscher | Architekt | Ehrenbürger | Persönlichkeit (München) | Geboren 1848 | Gestorben 1913
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