| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen Goerlitz.png | Lage der kreisfreien Stadt Görlitz in Deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Sachsen | - bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Dresden | - bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Kreisfreie Stadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 67,22 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 57.942 (30. Juni 2005) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 862 Einwohner je km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 199 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 02801-02829 (alt: 89xx) | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 03581 | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | GR | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 14 2 63 000 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | 10 Stadt- und 8 Ortsteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Untermarkt 6/8 02826 Görlitz | bgcolor="#FFFFFF" | Webseite: | www.goerlitz.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | online@goerlitz.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Joachim Paulick (CDU) | bgcolor="#FFFFFF" | Kulturbürgermeister: | Ulf Großmann (CDU) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nach dem Wiener Kongress 1815 kam sie zu Preußen und wurde Teil von Niederschlesien. Heute bildet sie in Funktionsergänzung zusammen mit den Städten Hoyerswerda und Bautzen das Oberzentrum der Region Oberlausitz-Niederschlesien, einer der fünf sächsischen Regionen . Die Grenzstadt zu Polen diesseits der Neiße ist Sitz des katholischen Bistums Görlitz. Bis zum Jahre 2004 und der Fusion der EKsOL war sie auch evangelischer Bischofssitz. Glücklicherweise wurde die „Perle Niederschlesiens“ im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen verschont, weswegen die Stadt nach Ansicht vieler kunsthistorisch Interessierter heute zu den schönsten Deutschlands zählt und über knapp 4.000 großteils sorgsam restaurierte Baudenkmäler verfügt. Görlitz ist Mitglied der Euroregion Neiße und seit 1999 im Zipfelbund.
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Görlitz liegt in der niederschlesischen Oberlausitz, am westlichen Ufer der Neiße, die hier den Ostrand der Lausitzer Platte durchbricht, am Durchbruch des Flusses durch die Ausläufer des böhmisch-lausitzischen Grenzgebirges. Die ehemaligen Stadtteile am rechten Flussufer bilden seit der Grenzziehung zwischen der Sowjetischen Besatzungszone und Polen 1945 beziehungsweise seit der endgültigen Festlegung der Staatsgrenze 1990 die polnische Stadt Zgorzelec. Görlitz und Zgorzelec, die polnische Schwesterstadt verstehen sich als eine Europastadt.
Die höchste Erhebung des Görlitzer Stadtgebiets, die Landeskrone, liegt 420 m NN, die niedrigste Stelle der Stadt befindet sich an der Neiße bei 185 m NN.
Im Winter gehen die Görlitzer Uhren astronomisch richtig, denn der 15. Meridian östlicher Länge, an dem sich die MEZ orientiert, durchquert die Stadt. (siehe dazu speziell: Sommerzeit, Ortszeit, Meridian, Mitteleuropäische Zeit, Zeitzone)
Siehe dazu auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen
Die nächstgrößeren Städte sind Cottbus, etwa 80 km nordwestlich, Dresden, etwa 90 km westlich, und Liegnitz (poln. Legnica), etwa 80 km östlich von Görlitz. Die Einwohnerzahl der Stadt Görlitz überschritt durch die große Anzahl Vertriebener aus den deutschen Ostgebieten 1949 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Kurz danach sank die Einwohnerzahl jedoch wieder stark ab und liegt heute bei etwa 60.000.
Das Stadtgebiet von Görlitz ist in zehn Stadtteile und acht Ortsteile gegliedert. Bei den Stadtteilen handelt es sich um die im Laufe der Entwicklung der Stadt entstandenen Gebiete beziehungsweise die bis 1952 eingegliederten ehemaligen Gemeinden oder Gemarkungen. Bei den acht Ortsteilen handelt es sich um die erst bei der jüngsten Gemeindereform der 1990er Jahre eingegliederten Gemeinden, die räumlich vom eigentlichen Stadtgebiet getrennt sind.
