Unter Güterverkehr (auch Güterfernverkehr, Gütertransport oder Verlastung; Kurzbezeichnung Transport) versteht man den Prozess einer größeren Ortsveränderung von materiellen Gütern im Sinne einer Verkehrsdienstleistung bzw. die Kurzbezeichnung für die Güterverkehrsbranche als speziellen dienstorientierten Verkehrszweig.
Güter können mit nahezu allen Verkehrsmitteln befördert werden. Man spricht vom G., wenn der Hauptzweck eines Transports die Verlastung von Gütern ist oder wenn ein Gütertransport stattfindet.
Man unterscheidet den innerbetrieblichen Transport als Bestandteil des Produktionsprozesses innerhalb eines Betriebs, zwischenbetrieblicher Transport als Bindeglied zwischen verschiedenen Betrieben bzw. zwischen Produktion und Handel (siehe auch Wirtschaftsverkehr).
Weitere Unterscheidungskriterien sind:
Teilweise stehen die verschiedenen Verkehrszweige in Konkurrenz zueinander. Ergänzende Prozesse, wie die Spedition, die Lagerei/ Lagerhaltung oder der Umschlag von Gütern werden i.e.S. nicht dem Güterverkehr bzw. Gütertransport zugerechnet. Jedoch wird mit dem Begriff "Güterverkehr" umgangssprachlich häufig die Zusammenfassung der Prozesse Transport, Umschlag und Lagerung (TUL-Prozesse) gemeint (vgl. Logistik).
Das Verteilen von Frischwaren an Filialen von Handelsketten fällt ebenso darunter.
Rechtlich gibt es diesen Begriff sowohl in Deutschland und in Österreich nicht mehr. Er wird allerdings umgangssprachlich nach wie vor verwendet.
Eine Variante des Fernverkehrs auf der Straße (Straßengüterverkehr) ist der Linienverkehr, oder auch innerdeutscher Spediteursammelgutverkehr, in dem Sammelgutsendungen regelmäßig vom Abgangsort zum Zielort und andere Sendungen zurück transportiert werden. Der Versandspediteur läßt dabei Sendungen zum Empfangsspediteur transportieren, auch Hauptlauf genannt. Zielort der Sendung kann entweder das Umschlagslager des Empfangsspediteurs oder auch ein Logistikzentrum (HUB: Hub and Spoke) sein.
Eine Variante des Linienverkehres auf der Straße ist der Begegnungsverkehr. Hierbei treffen sich unterwegs Fahrzeuge der Spediteure, die ihr Ladegefäß, Wechselbrücken, auch WAB genannt oder Sattelauflieger, wechseln.
Neben dem Linienverkehr gibt es noch den Trampverkehr auf der Straße, in dem Teil- und Komplettladungen, zumeist keine Sammelgutsendungen, zu den Zielen gefahren werden, die Rückladung das Fahrzeug nicht direkt an den Ausgangsort zurückführt. Der Fahrzeugdisponent des Spediteurs sucht am Zielort passende Rückladungen, die, meist zum Wochenende, dass Fahrzeug zum Ausgangspunkt, dem Betriebshof zurückführen. Die Ladungssuche erfolgt über nationale und internationale Internet-Frachtenbörsen.
Güterverkehr | Logistik | 貨物輸送
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