Guenther-oetttinger.jpg Günther Hermann Oettinger (* 15. Oktober 1953 in Stuttgart) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit 2005 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg.
Günther Oettinger ist seit 1994 mit seiner Frau Inken verheiratet und hat einen Sohn.
In einem Interview mit dem Staatsanzeiger hatte Oettinger im März 2004 nach 13 Jahren als „Kronprinz“ im Land seinen Anspruch auf das Amt des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg angemeldet. Ministerpräsident Erwin Teufel kündigte nach langen Personaldiskussionen im Oktober 2004 an, zum 19. April 2005 seine Ämter als Landesvorsitzender der CDU und Ministerpräsident aufzugeben.
Oettinger wurde durch eine Mitgliederbefragung, deren Ergebnis am 2. Dezember 2004 verkündet wurde, zum Spitzenkandidaten der CDU für die Landtagswahl 2006 gewählt. Seine Konkurrentin, die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan, die von Erwin Teufel favorisiert wurde, hatte nach der Niederlage bei der Mitgliederbefragung den Verzicht auf ihre Kandidatur bekannt gegeben.
Am 29. April 2005, acht Tage nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten, wurde Oettinger auch zum Landesvorsitzenden der CDU Baden-Württemberg gewählt.
Seit 1984 ist er Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg. Nach der Wahl von Erwin Teufel zum Ministerpräsidenten des Landes wurde Oettinger am 29. Januar 1991 zum Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion gewählt.
Ein Untersuchungsausschuss kam 1994 nach der sogenannten Pizzeria-Affäre zu dem Ergebnis, Oettinger habe sich nicht des Verrats von Dienstgeheimnissen schuldig gemacht.
Er ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Vaihingen in den Landtag eingezogen. Bei der Landtagswahl 2006 erreichte er hier 45,3 % der Stimmen.
Oettinger setzt auf einen flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen.
Oettingers Markenzeichen ist sein schwäbischer Dialekt und eine schnelle Sprechweise. In seiner Zeit als Vorsitzender der Jungen Union bezeichnete er einmal die Frauen-Union als „Krampfaderngeschwader“, eine Bemerkung, die seine Karriere damals in erhebliche Gefahr brachte.
Im Jahre 1988 machte er bundesweit Furore, als er den Rücktritt des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl forderte.
Erneut für Aufsehen sorgte Oettinger 1989 als Landesvorsitzender der Jungen Union mit der Forderung, das Motorradfahren auf öffentlichen Straßen aus Sicherheitsgründen zu verbieten, die er in einem Interview mit der Zeitschrift MOTORRAD bekräftigte. In einem siebzehn Jahre später kurz vor der Landtagswahl 2006 geführten Interview erklärte er, die Forderung sei „unter dem Eindruck des Besuchs einer Unfallklinik entstanden“ und Motorrad Fahren sei „eine schöne und reizvolle Freizeitbeschäftigung.“ MOTORRAD vom 17. März 2006, Seite 8 Im Jahr 1991 hatte Oettinger wegen Alkohols am Steuer seinen Führerschein abgeben müssen.
Auf einem Neujahrsempfang der CDU am 15. Januar 2006 in Weinheim sagte Oettinger zum Thema Einbürgerung, dass Muslime ihm lieber seien als Scientologen oder Atheisten. Rhein-Neckar-Zeitung vom 16. Januar 2006
Mann | Deutscher | CDU-Mitglied | Ministerpräsident (Baden-Württemberg) | Landsmannschafter | Geboren 1953
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