Stadtteile: Altstadt, Biesnitz, Innenstadt, Klingewalde, Königshufen, Nikolaivorstadt, Rauschwalde, Landskronsiedlung, Südstadt und Weinhübel (bis 1937: Leschwitz)
Ortsteile: Hagenwerder (bis 1936: Nikrisch), Tauchritz, Schlauroth, Kunnerwitz, Klein Neundorf, Ludwigsdorf, Deutsch Ossig und Ober-Neundorf
Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Görlitz. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
Zgorzelec in Polen (jenseits der Neiße), Ostritz und Schönau-Berzdorf auf dem Eigen (beide Landkreis Löbau-Zittau), Markersdorf, Schöpstal und Neißeaue (alle Niederschlesischer Oberlausitzkreis)
Görlitz liegt an der Hohen Straße oder Via Regia, einem alten Handels- und Jakobsweg. Görlitz wurde 1071 erstmals als Ort erwähnt. König Johann von Luxemburg und Kaiser Karl IV. statteten die Stadt mit zahlreichen Rechten aus (Münzrecht, Straßenrecht, Brau-, Salzgerechtigkeit etc.). Görlitz gehörte dem Markgraftum Oberlausitz und darin dem Oberlausitzer Sechsstädtebund an. Ab 1520 wurde schrittweise die Reformation eingeführt. 1547 war die Stadt vom Oberlausitzer Pönfall betroffen. Die Stadt litt im Dreißigjährigen und im Siebenjährigen Krieg. 1635 kam die Stadt zu Sachsen.
Im 18. Jahrhundert wurde hier die „Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften“ gegründet (später die größte bürgerliche Gesellschaft ihrer Art in Deutschland); ihre erlesenen Bestände sind erhalten und nach 1945 in die dafür neu gegründete „Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften“ übertragen worden. Am 1. Juni 1816 kam Görlitz zur preußischen Provinz Schlesien. Hier wurde sie Sitz des gleichnamigen Kreises innerhalb des Regierungsbezirks Liegnitz. Am 31. Dezember 1867 wurde die Eisenbahn nach Berlin (zum dortigen Görlitzer Bahnhof) eröffnet. Am 1. Juli 1873 wurde Görlitz ein eigener Stadtkreis, blieb aber weiterhin Sitz des Landkreises Görlitz.
Im Jahre 1944 wurde in Görlitz ein Nebenlager des KZ Groß-Rosen durch die Waggon- und Maschinenbau AG errichtet. Im Februar 1945 evakuierte man die ca. 1.400 Häftlinge für drei Wochen ins 35 km entfernte Rennersdorf, von wo aus sie im März des selben Jahres wieder nach Görlitz abkommandiert wurden, um Panzersperren zu errichten und Schützengräben auszuheben. Nachweislich kamen im Nebenlager Görlitz über 400 jüdische Häftlinge aus Ungarn, Polen, Tschechien und Russland ums Leben.
Im Zuge der europäischen Neuordnung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Görlitz geteilt (Oder-Neiße-Grenze). Der östlich der Neiße gelegene Teil der Stadt ist seitdem polnisches Staatsgebiet und heißt Zgorzelec. Die bei Deutschland verbliebene Stadt wurde dem Land Sachsen zugeordnet, das jedoch 1952 aufgelöst wurde. Danach gehörte die Stadt zum Bezirk Dresden. Nach der Wiedervereinigung beider deutschen Staaten 1990 wurde der Freistaat Sachsen wieder errichtet und Görlitz eine kreisfreie Stadt im neu gebildeten Regierungsbezirk Dresden. Im Zuge der Kreisreform 1994 ging der Landkreis Görlitz im neuen Niederschlesischen Oberlausitzkreis auf. Görlitz selbst wurde zunächst Kreissitz, nach einer Landesverfassungsklage, die sich gegen den gleichzeitigen Status als kreisfreie und Kreisstadt richtete, verlor sie den Kreissitz an Niesky.
Nach der Wiedervereinigung zog die Stadt das Interesse zahlreicher Investoren auf sich. Es gibt in Deutschland kaum eine andere Stadt, die eines solche Dichte von gut erhaltenen Baudenkmälern verschiedenster Epochen aufweisen kann. Der Bau- und Rekonstruktions-Boom durch zahlreiche Investoren führte, befördert durch großzügige Fördermaßnahmen des Staates und der EU, zu einer Art "Goldgräberstimmung", von der das Stadtbild von Görlitz jedoch nur profitieren konnte. Der anhaltende Bevölkerungsschwund machte sich allerdings sehr bald auch in dieser Region bemerkbar. Obwohl das Angebot an bezahlbarem Wohnraum in der Stadt beträchtlich ist, konzentrieren sich die Einwohner vorrangig in den Neubaugebieten, wie Görlitz Königshufen. Heute stehen immernoch fast 35 Prozent der Gebäude in der Innenstadt leer. 1989, kurz vor dem Ende der DDR, gab es insgesamt fast 5.500 leerstehende Wohnungen, wobei die Ursache damals im stetigen Verfall und der Unbewohnbarkeit ganzer Straßenzüge begründet lag. Die verwaiste Innenstadt ist eine der größten Hypotheken des ehemaligen sozialistischen Wohnungsbauprogramms, welches, zentralistisch geplant und angeordnet, die vorhandene städtische Bausubstanz dem Verfall preisgab. Im Zuge des Stadtumbaues wird versucht hier gegenzusteuern und die Innenstadtbereiche wieder zu beleben. Ohne einen konsequenten Rückbau der, inzwischen ebenfalls zunehmend leerstehenden, Neubausubstanz, wird dieses Problem allerdings langfristig nicht in den Griff zu bekommen sein.
