Brünnhilde und Siegfried hatten sich vermählt. Brünnhilde lässt ihren Helden jedoch "zu neuen Taten" ziehen und gibt ihm ihr Pferd Grane mit, Siegfried überlässt ihr dagegen den Ring des Nibelungen als Treuepfand.
Am Hofe der Gibichungen hat unterdes Hagen das königliche Geschwisterpaar Gunther und Gutrune darauf hingewiesen, dass sie ihren Ruhm mehren könnten, wenn sie angemessene Ehen schlössen. Gunther soll nach Hagens Plan um Brünnhilde freien, Gutrune sich mit Siegfried vermählen.
Als Siegfried auf seinen Reisen den Rhein abwärts an den Gibichungenhof kommt, sorgt Hagen mit Hilfe eines Vergessen bewirkenden Zaubertranks dafür, dass Siegfried die Erinnerung an seine bisherigen Taten und vor allem an Brünnhilde verliert. Durch dieses Vergessen ist Siegfried frei, sich in Gutrune zu verlieben. Um diese zu gewinnen, schließt er mit Gunther Blutsbrüderschaft und verspricht diesem, bei seiner Werbung um Brünnhilde zu helfen.
Unterdes besucht Waltraute, eine der Walküren, ihre Schwester Brünnhilde auf dem Walkürenfelsen und versucht sie zur Herausgabe des Ringes zu bewegen, den sie von Siegfried erhalten hatte. Brünnhilde weist das Ansinnen von sich.
Durch den Tarnhelm nimmt Siegfried Gunthers Gestalt an. Ihm gelingt, was ihm schon einmal gelang, was Gunther jedoch nie vermocht hätte, nämlich das Feuer, das um den Walkürenfelsen lodert, zu durchschreiten. Er erobert Brünnhilde für Gunther.
Anlässlich der Konfrontation der Beteiligten kommt es zu einem Eklat: Brünnhilde bezichtigt Siegfried, sich ihr genähert zu haben, was dieser, noch immer unter der Wirkung des Vergessenstrankes, bestreitet. Gunther, der glaubt, von Siegfried verraten worden zu sein, schmiedet mit Brünnhilde und Hagen ein Komplott, in dessen Ausführung Siegfried auf der Jagd von Hagen ermordet wird.
Als die Leiche Siegfrieds an den Hof zurückgebracht wird, entbrennt ein hässlicher Streit um den Ring. Hagen will ihn als gerechte Beute an sich nehmen, Gunther beansprucht ihn als Gutrunes Erbe und wird deswegen von Hagen sofort getötet.
An dieser Stelle tritt Brünnhilde, die zwischenzeitlich durch die Rheintöchter über die Zusammenhänge aufgeklärt wurde, hervor, nimmt den Ring an sich und schenkt ihn den Rheintöchtern zurück, die ihn wieder zum Rheingolde auflösen. Brünnhilde selbst hat einen starken Scheiterhaufen errichten lassen, in dessen Feuer sie sich selbst und das Pferd Grane zum Opfer bringt. Hagen stirbt bei dem Versuch, den Ring aus den Fluten des Rheines zu retten.
Mit der erlösenden Weltentat Brünnhildes endet die Handlung, die Parabel von Macht und Liebe hat ihre Lösung gefunden: alle Helden sind tot.
Siehe auch: Ragnarök (Schicksal der Götter, Götterdämmerung)
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Ragnarok (opera) | Το Λυκόφως των Θεών | Götterdämmerung | El ocaso de los dioses | Jumalten tuho | Le Crépuscule des dieux (Wagner) | Il crepuscolo degli dei | Götterdämmerung | Ragnarok (opera) | Götterdämmerung | Götterdämmerung | Ragnarök (opera) | 諸神的黃昏 (歌劇)
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