Gabi Burgstaller (* 23. Mai 1963 in Penetzdorf/Niederthalheim, Oberösterreich) ist eine österreichische Politikerin. Sie gehört der SPÖ an und bekleidet derzeit das Amt der Landeshauptfrau des Bundeslands Salzburg.
Ihre politische Laufbahn begann 1994, als sie in den Salzburger Landtag gewählt wurde und gleich Klubvorsitzende der SPÖ-Landtagsfraktion wurde. Am 27. April 1999 wurde Burgstaller zur Landesrätin für Frauen, Bauen, Gewerbe, Konsumentenschutz und Verkehr gewählt, am 31. März 2001 zur Landesparteivorsitzenden der Salzburger SPÖ. Sie ist zur Zeit auch stellvertretende Bundesparteivorsitzende.
Der Salzburger Landtag wählte Burgstaller am 25. April 2001 zur ersten Stellvertreterin von Landeshauptmann Franz Schausberger.
Bei den Wahlen zum Salzburger Landtag am 7. März 2004 gelang es ihr, als Spitzenkandidatin der SPÖ erstmals eine Mehrheit in dem seit 1945 durchgehend von der ÖVP dominierten Bundesland zu erobern. Während des Wahlkampfs betonte sie den Konsens und die Zusammenarbeit mit anderen Parteien als Ziel ihrer Arbeit. Ihre ideologischen Vorstellungen hielt sie für die Dauer des Wahlkampfes im Hintergrund.
Am 28. April 2004 wurde sie vom Salzburger Landtag zur Landeshauptfrau gewählt. Sie ist damit die erste Frau an der Spitze des Bundeslandes Salzburg. Als Landeshauptfrau ist Gabi Burgstaller in der Salzburger Landesregierung für die Aufgabenbereiche Bildung, Schulen, Gesundheit, Krankenanstalten, Katastrophenschutz, Feuerwehr, Wissenschaft und Forschung, Frauen und Europa zuständig.
Gabi Burgstaller hat am 5. Juli 2003 im Marmorsaal des Schloss Mirabell Anton Holzer geheiratet und lebt in Hallein.
Die Abtreibungsdiskussion führte zu heftigen politischen Turbulenzen. So versuchte die ÖVP Burgstallers Vorhaben zu verhindern und drohte mit dem Ende der Regierungskoalition. Vor allem bei der Katholischen Kirche und ihr nahe stehenden Organisationen stößt die geschaffene Abtreibungsmöglichkeit auf heftige Kritik. Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser zeigte sich in einer Aussendung erschüttert über die hohe Zahl an Abtreibungen. Seit April 2005 seien im Landeskrankenhaus 600 Kinder getötet worden, behauptet Kothgasser.
Frau | Österreicher | SPÖ-Mitglied | Landeshauptmann (Salzburg) | Geboren 1963
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