Die Kirchenleitung unter Bischof Ernst Hornig musste 1946 Breslau verlassen und siedelte nach Görlitz um. So wurde Görlitz 1947 Sitz einer Landeskirche, die zunächst den Namen „Evangelische Kirche von Schlesien“ behielt, 1968 jedoch ihren Namen in „Evangelische Kirche des Görlitzer Kirchengebiets“ ändern musste und 1992 ihren zuletzt bekannten Namen Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz erhielt. Zum 1. Januar 2004 ging diese Landeskirche in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz auf. Seither ist Görlitz Sitz des (vierten) Sprengels dieser neuen Landeskirche. Innerhalb dieses Sprengels gehören die Kirchengemeinden der Stadt Görlitz zum gleichnamigen Kirchenkreis.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zogen vermehrt wieder Katholiken in die Stadt und gründeten ab 1853 wieder eigene Pfarrgemeinden. Sie gehörten zum Erzbistum Breslau. Als dessen Gebiet nach dem Zweiten Weltkrieg infolge der Grenzziehung geteilt wurde, bildete der westlich der Neiße bei Deutschland verbliebene Teil des Bistums Breslau zunächst das „Erzbischöfliche Amt Görlitz“. Hieraus entstand über die 1972 gebildete „Apostolische Administratur Görlitz“ zum 8. Juli 1994 das heutige Bistum Görlitz innerhalb der neu errichteten Kirchenprovinz Berlin, dessen Kathedrale die 1898 erbaute St. Jakobuskirche wurde. Innerhalb des Bistums Görlitz gehören die Pfarrgemeinden der Stadt Görlitz, St.Hedwig und Hl.Kreuz zum gleichnamigen Dekanat.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Görlitz auch noch Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, der Baptisten, der Siebenten-Tags-Adventisten, der Pfingstler, der Methodisten, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage („Mormonen“), der Zeugen Jehovas und der Neuapostolischen Kirche. Auch findet man in Görlitz eine Gemeinde des Apostelamt Jesu Christi.
Seit einigen Monaten erst gibt es in Görlitz eine jüdische Gemeinde die, noch in den Kinderschuhen steckend, sieben Mitglieder zählt. Die Gemeinde ist bereits vom Zentralrat der Juden in Deutschland und dem sächsischen Landesrabbiner Dr. Almekias-Siegl anerkannt worden.
1949 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Görlitz vor allem durch die Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Gleichzeitig erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt mit 101.742 auch ihren historischen Höchststand. Kurz danach sank diese wieder unter diese Grenze, bis 1989 um rund 25.000. Seit der Wende in der DDR verlor die Stadt durch Abwanderung und Geburtenrückgang etwa 20.000 Menschen - ein Viertel der Bevölkerung. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Görlitz nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen 57.942 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Das sind nur etwas mehr Einwohner als im Jahre 1885. Seit 1949 ist das ein Rückgang um 43 Prozent (43.800 Personen). Mit einem weiteren Rückgang der Bevölkerung wird gerechnet. So prognostiziert das Statistische Landesamt für das Jahr 2020 eine Bevölkerungszahl für Görlitz von 46.400.
An der Spitze der Stadt ist seit 1282 ein Bürgermeister bezeugt. Später gab es auch einen Rat. Der Bürgermeister wechselte jährlich. Nach dem Übergang an Preußen wurde die preußische Städteordnung eingeführt. Neben dem Rat gab es weiterhin einen Bürgermeister, der ab 1873 den Titel Oberbürgermeister erhielt.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den „Rat der Stadt“ beziehungsweise die Stadtverordnetenversammlung, die ebenfalls vom Volk „gewählt“ wurde.
Nach dem Beitritt der DDR zur BRD 1990 wurde das zunächst als Stadtverordnetenversammlung, nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst ein besonderer Vorsitzender. Heute ist der Oberbürgermeister Vorsitzender des Stadtrats. Der Stadtrat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister jedoch direkt vom Volk gewählt.
Der Schild trägt einen silbernen Stechhelm mit rotem Adlerflug und rotweißen Helmdecken, im Adlerflug steht wieder der weiße/silberne, gekrönte Löwe der linken Schildhälfte. Adlerflug und Helmdecken sind mit goldenen Lindenblättern bestreut. Die Stadtflagge ist weiß-rot mit aufgelegtem Wappen.
Das Wappen wurde am 29. August 1433 von Kaiser Sigismund der Stadt Görlitz verliehen. Damit erhielt die Stadt eine besondere Auszeichnung, als Zeichen seiner Anerkennung der Dienste der Stadt Görlitz im Hussitenkrieg, weil die Verleihung eines Wappens seinerzeit mit ungewöhnlichen Kosten verbunden war. Der Adler steht für das heilige römische Reich Deutscher Nationen, der Löwe für Böhmen. Der Adler weist auf die Stadtanerkennung durch den Kaiser und der Löwe auf die Landeszugehörigkeit zu Böhmen hin, bevor Görlitz 1635 an Sachsen und 1815 an Preußen fiel.
Weiterhin führt die Stadt Görlitz ein Stadtsignet, welches aus dem Wappenschild des Wappens von 1433 besteht.
| Amiens, Frankreich, seit 1971 | |
| Molfetta, Italien, seit 1971 | |
| Zgorzelec, Polen, seit 1980 | |
| Nový Jičín (Neutitschein), Tschechien, seit 1981 | |
| Wiesbaden, Hessen, seit 1990 |
Görlitz besitzt eine der atemberaubensten Altstädte Europas. Gottfried Kiesow, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Denkmalpflege, bezeichnet Görlitz als "schönste Stadt Deutschlands".
Görlitz und Zgorzelec, die polnische Schwesterstadt, verstehen sich als eine Europastadt. Für das Jahr 2010 bewarben sie sich gemeinsam als Europäische Kulturhauptstadt. Dazu war eines der Schwerpunktprojekte in der Bewerbungsschrift die Entwicklung eines neuen Zentrums, dem sogenannten „Brückenpark“. Entlang der Neiße werden beiderseits Objekte wie z. B. die Stadthalle, die Synagoge, die Hochschule und auf dem östlichen Neißeufer die Oberlausitzer Ruhmeshalle architektonisch zusammen mit weiteren Ideen zu einem Gesamtentwurf entwickelt. In mehreren Sommerprojekten haben sich bereits Studierende aus beiden Ländern Gedanken dazu gemacht. Es soll eine Art „Laboratorium“ entstehen, in dem europäisches Denken und Handeln erprobt werden kann.
Der Studiengang Kultur und Management an der Hochschule Zittau/Görlitz (FH)] sowie viele engagierte Bürger und Unternehmen der Region unterstützten die verbindende Idee der Kulturhauptstadt 2010 Bewerbung von Görlitz. Ein sichtbares Zeichen dieser Unterstützung sind die fünf Flaggen, die auf der Landeskrone wehen. Zur Kulturhauptstadt 2010 wurde Essen gewählt, Görlitz fiel auf einen guten zweiten Platz.
Das Görlitzer Theater tauscht seine Inszenierungen mit denen der Schauspielbühnen in Bautzen und Zittau aus, so dass in allen drei Städten neben den Philharmonischen Konzerten auch ein komplettes Dreispartenprogramm mit Musiktheater, Ballett und Schauspiel angeboten wird.
Neben diesem großen Haus, das auch „Kleine Semperoper“ genannt wird, bespielt das Theater seit 1999 eine kleinere Studiobühne, das Apollo. Diese Spielstätte wird seit Januar 2005 auch im Rahmen der Veranstaltungsreihe Synagoge im Apollo vom Förderkreis Görlitzer Synagoge e. V. genutzt.
Eine weitere Besonderheit bietet das Theater in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec an: in Kooperation mit dem Theater Jelena Góra (Teatr Jeleniogórski) gibt es eine polnischsprachige Abonnementsreihe sowie mit dem „Görlitzer Mittwoch“ ein Forum im Apollo, das die deutsch-polnische Annäherung und den Gedankenaustausch fördert.
Görlitz überstand den Zweiten Weltkrieg fast ohne Zerstörungen und besitzt eine Altstadt mit zahlreichen historischen, teilweise denkmalgeschützten Bauwerken. Görlitz trägt deshalb auch den inoffiziellen Beinamen „Stadt der Türme“. In der Altstadt und Nikoleivorstadt findet sich eine mittelalterliche-, Renaissance- und Barockbebauung. Die Innenstadt ist ein *]viertel mit vollständig geschlossenen Gründerzeit- und Jugendstil-Straßenzügen. Görlitz ist die Stadt mit den meisten seperat geschützten Denkmälern in Deutschland. Hinzuweisen ist auf die Peterskirche, den Ober- und Untermarkt) mit ihren Renaissancefassaden. So befindet sich in Görlitz der Schönhof, erbaut 1526 durch Wendel Roskopf d. Ä., das älteste bürgerliche Renaissancegebäude Deutschlands. Auch aus neuerer Zeit existieren einzigartige Bauwerke: Das Karstadt-Warenhaus am Demianiplatz, direkt neben der Frauenkirche gelegen, ist heute das einzige historische Jugendstil-Kaufhaus in Deutschland, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat. Es wurde 1913 nach Plänen von Carl Schmann errichtet, der die Fassade nach dem Vorbild des Berliner Kaufhauses Wertheim gestaltete. Im Jahre 1984 wurde das Warenhaus rekonstruiert.
Typisches_Haus_der_Görlitzer_Innenstadt.jpg Weitere interessante Bauwerke:
Eine Übersicht über die Gotteshäuser bietet die Seite „Kirchen in Görlitz“ an. Darüberhinaus sind Informationen zum Heiligen Grab und zu Besonderheiten der Ausstattung der Kirchen zu finden.
Görlitz ist auch ein wichtiger Eisenbahnknoten. Die Stadt liegt an der Kreuzung der Bahnlinien Dresden - Breslau und Berlin - Cottbus - Görlitz - Zittau - Liberec (Reichenberg). Auf der Strecke Berlin - Görlitz verkehren Züge seit 1867 auf der Görlitzer Bahn. Der Streckenabschnitt Görlitz - Zittau wurde 1875 eröffnet und trägt auch den Namen Neißetalbahn.
Seit dem Schuljahr 1999/2000 gibt es für Schüler des städtischen Gymnasiums die Möglichkeit, parallel zum Abitur eine Pilotenausbildung zu absolvieren. Ergänzt wird das Angebot durch Rundflüge mit Motor-, Segel- und Ultarleichtflugzeuge.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Straßenbahn- und Buslinien der Verkehrsgesellschaft Görlitz GmbH.
In Görlitz erschien als Tageszeitung ab 3. Mai 2004 die „Görlitzer Allgemeine“ (GA). Bereits am 16. Juni musste die Ausgabe wieder eingestellt werden. Damit bleibt die „Sächsische Zeitung“ (SZ) die einzige Tageszeitung in der Stadt. Die SZ unterhält eine Lokalredaktion in Görlitz. Als Anzeigenblätter erscheinen der „Wochenkurier“ und der „Niederschlesische Kurier“.
Im Senfkorn-Verlag Görlitz erscheint die Monatszeitschrift "Schlesien heute".
Bis Juni 2004 erschien im Neisse Verlag „Soda - Kulturjournal im Länderdreieck“. Im selben Verlag, der seinen Sitz seit 2006 in Dresden hat, erscheint seit 2004 die deutsch/polnische Zweimonatszeitschrift für Kultur und Geschichte „SILESIA NOVA“.
Journalisten aus der Region gründeten im Oktober 2003 den deutsch-polnischen „Presseclub Görlitz/Zgorzelec“.
Ferner gibt es in Görlitz eine „Hochschule für Kirchenmusik“, die 1927 in Breslau und 1947 in Görlitz als Evangelische Kirchenmusikschule neu gegründet wurde. Sie befand sich bislang in Trägerschaft der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz und wurde durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst staatlich anerkannt. Die Schließung der Kirchenmusikschule im Jahre 2008 zugunsten der Berliner Kirchenmusikschule ist beschlossen.
Das Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen mit Sitz in Haus Klingewalde ist Träger des Collegium PONTES Görlitz-Zgorzelec-Zhorelec, eines trinationalen Wissenschaftskollegs zur Erforschung aktueller Probleme der EU-Integration, und der Internationalen Sommerschule der Künste Görlitz-Zgorzelec-Zhorelec.
Görlitz | Ort in Sachsen | Schlesien | Ort in der Lausitz
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